Der erste Satz war falsch

Pegida und religiöse Vertreter.

Dass man schon wegen eines kleinen Satzes eine Menge Aufruhr unter Lesern und in der Redaktion auslösen kann, habe ich mit der vergangenen JuZ-Ausgabe erfahren. Der Artikel zum Thema Jugendliche und Religion ("Jugendliche, Fehltritte und Lagerfeuer" in der BZ vom 10. März) kam zwar allgemein gut in meinem Bekanntenkreis an. Allerdings war ein Satz falsch – und zwar der Erste.

Ich hatte versucht, eine Verbindung zum Haupttext auf der Seite zu ziehen. In dem Text beschrieb ein JuZ-Redakteur, wie er sich auf der Anti-Pegida-Demonstration in Freiburg, Ende Januar, fühlte. Zur Recherche war ich im Internet auf die Suche nach Pegida gegangen. Im Internetlexikon Wikipedia entdeckte ich schließlich eine vermeintliche Verbindung zu Vertretern religiöser Gemeinschaften. Im Internetlexikon stand aber gar nicht drin, dass Vertreter von religiösen Gemeinschaften die Pegida stützen. In der Tat heißt es: "Vertreter von Religionsgemeinschaften (…) warnen vor Fremdenfeindlichkeit". Unter dem Druck, den Text fristgerecht zu liefern, ging der tatsächliche Wortlaut an mir vorbei, was zu diesem Missverständnis führte.

Gelernt habe ich eine ganze Menge daraus: Vertraue nie auf den ersten Wikipedia-Artikel, lies die Lexikonartikel genau durch und korrigiere deine eigenen Artikel nicht nur auf Rechtschreibfehler.

von bz
am Do, 09. April 2015


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