Covid-19

Corona-Fälle im Elsass bereiten im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald Sorgen

Die vielen Corona-Fälle im Elsass haben Auswirkungen auf den benachbarten Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald: Von Besuchen im Elsass wird abgeraten – und die Kreispolitik sagt Sitzungen ab.

Das Elsass grenzt direkt an den Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald an. Und das südliche Elsass soll wie ein Corona-Risikogebiet behandelt werden, heißt es am Montag in einer Pressemitteilung des Regierungspräsidiums Freiburgs. "Wir haben eine neue Lage", so Landrätin Dorothea Störr-Ritter zu Beginn der Sitzung des Struktur- und Finanzausschusses. Weil es im Kreis einen "vielfältigen Austausch" mit dem Elsass gebe, sei das eine "besondere Situation". Die Gesundheitsämter vom Rheinknie bis über den Ortenaukreis würden deshalb in Kontakt stehen, falls "flächendeckende Maßnahmen" notwendig sein würden, so die Landrätin.

"Die einzig wirklich wirksame Maßnahme wäre wohl die Grenze zu schließen. Wahrscheinlich wird es aber nicht dazu kommen", so Störr-Ritter. Solche Entscheidungen werden auf Bundes-, nicht auf Kreisebene getroffen. Laut Störr-Ritter wird geprüft, ob gemeinsame Abstrichzentren errichtet werden können. "Wir wollen zumindest dafür sorgen, dass sich das Virus langsamer verbreitet. Es wird sich verbreiten." Im Landkreis wird bislang die Infektionskette jeder Erkrankung nachverfolgt. Auf französischer Seite werden die Kontaktpersonen nicht mehr ermittelt, heißt es in einer Mitteilung des Landratsamtes. Die Behörde hat eine Sitzung des Ausschusses für grenzüberschreitende Zusammenarbeit Mitte April abgesagt. Dienstfahrten ins Elsass sind ausgesetzt. Zudem sollen nur noch wichtige Sitzungen im Amt stattfinden.

In der Mitteilung des Amtes wird dazu aufgerufen, alle Besuche, Fahrten und unnötigen Kontakte zu unterlassen. Im Landkreis sind – Stand am Montagmorgen – zehn Fälle bestätigt, in Freiburg sind es acht.
von swo
am Mo, 09. März 2020 um 17:58 Uhr

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