Energie-Buffet 21 (29. Oktober 2009)

Badisches Thanksgiving

Das Energie-Büfett der Badenova ist zum Selbstläufer geworden.

LAHR. Ein "Badisches Thanksgiving" ist im Bauberatungszentrum gefeiert gefeiert worden. Das Motto hatte Moderator Uwe Baumann den beiden Köchen Andreas und Thomas Feist für das Badenova Energie-Büfett vorgegeben. Badisch überwog auf der Speisekarte und beim Wein, der "Erntedank" bezog sich eher auf die Tatsache, dass die Einnahmen aus dem Energie-Büfett am Ende des Jahres einem wohltätigen Zweck zugeführt werden.

Wie immer waren die rund 30 Plätze im Mussler-Küchenzentrum des BBZ schon lange vorher ausverkauft – für das Energie-Büfett im November unter dem Motto "Casanovas Liebesnacht" gibt es schon jetzt keine Karten mehr. Doch Baumann konnte die "Wiederholungstäter" unter den Gästen beruhigen: Die Reihe wird fortgeführt und es ist sogar die Veröffentlichung eines Kochbuchs inklusive Rezepte angedacht. Die Beliebtheit der Veranstaltung ist leicht zu erklären: Zu einem moderaten Preis gibt es ein Vier-Gänge-Menü, das auch gehobene Ansprüche befriedigen kann, dazu Weine von bester Qualität, eigens ausgesucht von Sommelière Astrid Heß – und alles wird in stimmungsvoll dekoriertem Rahmen vor den Augen der Gäste gekocht. Nicht zu unterschätzen ist auch der Unterhaltungswert der launigen Präsentation dieser Kochshow: Die Brüder Feißt und Uwe Baumann kommen locker ins Gespräch über Schuttertäler Kartoffelsupp’ und die feine Unterscheidung von Spätzle und Schätzle.

Außerdem werden immer wieder andere Gäste an den Herd gebeten. Die ehemalige deutsche Weinprinzessin Andrea Köninger aus Sasbachwalden und Markus Wöhrle vom Weingut der Stadt Lahr gehörten diesmal dazu. Mit Frank Haist von der Laufarena Lahr war nicht nur das jüngste Mitglied der Sponsorengruppe des Energie-Büfetts dabei, sondern auch jemand, der die Aufgabe, Spätzle vom Brett zu schaben, mit Bravour erledigte.

Dass jemand von der sportlichen Seite dabei war, war vielleicht ein Wink mit dem Zaunpfahl. Ein wenig Bewegung kann jedenfalls nach dem üppigen Menü nicht schaden, denn gute Küche spart nicht an energiereichen Geschmacksträgern. Die Schuttertäler "Herdäpfelsuppe" enthielt jede Menge Sahne und Crème fraiche. Das den Zander begleitende Sauerkraut wurde ebenfalls mit Sahne abgerundet. Der perfekte Rehrücken mit Butterstückchen gegart, und auch das Haselnusseis zum Nachtisch wurde nicht "wie bei den Italienern mit Wasser, sondern mit Sahne und Eiern" angerührt, wie Andreas Feißt frotzelte. Auch bei den Weinen war Feinstes angesagt. Einen Pinot-Sekt hatte Andrea Köninger von den Alde Gott-Winzern aus Sasbachwalden vorgestellt, zur Kartoffelsuppe wurde ein 2008er Schutterlindenberger vom Weingut Kammererhof serviert. Eine fruchtige Weißburgunder Spätlese gab’s zum Fisch und einen trockenen Spätburgunder Rotwein zum Wildgang. Viel Lob heimste Markus Wöhrle ein für seinen Dessertwein, einen 2007er Pinot Hannah Beerenauslese.

von Juliana Eiland-Jung
am Mo, 02. November 2009

Badens beste Erlebnisse