BZ-Dossier Gegenwind: Gestern

Chronologie: 75 Jahre Kolleg St. Blasien

75 bewegte Jahre: Pünktlich zum Jubiläum des Kollegs St. Blasien blickt ein Schüler auf die Geschichte seiner Schule zurück. Die Chronologie einer bewegten Zeit.

1934 Am 18. April zieht die "Stella Matutina" aus Feldkirch nach St. Blasien um: Das Kolleg St. Blasien wird eröffnet.

1939 Die Nationalsozialisten lassen das Kolleg ohne genauere Angabe von Gründen schließen.

1945 Pater Alfred Delp wird in nationalsozialistischer Gefangenschaft am 2. Februar wegen vorgeblichen Hoch- und Landesverrats hingerichtet. Das Angebot der Freilassung gegen Ordensaustritt hatte er zuvor abgelehnt.

1946 Das Kolleg wird wiedereröffnet.

1953 Eine Delegation des Bundestages stattet dem Kolleg einen Besuch ab.

1955 Der indische Bischof Andreas D’Souza besucht das Kolleg, nachdem die Kollegsgemeinschaft durch eine Spendenaktion eine Kirche und ein Pfarrhaus in Poona (Indien) gestiftet hatte.

1958 Die Hauskapelle wird restauriert und in alten Glanz gebracht.

1962 Mit dem SV Kolleg wird ein kollegsinterner Sportverein gegründet.

1965 Erstmals besucht ein (externes) Mädchen das Kolleg als Schülerin.

1968 Aufgrund von Personalproblemen des Jesuitenordens steht das Kolleg im Frühjahr kurz vor der Schließung. Die Schule soll aus St. Blasien verlegt werden.

Nach langen Konferenzen am Pfingstmontag ist das Weiterbestehen des Kollegs in St. Blasien gesichert.

Ein neuer Rechtsträger wird am Kolleg errichtet und die Schulverfassung geändert, um mehr "innere Demokratie" zu schaffen.

1969 Der Trägerverein des Kollegs wird gegründet, um "sich zu bemühen, das Kolleg zu tragen, zu erhalten und in jeder Hinsicht zu fördern".

1971 Der Ostflügel wird wieder in dem Zustand von vor dem Brand 1874 aufgebaut und somit die Lücke in den Kollegsmauern geschlossen.

1973 Nach der Fertigstellung der Wiederaufbaus des Ostflügels wird der Neubau eingeweiht.

1974 Das Kolleg St. Blasien feiert das 40-jährige Jubiläum des Umzuges aus Feldkirch.

1977 Am Freitag vor Pfingsten, dem 28. Mai, entsteht ein Großbrand im Klostergebäude und verursacht verheerenden Schaden.

Bereits am 31. Mai wird mit dem Wiederaufbau des Kollegsgebäudes begonnen.

1978 Der Wiederaufbau nach den Brandschäden im Kollegsgebäude ist am 20. Oktober abgeschlossen.

1980 Die "Alte Mühle" wird nach einem früheren Einsturz wieder in ursprünglicher Gestalt errichtet.

1981 Die erste Schülerzeitung des Kollegs, "Wild", erscheint – und wird aufgrund eines kontroversen Artikels prompt zensiert.

1983 Das Kolleg St. Blasien feiert sein 50-jähriges Bestehen mit großen Feierlichkeiten – streng genommen ein Jahr zu früh.

Anlässlich des 200-jährigen Domjubiläums wird im Kolleg der historische Klosterschatz um die Domrotunde ausgestellt.

Schüler gründen das Kollegsfernsehen mit eigenem Studio.

1987 Der Trägerverein beschließt, ab 1989 am Kolleg auch ein Mädcheninternat zu eröffnen.

1989 Nach der Eröffnung des Mädcheninternates in der "Alten Mühle" gibt es erstmals auch interne Schülerinnen am Kolleg.

1990 Die Kollegsleitung schreitet mit 14 Entlassungen gegen Drogenmissbrauch am Kolleg ein.

1994 Nach dem Balkankrieg geben Kollegsschüler und -lehrer Aufbauhilfe in Albanien.

Die erste Euro-Klasse wird im Kolleg St. Blasien unterrichtet.

1997 Nachdem seit einem Jahr am Kolleg Chinesisch unterrichtet wird, entstehen die ersten Partnerschaften mit chinesischen Schulen.

2003 Fast 1000 Kollegsschüler protestieren in St. Blasien gegen den Irakkrieg.

2006 Die alte "Bleiche" wird renoviert und zum neuen Musikhaus des Kollegs.

2007 Die traditionelle Kollegsbibliothek wird erweitert und umstrukturiert.

2008 Die Schülerzeitung "Gegenwind" wird gegründet und erfolgreich etabliert.

2009 Das Kolleg St. Blasien feiert sein 75-jähriges Jubiläum.

von Jona Winkel
am Mi, 03. Juni 2009 um 16:56 Uhr


Badens beste Erlebnisse