BZ-INTERVIEW: Keine Chance dem Schweinehund

Tipps von der Fitnesstrainerin Jennifer Filz.

Trainerin und Sportökonomin Jennifer Filz hat für Testo das firmeninterne Fitnessangebot aufgebaut. BZ-Mitarbeiter Rafal Piasecki sprach mit ihr über Gesundheitsrisiken am Arbeitsplatz und darüber, was Menschen tun können, um sich mehr zu bewegen.

BZ: Sie geben Fitnesskurse am Arbeitsplatz. Wer wendet sich an Sie?

Jennifer Filz: Die meisten Kollegen und Kolleginnen, die zu uns kommen, haben Rückenschmerzen oder Verspannungen im Nacken. Das kommt oft daher, dass sie zu viel sitzen und zu wenig Bewegung haben. Es kommen auch Mitarbeiter, die abnehmen wollen. Und viele, die Sport brauchen, um den Kopf freizukriegen.

BZ: Hilft das Sportangebot, die Mitarbeiter länger in Form zu halten?

Filz: Man kann schon viel erreichen. Etwa mit Muskelübungen im Bereich der Wirbelsäule. Im Alter nehmen diese Muskelgruppen nämlich ab. Mit etwas Bewegung lässt sich zudem Stress abbauen. Hier helfen auch Stretchingübungen.

BZ: Zu viel sitzen – davon können viele Angestellte ein Lied singen. Kann man bei der Arbeit im Büro etwas für seinen Rücken tun?

Filz: Allen, die täglich am Computer sitzen, gebe ich einen Rat auf den Weg: Versucht, aktiv zu sitzen. Das bedeutet, dass man sich überlegt, wie man seine Position im Laufe des Arbeitstages verändern kann, um Bewegung in die Wirbelsäule zu bekommen. Nichts ist schlimmer als keine Bewegung. Dann soll man ab und zu Entspannungsübungen machen oder gelegentlich aufstehen – zum Beispiel beim Telefonieren.

BZ: Im Idealfall sorgt man mit Sport für einen Ausgleich. Der gute Vorsatz ist schnell gefasst. Genauso schnell geht die Motivation oft wieder ...

Filz: Dafür gibt es Tricks. Etwa die Sporttasche gleich an den Arbeitsplatz mitzunehmen. Wenn sie da ist, kann man nach der Arbeit direkt loslegen. Außerdem hilft es, sich einen fixen Termin für das Training in der Woche zu setzen und den in Ihrem Umfeld bekannt zu geben – sowohl im beruflichen als auch privaten. Dadurch kommt es nicht zu Konflikten wegen zusätzlicher Termine. Was auch hilft, ist, sich einen Trainingspartner zu suchen. Entscheidend ist, die Sache so gut vorzubereiten, dass der innere Schweinehund keine Chance hat.

am Di, 23. April 2013


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