Kommentar

Barrierefreie Altstadt: Investition in die Zukunft

Dass ausnahmslos alle Gemeinderäte gemeinsam einen Antrag an die Stadtverwaltung auf den Weg bringen, das kommt selten vor. Und es zeigt auch die Bedeutung des Themas barrierefreie Altstadt.

Und es zeigt auch, dass es in Freiburg in Sachen "Barrierefreiheit" großen Nachholbedarf gibt und ein Konzept für die Altstadt sowie für die stark frequentierten Straßenbahnhaltestellen mitten im Zentrum tatsächlich dringend notwendig ist. Schon die Umbauten am Bertoldsbrunnen mit der Erhöhung der Bahnsteige werden eine ausgeklügelte Planung erfordern – billig wird das Projekt nicht werden, aber das darf in diesem Fall auch nicht der Maßstab sein. Es ist eine Investition in die Zukunft, weil die Zahl der Senioren in den nächsten Jahren und Jahrzehnten deutlich steigen wird – und damit auch die Zahl der Menschen, die auf solche baulichen Hilfen angewiesen sind. Aber schon jetzt gibt es zu viele Menschen, die in der Altstadt an Grenzen stoßen und die die Innenstadt eben nur beschränkt und über kaum zumutbare Umwege nutzen können. Jetzt braucht es eine Liste mit den Prioritäten, die dann Punkt für Punkt abgearbeitet werden müssen. Die Experten dafür finden sich vor Ort: Der Beirat für Menschen mit Behinderung kann bei dieser großen Aufgabe viel Sachverstand beisteuern.
von Joachim Röderer
am Do, 11. August 2011 um 19:39 Uhr

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