Marathon 2011

Der Weg der Marathonis ist diesmal noch steiniger

Läufer müssen in der Baustelle Wilhelmstraße über ein Kiesbett.

Der achte Freiburg Marathon am Sonntag lockt wieder zahlreiche Läufer auf Freiburgs Straßen. Damit mehr als 10 000 Teilnehmer sicher und gut über die Strecke kommen, muss im Vorfeld einiges geplant werden. Vor allem Baustellen sind den Sportlern da oftmals im Wege. So fragen sich Teilnehmer schon, wie sie zusammen mit Tausenden anderen Läufern durch die Baustelle Wilhelmstraße kommen sollen, die zur Streckenführung gehört.

Die Stelle, an der die Marathoni mit hohem Tempo von der Wiwili-Brücke um die Ecke biegen, ist sowieso schon eng. Und diesmal müssen sich die Läufer auch durch die angrenzende Wilhelmstraße quetschen – so sah es bis gestern aus. Der Veranstalter "runabout" hat das Problem noch erkannt, das Garten- und Tiefbauamt gestern Morgen über die Lage informiert und darum gebeten, für Sonntag eine Lösung zu finden. Die Reaktion kam prompt. Die aufgerissenen Löcher werden zugeschüttet, hieß es: Das hätte ohnehin dieser Tage gemacht werden sollen, Mehrkosten für eine Unterbrechung der Bauarbeiten seien nicht entstanden.

Für den Lauf selbst wird nun ein etwa fünf Meter breites und 120 Meter langes Kiesbett über die gestopften Löcher gelegt. Im Garten- und Tiefbauamt (GuT) hieß es gestern, dass man den Marathonläufern sogar dankbar sei, da sie den Untergrund am Sonntag fest treten würden. So könne gleich am Montag nach dem Lauf mit dem Asphaltieren begonnen werden.

Das Amt wird den Baustellenbereich in der Wilhelmstraße mit seinem für die Läufer ausgelegten Kiesbett, wie die gesamte Strecke, am morgigen Donnerstag mit dem Veranstalter abnehmen. Zuvor fährt ein GuT-Mitarbeiter nochmals die gut 21 Kilometer mit dem Fahrrad ab. Es ist davon auszugehen, dass er noch Winterschäden wie Schlaglöcher entdeckt, die dann bis zum Start gestopft werden müssen.

Bleibt die Frage, wie den Marathon-Teilnehmern das Laufen auf Kies gefallen wird. Denn kein Marathoni zieht seine Schuhe während des Rennens gerne aus, weil Kiesel reingerutscht sind. Immerhin darf mit sonnigem Laufwetter, reichlich Verpflegung und musikalischer Unterstützung gerechnet werden. Für Organisator Gernot Weigl ist der Lauf mit Musik die "weltgrößte Freiluftbühne". Wen die tollen Wetteraussichten noch zum Mitlaufen animiert haben, der kann bis Sonntag nachmelden. Die schon angemeldet sind, werden gebeten, ihre Startunterlagen bereits am Samstag abzuholen.
von fvx
am Mi, 30. März 2011

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