Auf Tuchfühlung mit wenigen Bürgern

OB-Kandidatin Cornelia Rösner geht in Nollingen in ihre erste öffentliche Vorstellung.

RHEINFELDEN (ibö). "Schade, dass nicht mehr da waren", zogen Bürger und OB-Kandidatin Cornelia Rösner ein übereinstimmendes Resümee. Die parteilose Wahlkämpferin, die am Mittwochabend gerade mal vor fünf Teilnehmern im Saal der Nollinger "Krone" das öffentliche Gespräch mit dem Bürger eröffnete, um ihre Themenschwerpunkte in den Mittelpunkt zu stellen und zu diskutieren, agierte dennoch zielstrebig mit positiver Grundeinstellung, wonach das Glas nicht halb leer, sondern halb voll ist. Dass die Auftaktveranstaltung als Heimspiel vor ihrer Haustür vor mehr leeren als besetzen Stühlen stattfand, hat die Wahlkämpferin, der ein Mitglied ihres Unterstützerkreises technisch für die Power-Point-Präsentation zu Seite stand, zwar nicht erwartet, aber locker weggesteckt. Die Fachfrau für Soziales in der Stadtverwaltung geht davon aus, dass bei den weiteren Gesprächen in den Ortsteilen alles anders aussieht. Der Umgang mit dem Wähler steckt bekanntlich voller Überraschungen. Doch dem Zufall, das machte Rösner auch im kleinen Kreis deutlich, möchte sie nichts überlassen. Viel Wirgefühl, von Rheinfelderin zu Rheinfeldern gesprochen, bestimmte den Abend. Cornelia Rösner blendete auf Erfahrungen und Erfolge in ihrem Amt zurück, betonte die Notwendigkeit, gemeinsam Ziele zu erreichen und kam immer wieder auf den Punkt: "Der Bürger soll sich wohlfühlen". Sprechstunden gehören für sie deshalb zum Selbstverständnis im OB-Amt, und die in vielen Projekten gezeigte Energie der Bürger, möchte sie weiter stärken. "Dadurch wird Rheinfelden reich beschenkt", erklärte Rösner.

Aktive Kommunikation auf allen Feldern forderte sie ein bei ihren Schwerpunktthemen: Arbeitsplatzsicherung und -ausbau, Bildung und Betreuung, Gesundheit, Kultur und Sport, Innenstadt und Ortsteilen, um Perspektiven für alle Generationen zu schaffen. "Wir sind eine Stadt", so Rösners Credo.

Dem hatten die Gäste im Kronen-Saal auch keine andere Meinung entgegenzusetzen, so dass eine Diskussion über die Programmaussagen von Cornelia Rösner sich gar nicht erst entwickelte. Vielmehr war es den Bürgern am Tisch wichtig, einmal Meinung und vor allem Kritik daran zu äußern, wonach es gerade in Nollingen klemmt: an erster Stelle eine wachsende Verkehrsbelastung in der Beuggener Straße, fehlende Verkehrskontrollen, problematische Ampelsituationen und schlechter Zustand der Wannengasse. Aber auch die Sorge um die Innenstadtentwicklung kam ausführlich zur Sprache. In allen Punkten hörte Rösner gut zu und sagte zu: "Ich nehme das mit". Dass sie keine konkreten Lösungsvorschläge machte, wurde im Saal akzeptiert.

Ein Dossier zur Wahl finden Sie im Internet unter http://mehr.bz/obwahl-rheinfelden
von ibö
am Fr, 16. März 2012


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