Pop

Between the Beats 2017 - 2-Tagesticket in Lörrach

Wann
Fr, 7. April 2017, 20:00 Uhr bis 22:30 Uhr
Wo
Lörrach
Burghof
Burghof Lörrach
Vorverkauf
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Entstanden aus der englischen Punk- und New Wave-Bewegung der 1980er-Jahre hat sich weitab des musikalischen Mainstreams geprägt durch Do-It-Yourself-Mentalität und eine antikommerzielle Grundeinstellung Indie zu einem dynamischen, trendsetzenden, aber auch schnelllebigen Genre entwickelt. Im urbanen Underground und in den Nischen des Internets entstehen ständig neue Trends, Bands und Subgenres. Diese Vielseitigkeit lässt sich beim Between the Beats Festival, das in der Saison 2016/17 bereits zum fünften Mal im Burghof und zum zweiten Mal im SAK Lörrach stattfinden wird, live erleben: Mit viel Herzblut und in liebevoller Recherchearbeit wird jährlich ein besonderes Line-Up zusammengestellt, bei dem aufstrebende und bereits beliebte Bands und Künstler ihre Musik präsentieren. An mehreren Abenden werden musikalische Leckerbissen aus den schier unendlichen kreativen Weiten des Indie geboten überraschend, bewegend, experimentell. Die vergangenen Ausgaben des Festivals haben nicht nur gezeigt, dass sich der Burghof als gebührender Veranstaltungsort anbietet, Between the Beats hat sich auch als Spielwiese für Newcomer mit großen Ambitionen herumgesprochen. So sind Bands wie Trümmer, Breton und Lilly Wood & the Prick, um nur einige wenige zu nennen, nach ihren Auftritten in Lörrach groß raus gekommen. Die Erscheinung des Between the Beats ist ein wichtiger Punkt: Die Wandelbarkeit des Burghofs und das suburbane Flair des SAK Alten Wasserwerks werden dabei vom Deko-Team für die mehrtägige Veranstaltung vollends ausgenutzt. Es werden Orte mit besonderer Clubatmosphäre geschaffen, wo gemeinsam in die unzähligen Facetten des Indie-Genres eingetaucht und ein Stück Musikgeschichte gefeiert werden kann. Freitag, 7. April 2017 Roosevelt (07.04., Burghof) glitzert und glamt. Der Kölner DJ, Produzent und Multiinstrumentalist klingt nach amerikanischer Westküstendisco der 1970er und nach britischem Pop der 1980er, zusammengehalten von hochmodernen Rhythmus-Gerüsten. Roosevelt »will Retro, aber nicht als Rekonstruktion sondern als Rekombination«, wie Der Spiegel einmal treffend formulierte. Sein im letzten Sommer erschienenes und selbst betiteltes Debütalbum spielte er ganz alleine ein. Veröffentlicht wurde es unter dem hauseigenen Label von Hot Chip, der aktuell besten Elektropop-Band, die er außerdem auf Welttournee supportete. Zum Between the Beats Festival kommt Roosevelt mit seiner Liveband. Romano (07.04., Burghof) ist der Hype aus der Hauptstadt. Mit seinen langen geflochtenen Zöpfen sieht er aus wie der blonde Snoop Dogg. Er liebt Rap, weil er gerne redet. Metal, weil er gerne tanzt, und Schlager, weil er gerne singt. Ein Paradiesvogel in Bomberjacke und Trainingshose. Schmerzfrei. Sein letztes Jahr erschienenes Debütalbum Jenseits von Köpenick ist »der Beweis, dass die undenkbare Fusion aus Sido und Helene Fischer tatsächlich funktioniert«, wie der Musikexpress schrieb. Kurz vor dem Between the Beats Festival 2017 soll sein zweites, nun scheinbar deutlich elektronischeres Album veröffentlicht werden. Der Hype hält an. Guy Connelly ist Kopf und Mastermind der Londoner Indierock-Band Clock Opera (07.04., Burghof). Ohne seine außergewöhnliche Stimme wäre die Band undenkbar. Für die weltweit viel beachteten Clock Opera-Remixe für u. a. Metronomy, Feist oder The Drums war er, das Herz der Band, alleine verantwortlich. Ways to forget, das 2012 erschienene erste Album der vier Briten glänzte auch wegen so großartigen Hits wie Belongings oder Move to the Mountains. Clock Operas zweites Album, das sich über Crowdfunding finanzierte, erscheint im Februar 2017. Die vier Österreicher um Nihils (07.04., Burghof) begannen vor zehn Jahren als klassische Indierock-Band, angefixt von Größen wie den Arctic Monkeys oder den Strokes. Doch das hielt nicht an. Die Band aus Waidring im schönen Tirol erfand ihre Musik neu in Berlin. Seitdem stehen Nihils für ansteckende Melodien, tanzbaren Elektropop, ehrgeizige Arrangements. Ihr Hit Help Our Souls schaffte es als Urban Contact Remix in die österreichischen Charts, ein Debütalbum soll in Kürze folgen. Samstag, 8. April 2017 Von Wegen Lisbeth (08.04., Burghof) stehen stellvertretend für die neue hohe Qualität im deutschen Pop. Die Berliner Band schaffte 2016 mit ihrem Debütalbum Grande ihren großen Durchbruch. Schon jetzt sind sie aus der hiesigen Konzertlandschaft nicht mehr wegzudenken, sind ihre Auftritte doch eine erfrischend kurzweilige Angelegenheit. Ihre Themen sind das Leben, die Großstadt, das Jungsein, auch deshalb vergleicht man sie gerne mit AnnenMayKantereit. Doch die große Stärke Von Wegen Lisbeths ist die Ironie, der Verzicht auf Pathos; Kneipen-Gespräche statt Poesie. Nicht zu unrecht beschreibt das Spex Magazin Von Spars (08.04., Burghof) Musik als »kulturelles Vorwärts-Recycling«. Ihr Ursprung könnte der Krautrock sein, zumindest eher als der Soul, obwohl sie auch davon eine Menge besitzen. Im Vordergrund steht psychedelisch orientierte elektronische Musik, die zeitweise an Disco erinnert. Plötzlich nehmen Von Spar ihrem Sound dann aber bewusst selbst den Wind aus den Segeln, indem sie ihren Softpop gerne mal in gut gebaute Saxofonschleifen auslaufen lassen. Klug gemachte Verwertung höchster Güte also und gleichzeitig »ständige Torpedierung der Hörererwartung.« (taz) Die Musik eines guten Singer/Songwriters besitzt immer auch etwas Heimeliges: Songs wie eine warme Jacke, eine Stimme wie das Nach-Hause-Kommen nach einer langen Reise. Lauter Attribute, die auf den jungen Faber (08.04., Altes Wasserwerk) aus Zürich zutreffen - und dennoch, etwas Entscheidendes ist hier anders. Denn die Musik und Texte des Schweizers besitzen Widerhaken, es geht an keiner Stelle darum, sattsam bekannte Befindlichkeiten zu paraphrasieren. Gerade live erfüllt sich dann auch Fabers Punkbackground. Im Trio wird er beim Between the Beats Festival 2017 die Headline-Show im Alten Wasserwerk bestreiten.
Quelle: Veranstalter

Veröffentlicht am Mo, 16. Januar 2017 um 11:24 Uhr

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