BZ-KRÄUTERFIBEL: Bärlauch bringt nötige Würze

BZ-SERIE (TEIL 1): Lothar Koch über Küchenkräuter.

KAISERSTUHL/BREISACH (gz). Kräuter sind meist nicht nur gesund, sondern auch sehr schmackhaft. Unser Kräuterexperte Lothar Koch vom Gasthaus Kaiserstuhl in Niederrotweil stellt in der BZ-Kräuterserie heute den Bärlauch vor.

Erntezeit: März bis April

Geschmack: Unsere Nase führt uns zu ihm, leider ist es dann für die Sammelzeit zu spät. Bärlauch ähnelt in puncto Geschmack und Geruch sehr dem Knoblauch, er ist etwas schärfer und pikanter.

Inhaltsstoffe: Die gesamte Pflanze enthält ätherische Öle, die den intensiven Geschmack hervorrufen, außerdem Allicin, Vitamin C und Senfölglykoside. Bärlauch ist zur Pflege der Blutgefäße geeignet, ein Bärlauchgericht stärkt Herz und Darm. Bärlauchmilch, abends getrunken, ist ein Labsal.

Anwendung in der Küche: fein geschnitten über Frühlingssalate jeglicher Art, auf Butterbrot gehackt mit mildem Meersalz und Pfeffer. Bärlauch ist in Frühlingskräutersuppen und Gemüseeintöpfen das í-Tüpferle. Er eignet sich für Kräuterbutter und als Brotaufstrich. Achtung: nicht löffelweise in großen Mengen zu sich nehmen!

Tipp: Bärlauchmilch (Medizin): Blätter fein geschnitten mit warmer Milch übergießen, 3 Stunden stehen lassen; bei Magenbeschwerden (Nerven) schluckweise über den Tag verteilt trinken.

Bezugsquelle: im Wald (aber Vorsicht: Verwechslungsgefahr mit dem hochgiftigen Aronstab oder dem Maiglöckchen, die direkt nebenan wachsen); sonst auf dem Freiburger Münsterplatz oder als Topfpflanze bei der Gärtnerei Friedrich in Sasbach.

Alle bislang erschienenen Beiträge gibt es unter http://www.badische-zeitung.de/kraeuterfibel
von gz
am Do, 22. März 2012

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