Bürgermeisterwahl Gundelfingen

Allrounderin will ins Rathaus auf Chefposten

Mit der 33-jährigen Claudia Warth bewirbt sich die erste Frau für die Nachfolge von Gundelfingens Bürgermeister Reinhard Bentler. Sie ist Kandidatin Nummer vier.

Warth arbeitet als Projektleiterin und Pressereferentin und war für Verbände, Kirchen und mittelständische Firmen in der Region tätig. Studiert hat die zweifache Mutter Politikwissenschaften, öffentliches Recht und neue deutsche Literaturgeschichte. Sie ist Geschäftsführerin von der Werbegemeinschaft z’Friburg in der Stadt und Wirtschaftsfachwirtin.

Die vielen Einblicke, die sie in ihrer beruflichen Laufbahn erlangen konnte, wertet sie als Vorteil. "Ich bin keine reine Verwaltungsfachfrau", sagt Warth. Vor allem die Wirtschaft ist der gebürtigen Freiburgerin, die seit 2005 in Gundelfingen lebt, ein wichtiges Anliegen. "Ein Bürgermeister ist ein Allrounder und er muss auch unternehmerisch denken können", sagt sie. Sie will das Gewerbegebiet weiterentwickeln und langfristig dafür sorgen, dass Einheimische in Gundelfingen arbeiten und gut leben können, sodass die Gemeinde nicht als Schlafdorf für Pendler wahrgenommen wird. Als Bürgermeisterin würde Warth auch den Generationenwechsel zum Beispiel in Vereinen unterstützen, da sie die Verwaltung in der Rolle eines Dienstleisters sieht.

Warth ist seit 2010 Mitglied bei den Grünen, hat im Gundelfinger Ortsverband aber kein Amt inne und sieht sich auch nicht als Kandidatin der Partei. "Ich kann mich sehr wohl aber mit den Grundwerten der Grünen identifizieren: Regionalität, Nachhaltigkeit, Verantwortung und Miteinander", sagt sie. Zwischen 1999 und 2004 saß sie im Freiburger Stadtrat für Junges Freiburg, davor war sie politisch im Jugendrat tätig.

Ehrenamtlich aktiv ist Warth in Gundelfingen als Vorsitzende des Fördervereins des Katholischen Kindergartens, sie macht die Pressearbeit für die Bürgerinitiative "Atokk" und ist Kassenprüferin im Bürgerverein. Im Wahlkampf will sie sich die Gemeinde von den Gundelfingern zeigen lassen und gemeinsam über Probleme und Wünsche diskutieren. "Ich werde auch auf dem Sportplatz und dem Markt das Gespräch suchen."

Die anderen Kandidaten im Überblick

Christian Göpper

Raphael Walz

Thomas Danner
von Max Schuler
am Fr, 18. Juli 2014 um 10:05 Uhr

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