OB-Wahl in Offenburg

Bernhard Halter will Oberbürgermeister werden

Mit Bernhard Halter aus Kehl hat der fünfte Bewerber seinen Hut in den Ring geworfen. Der selbstständige Malermeister trat zuletzt in Riegel an.

Bei der Bürgermeisterwahl in Riegel am 18. März hat Bernhard Halter gerade mal 1,3 Prozent der Stimmen geholt und damit nur 0,4 mehr als Dauerbewerberin Friedhild "Fridi" Miller. Doch dieses Resultat hält den 56-jährigen Malermeister aus Kehl nicht davon ab, auch bei der OB-Wahl in Offenburg seinen Hut in den Ring zu werfen.

Halter hat am Freitag seine Bewerbung im Rathaus abgegeben, wie die städtische Pressestelle diesen Montag bekanntgab. Er ist neben Marco Steffens (39), Harald Rau (56), Tobias Isenmann ( 29) und einer namentlich noch nicht bekannten Frau damit der fünfte Bewerber für die OB-Wahl in Offenburg am 14. Oktober.

"Die Tätigkeit ist auf mich abgestimmt, weil ich ein kommunikativer Mensch bin. Ich plane gerne, setze gerne Dinge um und arbeite gerne mit Menschen zusammen", sagt Halter, der das nötige Selbstbewusstsein mitbringt: "Ich traue mir das zu, sonst würde ich mich nicht bewerben." Rathauschef zu werden, sei für ihn eine Herausforderung: "Ich kann mich beruflich weiterentwickeln." Aus der Wahl in Riegel habe er gelernt und Erfahrungen gesammelt, er werde auch manches anders angehen. Grundsätzlich gelte für ihn: "Nur wenn man sich bewirbt, kann man auch zu Erfolg kommen."

Offenburg ist für den in Neuried-Müllen geborenen Halter kein fremdes Pflaster: Hier hat er mit 15 Jahren bei der Malerfirma Hils gelernt, mehrere Jahre in verschiedenen Betrieben gearbeitet und berufsbegleitend den Abschluss als staatlich anerkannter Betriebswirt im Handwerk absolviert. Seit 1996 arbeitet Halter selbstständig als Malermeister in Kehl. Er ist geschieden. Seine 14 und 16 Jahre alten Kinder leben bei der Mutter in Bad Bergzabern, doch er sehe sie an den Wochenenden. Das eröffne ihm auch eine freie Zeiteinteilung: "Ich kann meine Kraft als OB einsetzen und brauche nicht darauf zu schauen, ob ich acht oder zwölf Stunden arbeite."

Die Wahlkampfkosten schrecken Halter nicht

Wenn er zum OB gewählt wird, will Bernhard Halter zentral in der Stadt wohnen und immer in direktem Kontakt mit den Menschen sein: "Das erachte ich als wichtig."

Offenburg sei für ihn eine Stadt, "in der man sich wohlfühlen kann." Sein nächstes Ziel sei es nun, die nötigen 100 Unterstützer-Unterschriften zu sammeln, wofür er auch die Menschen zu Hause aufsuchen werde. Dass ein Wahlkampf in der Regel auch eine Stange Geld kostet, schreckt ihn nicht: "Das kostet Geld, aber als Handwerksmeister kann ich auch vieles selbst machen", sagt Halter – zum Beispiel Plakate aufhängen. Zudem wolle er sich wie die beiden ersten Bewerber auch mit einem Stand in der Innenstadt dem Gespräch mit den Offenburgern stellen.

Oberbürgermeister einer Stadt wie Offenburg zu sein, das sei für ihn "eine große Ehre" und müsse von jedem, der das Amt ausübe, hoch geschätzt werden: "Was Schöneres kann man als Arbeitsfeld doch überhaupt nicht haben!"
von Helmut Seller
am Mo, 30. Juli 2018 um 12:29 Uhr

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