Behörden lehnen Lkw-Durchfahrtsverbot ab

Freiburger CDU begründet Anfrage mit Baustelle Leo-Wohleb-Brücke / Bürgerinitiative will Bypass Basler Straße verhindern.

Ein Durchfahrtsverbot für Lastwagen während der dreimonatigen Baustelle auf der Leo-Wohleb-Brücke hat die CDU im Gemeinderat vorgeschlagen. Die Fraktion erwarte davon eine beträchtliche Entlastung, heißt es in einer Pressemitteilung vom Donnerstag. Tatsächlich könnte die Freiburger Stadtverwaltung ein Verbot verhängen – doch die winkt ab. Voraussetzung für solch ein Lkw-Verbot wäre eine Verkehrsleitplanung für ganz Baden-Württemberg, sagte Rathaussprecher Toni Klein auf Anfrage der BZ. Das würde eine entsprechende Beschilderung auf der Autobahn A 81 bis Stuttgart notwendig machen. "Das ist praktisch undenkbar." Auch das Regierungspräsidium hielte so eine Verfügung "für nicht geboten", wie ein Behördensprecher gestern mitteilte.


Ein Lkw-Verbot wird es ab Montag zum Start der Baustelle dennoch geben: für die Fabrikstraße. Das soll verhindern, dass die Brummis von der Schwarzwaldstraße (B 31) in die parallel verlaufende Kartäuserstraße ausweichen und diese verstopfen.

Derweil hat eine "Bürgerinitiative östliche Basler Straße" einen Anwalt eingeschaltet, um den angekündigten Test der Basler Straße als Mini-Bypass zu verhindern. In einem Schreiben ans Garten- und Tiefbauamt legt Heiko Melcher dar, dass es nicht nur unsinnig, sondern auch rechtswidrig wäre, die geltende Anliegerregelung aufzuheben. Die Basler Straße sei zu schmal, um von der Anlieger- zur Verbindungsstraße zu werden. Außerdem würden Lastwagen zu einer echten Gefahr.

von mac
am Fr, 26. Juli 2013

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