Bürklin, Albert

Bürklin, Albert

Geb. 1.4.1816 in Offenburg, gest. 8.8.1890 in Karlsruhe. Ingenieur, Landtagsabgeordneter und Schriftsteller. Bürklin – ein Großneffe von Christian Ludwig Fecht – wurde nach Besuch des Karlsruher Gymnasiums und Polytechnikums 1838 Ingenieurs-Praktikant, nach Tätigkeit besonders in Baden und Auslandsaufenthalten 1861 Eisenbahnamtsvorstand in Freiburg. Seit 1867 Leiter der Main-Neckar-Bahn in Heidelberg, 1875 aus dem Eisenbahndienst ausgeschieden, nationalliberaler Landtagsabgeordneter 1871 – 1879 für den Wahlkreis Weinheim-Ladenburg. Bürklin gewann 1858 den Ersten Preis für eine Erzählung bei einen Wettbewerb des Verlags Moritz Schauenburg ("Die Brüder", veröffentlicht 1859). Vermutlich im Jahr darauf übernahm er die Redaktion des Kalenders "Lahrer Hinkende Bote" und steigerte durch ein konsequent nationalliberales, kulturkämpferisches und antikatholisches Profil dessen Auflage um das mehr als 15-fache. Seine "Standreden", vehemente Kommentare des Zeitgeschehens in bewusst populärer Form, wurden zum Markenzeichen des "Hinkenden" ebenso wie seine zahlreichen an Johann Peter Hebel angelehnten Erzählungen. 1877 wurde Bürklin zum publizistischen Begründer des "Ersten Deutschen Reichswaisenhauses". Bereits kurz nach seinem Tod beschloss der Stadtrat 1890, eine Straße nach Bürklin zu benennen.

Bisher erschienene Beiträge finden Sie unter http://www.badische-zeitung.de/lahr-lexikon
von tmi
am Do, 27. Mai 2010


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