Chef gesucht

Bürgermeister Brugger steht kurz vor der Altersgrenze und tritt nicht mehr an

Bürgermeister Norbert Brugger steht kurz vor der Altersgrenze und tritt nicht mehr an.

LÖFFINGEN. Die Amtszeit von Bürgermeister Norbert Brugger läuft im Februar 2014 ab. Nach eigenem Bekunden wird er sich nicht mehr zur Wahl stellen. Heute Abend beschäftigt sich der Gemeinderat in seiner Sitzung mit der Suche nach einem Termin für die Bürgermeisterwahl, die voraussichtlich im November stattfinden soll sowie mit der Bildung eines Wahlausschusses. Und auch die Fraktionen im Gemeinderat machen sich bereits Gedanken für die Suche nach einem Nachfolger.

Die SPD macht sich bereits schon länger Gedanken über einen möglichen Nachfolger, ist aber bisher noch nicht fündig geworden, wie Fraktionssprecher Georg Mayer gegenüber der Badischen Zeitung erläuterte. Seiner Ansicht nach wäre es gut, möglichst bald einen geeigneten Kandidaten zu finden, egal ob dies ein Einheimischer oder ein Bewerber von außerhalb ist.

Kommunalpolitik soll sich an Sachaufgaben orientieren

Der Vorsitzende der CDU, Micha Bächle, vertritt dagegen die Meinung, dass es nicht Aufgabe der CDU sei, einen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl zu suchen und zu präsentieren. Er ist sich sicher, dass Löffingen eine so attraktive Stadt ist, dass sich genügend gute Bewerber finden. Natürlich wäre er froh, wenn die Positionen des Kandidaten inhaltlichen mit den Zielen seiner Partei übereinstimmen, vertritt aber auch die Auffassung, dass sich Kommunalpolitik eher an den Sachaufgaben als an Parteipolitik orientieren solle.

Werner Adrion, Sprecher der Fraktion von FDP und Freien Wählern, bestätigte, dass man die Suche nach einem geeigneten Bewerber schon seit längerer Zeit vorantreibe. Dabei setzt die Fraktion auf einen Kandidaten aus den Reihen des Gemeinderats. Man könne nicht alles der Beliebigkeit überlassen, dabei könne man leicht ein blaues Auge erhalten, erklärte Adrion mit Blick auf Erfahrungen, die der Gemeinderat bereits gemacht habe. Reiselfingens Ortsvorsteher Martin Lauble, den man versucht hat, von einer Kandidatur zu überzeugen, habe nach reiflicher Überlegung aus nachvollziehbaren Gründen leider abgesagt, so dass man jetzt erneut auf der Suche nach einem geeigneten Gemeinderatsmitglied sei. Der müsse nicht aus den Reihen der Fraktion von FDP und Freien Wählern kommen. "Wir brauchen einen guten Bürgermeister", sagte Werner Adrion, da könne Parteipolitik außen vor bleiben. Ihm liege vor allem daran, die Gemeindepolitik kontinuierlich weiterzuführen, abseits von großer Streitkultur.
von Martin Wunderle
am Do, 18. Juli 2013

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