Corona-Regeln, die in Wehr gelten

Mehr als 50 Menschen sollen sich in der Stadt nicht zeitgleich treffen / Zustand soll bis zum 15. Juni andauern.

WEHR (BZ). Die Stadt Wehr hat eine Allgemeinverfügung in Anbetracht der Corona-Krise erlassen. Daneben hat auch die Landesregierung eine Verordnung erlassen, die zum Infektionsschutz gegen die Corona-Pandemie beitragen soll. Die BZ hat die wichtigsten Regelungen, die vorerst für die Stadt Wehr gelten zusammengefasst. In Anbetracht der sich stetig wandelnden Situation können sich diese Regeln allerdings ändern.

Versammlungen
Öffentliche aber auch private Veranstaltungen, bei denen mehr als 50 Personen anwesend wären, werden in der Stadt Wehr untersagt. Abhängig davon, wie sich die Lage entwickelt, gilt das zunächst bis zum 15. Juni. Damit geht die Stadt einen Schritt weiter als die Landesregierung, die die maximale Anzahl bei 100 Menschen festgesetzt hat.

Kindergärten
Bürgermeister Michael Thater erklärt, dass es in den Wehrer Kindergärten insgesamt drei Notgruppen mit insgesamt aktuell 14 Kindern geben wird. Diese Notgruppen sollen vor allem Eltern helfen, die einem bestimmten Personenkreis zugeordnet werden, der für die Erhaltung von kritischer Infrastruktur notwendig ist.

Dazu gehören: Berufe in den Sektoren Energie, Wasser, Ernährung, Informationstechnik, Telekommunikation, Gesundheit, Finanz- und Versicherungswesen, Transport, Verkehr und Berufe, die die medizinischen und pflegerischen Versorgung sicherstellen unter anderem Altenpflege und ambulante Pflegedienste. Des Weiteren zählen zum Personenkreis Regierung und Verwaltung, Parlament, Justizeinrichtungen sowie notwendige Einrichtungen der öffentlichen Daseinsvorsorge, soweit Beschäftigte von ihrem Dienstherrn unabkömmlich gestellt werden. Auch Menschen, die im Notfall- oder Rettungswesen einschließlich Katastrophenschutz tätig sind sowie die Bereiche Rundfunk und Presse zählen dazu.

Schulen
Auch die beiden Grundschulen bilden an allen drei Standorten Notgruppen, in der Realschule sei eine Notgruppe nicht notwendig, so Bürgermeister Michael Thater.

Kultur
Ihren Betrieb einstellen mussten in Wehr die Mediathek, Museen sowie die Volkshochschule. Das Jugendhaus in Öflingen bleibt genauso geschlossen.

Sport
Zudem sind alle Sportstätten der Stadt (Hallen, Plätze) ebenfalls geschlossen. Auch das Hallenbad ist geschlossen. Fitnessstudios in der Stadt bleiben ebenfalls zu.

Spielplätze
Gemäß der von der Bundesregierung ausgegebenen ergänzenden Anordnungen müssen auch alle Kinderspielplätze schließen.

Gaststätten
In Restaurants muss ein Mindestabstand zwischen den Tischen von 1,5 Metern gewahrt werden. Auch bei Stehplätzen muss 1,5 Meter Distanz zwischen den Gästen herrschen.
von bz
am Mi, 18. März 2020

Badens beste Erlebnisse