CDU, Freie Wähler und Grüne warten ab

Zurückhaltende Reaktionen auf die Ankündigung von Cornelia Rösner in die OB-Wahl zu starten.

RHEINFELDEN (ibö). Die Ankündigung von Sozialamtsleiterin Cornelia Rösner als parteilose Bewerberin für die OB-Wahl ins Rennen zu gehen (wir berichteten), kommt für die Sprecher der Fraktionen von CDU, Freien Wählern und den Grünen nicht überraschend. Übereinstimmend erklären Paul Renz (CDU), Emil Franz (Freie Wähler) und Anette Lohmann (die Grünen), dass sie mit dieser Bewerbung fast gerechnet haben. Die Gerüchteküche habe seit Wochen entsprechend gebrodelt.

Mit Bewertungen für den beginnenden Wahlkampf und die Konsequenzen der Parteien auf diese neue personelle Entwicklung halten sich die drei Kommunalpolitiker zurück. Der Frage, ob sich die CDU vorstellen könne, die einheimische Bewerberin im Wahlkampf zu unterstützen, weicht Paul Renz mit der Bemerkung aus, dass er die Arbeit von Frau Rösner als Amtsleiterin für Soziales sehr schätze, für den Oberbürgermeister sei aber vor allem ein "Generalist" gefragt. Die CDU wird deshalb ihren Weg weitergehen, das heißt selber suchen, aber auch abwarten, welche Namen mit der Eröffnung der Ausschreibung am Freitag noch ins Spiel kommen und prüfen, was sich daraus entwickeln kann. Sondierungsgespräche mit möglichen Bewerbern wird die CDU fortsetzen und Ausschau halten nach einem Kandidaten, der vom Alter her mehr als nur eine Amtszeit für Rheinfelden leisten kann. Aber ausschließen möchte Renz zum jetzigen Zeitpunkt nichts – was offenlässt, ob eine Unterstützung für Cornelia Rösner doch denkbar ist.

Emil Franz freut sich, dass eine Frau den Sprung in die Chefetage des Rathauses als Rheinfelder Kandidatin wagen möchte. Für die Freien Wähler hält er allerdings weiterhin zur Kandidatenfrage auf Abstand. "Wir lassen alles auf uns zukommen", teilt Franz dazu mit, will heißen: Erst wenn alle Kandidaten feststehen, werde man sich eine Meinung bilden, wer als Favorit Unterstützung erhält.

Ähnlich bewertet die Vorsitzende des Ortsverbands der Grünen, Anette Lohmann, die Lage. Zunächst hält sie es für gut "dass sich eine Frau bewirbt". Cornelia Rösner schätze sie als "kompetent in ihrem Bereich", meint die Gemeinderätin, gibt aber, wie auch Renz zu bedenken, dass der Oberbürgermeister der Stadt ein "Generalist" sein müsse. Vor einer Podiumsdiskussion mit den Kandidaten nach Ende der Bewerbungsfrist wollen sich die Grünen nicht entscheiden.
von ibö
am Mi, 08. Februar 2012

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