Kunst

Das verflixte 7. Jahr

mit Werken der 3 Stipendiaten der Sammlung 2012: Petrit Halilaj, João Maria Gusmão und Pedro Paiva

Wann
Sa, 23. Juni 2018, 10:00 - 13:00 Uhr
Weitere Termine
Wo
Donaueschingen
Fürstlich Fürstenbergische Sammlung
3.5.-26.8.18

In dieser Woche öffnet das Fürstlich Fürstenbergische Museum Am Karlsplatz in Donaueschingen nach der Winterpause wieder seine Türen. Aktuell ist die permanente Ausstellung von Fürstenberg Zeitgenössisch um Werke von Petrit Halilaj und dem Künstlerduo João Maria Gusmão & Pedro Paiva ergänzt.
Petrit Halilaj, João Maria Gusmão und Pedro Paiva waren 2012 Stipendiaten von Fürstenberg Zeitgenössisch.
Neben einer finanziellen Förderung erhielten die Künstler Wohn- und Arbeitsräume auf Schloss Heiligenberg am Bodensee und hatten so die Möglichkeit, in diesem landschaftlich wie auch geschichtlich außergewöhnlichen Kontext, neue Anregungen für ihre künstlerische Arbeit zu finden.
Im Rahmen ihres Aufenthalts entstanden bemerkenswerte Werke, die zum Teil auch auf Biennalen in Venedig zu sehen waren. Damit bestätigt sich, dass für das Stipendiatenprogramm Künstler ausgewählt werden, die trotz ihres jungen Alters bereits eine eigene herausragende künstlerische Sprache entwickelt haben und damit das Potential besitzen, zu einem nachhaltig wirkenden Bestandteil der internationalen Kunstszene zu werden.
Die unter dem Titel "Do you realise there is a rainbow even if it's night!?" auf der 57. Biennale präsentierten Skulpturen von Petrit Halilaj wurden von der internationalen Jury ausgezeichnet (siehe auch https://www.youtube.com/watch?v=GLhYzZM8VQg). Es handelt sich um überdimensionale Motten, die der Künstler aus traditionellen kosovarischen Stoffen zusammengenäht hat. Eine diese Motten ist nun nach Donaueschingen zurückgekehrt. Sie klebt an einer Wand des Museums und ergänzen das bereits bestehende, vom Künstler gestaltete Kabinett.
João Maria Gusmão und Pedro Paiva haben in Donaueschingen ein ganz neues Kabinett gestaltet. Es zeigt Situationen, in denen das Erklärbare und rational Fassbare auf das Undeutbare trifft: Die Installationen von João Maria Gusmão und Pedro Paiva bewegen sich im Bereich zwischen Mythos und Wissenschaft und erzählen von den Mysterien und der Magie der Natur.
Die besondere Wirkung der Werke brachte dem Duo schon früh eine größere Aufmerksamkeit ein, so dass die beiden Portugiesen bereits auf eine beachtliche Ausstellungshistorie zurückblicken können. Bereits zweimal waren sie auf der Biennale in Venedig vertreten - und nun auch mit einem permanenten Kabinett in Donaueschingen.
Hintergrund

»Fürstenberg Zeitgenössisch« wurde 2011 von Erbprinz Christian und Erbprinzessin Dr. Jeannette zu Fürstenberg gegründet. Das eigenständige Projekt besteht aus einem Stipendiatenprogramm, der Ausrichtung von Wechselausstellungen und dem Aufbau einer kleinen Sammlung. »Fürstenberg Zeitgenössisch« soll primär junge Künstlerinnen und Künstler fördern und begleiten, die sich durch neue Formensprachen und Konzepte hervorgetan haben und in diesem Zusammenhang in den internationalen Diskurs gerückt sind. Kuratorisch betreut wird das Programm von Moritz Wesseler.
Petrit Halilaj
1986 in Kosterrc, Kosovo, geboren, studierte an der Akademie der Bildenden Künste Brera in Mailand, lebt und arbeitet heute in Berlin, Mantua und Pristina. Halilaj wurde insbesondere mit großformatigen Installationen, Zeichnungen und Videos bekannt.
Werk: Die Basis des künstlerischen Schaffens von Petrit Halilaj bildet dessen noch junge Lebensgeschichte, die maßgeblich von den Geschehnissen und Folgen des Kosovokrieges 1998 bis 1999 geprägt wurde. In Installationen, Zeichnungen und Filmen setzt er sich mit den in dieser Zeit gesammelten Erfahrungen auseinander und untersucht mit großem Einfühlungsvermögen Themenkomplexe wie Heimat, Erinnerung und Identität. Dabei verbindet sich mit den Arbeiten Halilajs, die wie die Materialisierung der Welt der Geschichtenerzähler erscheinen, immer etwas Allgemeingültiges, so dass sie den Betrachter - unabhängig von dessen Bezug zur jüngeren Geschichte Südosteuropas - ansprechen und nachhaltig berühren.
João Maria Gusmão & Pedro Paiva
Portugiesisches Künstlerduo, 1979 und 1977 in Lissabon geboren, wo sie auch heute noch leben und arbeiten. Sie fertigen Filme, Fotografien, Skulpturen und Installationen. 2009 repräsentierten Gusmão & Paiva Portugal auf der Biennale von Venedig und erhielten für ihren Beitrag international Beachtung.
Werk: Situationen, in denen das Erklärliche und rational Fassbare auf das Undeutbare trifft, repräsentieren einen der zentralen Interessensbereiche des Künstlerduos João Maria Gusmão und Pedro Paiva. So zeigen die Arbeiten der Portugiesen sowohl physikalische Experimente, Abläufe der Natur, Episoden des Alltags oder der Geschichte, als auch übersinnliche Phänomene oder Momente der Magie. Dabei wird eigentlich Erklärliches nicht selten zu Unerklärlichem und normalerweise Undeutbares zu Deutbarem. Die Filme, Fotografien, Skulpturen und Installationen gebärden sich wie Annäherungen und Untersuchungen unserer Welt, wobei Altbekanntes nicht selten in einem gänzlich anderen Licht erscheint und sich so unzählige Fragen und Rätsel auftun.
Quelle: Veranstalter

Veröffentlicht am Di, 10. April 2018 um 13:45 Uhr

  • Karlsplatz 7
  • 78166 Donaueschingen
  • Tel.: 0771 86563
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