BZ-Serie „Weinwege am Oberrhein (11):

Die erste Etappe auf dem Ortenauer Weinpfad

BZ-SERIE "WEINWEGE AM OBERRHEIN (11): Auf dem Ortenauer Weinpfad führt die erste Etappe von Diersburg nach Ortenberg /.

Der Ortenauer Weinpfad beginnt in Diersburg beim Rathaus. Es geht gleich mit einer ordentlichen Steigung los: Man wandert auf Teer aufwärts bis zum Sportplatz Diersburg (250 m). Beim Wegweiser geht es rechts auf einem steilen Pfad durch den Wald weiter aufwärts bis zur Niederschopfheimer Handwerkerhütte (330 m). Geradeaus geht man auf einer breiten Waldfahrstraße, dem Oberen Sumpfweg (keine Angst, es ist ein fester Weg) weiter, bis man nach weiteren 1,2 Kilometern die Barackhütte (339 m) erreicht. Geradeaus kommt man, wieder auf Teer, bald aus dem Wald und zum Weiler Heiligenreute (267 m – 3 Kilometer vom Rathaus Diersburg). Man hat einen hübschen Blick ins Kinzigtal und auf Gengenbach. Vor dem Wegweiser links eine Lourdesgrotte, rechts ein alter Backofen.

Man geht geradeaus auf einem Teersträßchen abwärts. Links vom Weg sind die ersten Reben. Bei einem Wegekreuz nimmt man rechts steil abwärts den Fuchsbühlweg. Bei den ersten Häusern von Berghaupten geht man auf der Dorfstraße links bis zum Wegweiser Berghaupten-Untertal (174 m – 5 Kilometer seit Diersburg). Man biegt rechts ab und ist nach 200 Metern bei der Erholungsanlage Klingelhalde (200 m über dem Meer). Es geht jetzt rechts auf dem breiten Wolfsgrubenweg durch den Wald bis zu einem Rastplatz, danach auf dem Kammweg bis zum Burgstall (286 m). Links tritt man aus dem Wald, genießt den weiten Blick in Richtung Gengenbach, und wandert in Serpentinen durch den Rebberg abwärts bis Steglenz, einem einsamen Bauernhof.

Jetzt muss man aufpassen: Der Weg geht unterhalb des Hofes kaum erkennbar durch die Wiese weiter. Der schmale Pfad führt zum Wegweiser Brumatt (210 m). Nun wendet man sich auf dem Teersträßchen nach links. Rechts steht ein sehr altes Steinkreuz. Man überquert bei der Bushaltestelle Wingerbach die Straße nach Bermersbach. Beim Wegweiser Langmatt (180 m) muss man sich links halten. Am Waldrand steht der Wegweiser Ziegelwaldeck (177 m). Man geht auf der Teerstraße weiter.

Nun verläuft der Weg links ab wieder auf einem Erdweg (zugleich Hotzenplotzweg für Familien mit Kindern). Rechts Rastplatz beim Unkenbrunnen. Man lässt den Ziegelwaldsee (178 m) links liegen. Rechts kann man die Reste eines römischen Brennofens betrachten. An der Kreuzung Im Ziegelfeld (175 m) rechts ab und auf einer Brücke über die B 33. Man erreicht nach einem Kilometer Gengenbach auf der Bürgermeister-Herb-Straße, überquert die Hansjakobstraße und geht auf der Brückenhäuserstraße bis zum Wegweiser Gengenbach Brückenhäuser (175 m). Vor der Brücke über die Kinzig die Flößerkapelle, daneben das Standbild eines Flößers und der Hinweis auf das Flößermuseum. Nach der Brücke überquert man die Bahn und kommt durch das Kinzigtor (176 m) in die malerische Altstadt von Gengenbach und zum Marktplatz. Seit Diersburg hat man die Hälfte der Tagesetappe, etwas über 10 Kilometer, zurückgelegt.

Nachdem man sich in Gengenbach umgesehen hat, setzt man die Wanderung beim Oberen Tor (180 m) fort. Man geht die Nollenstraße leicht aufwärts, vorbei am Schulzentrum, zum Wolfsweg (210 m). Diesem folgt man weiter bis zur Celenusklinik und zum Rastplatz an der Wolfslache (245 m).

Der Ortenauer Weinpfad geht halblinks auf einer breiten Waldfahrstraße weiter in Richtung Reichenbach. Beim Schäublebrunnen beginnt ein kleiner Pfad. Rechts ein Gedenkkreuz von 1810 für die ledige Walburga Bau, die dort von einem Baumstamm erschlagen wurde. Der Pfad führt in Serpentinen hoch zum Waldrand. An einer Wegegabel kommt man rechts zur Straße nach Reichenbach. Vom Wegweiser Santis Claus (245 m) mit dem Bildstöckchen für den heiligen Nikolaus bis zum Wegweiser Vogelsang (235 m) folgt man dieser Straße links abwärts. Dort zweigt der Weinpfad rechts ab. Man folgt dem Niederholzweg, einer Waldfahrstraße, bis man an den Rand des Waldes kommt. Beim Wegweiser Niederholz (220 m) hat man einen guten Ausblick. In einem Hohlweg geht es hinunter zu den Höfen von Reichenbach. Man überquert die Talstraße und geht auf einem Teersträßchen Sommerwald durch Obstwiesen aufwärts zum Holzereck (222 m).

Durch den Wald kommt man am Unteren Wolfshag an die Gemarkungsgrenze von Ohlsbach. Abwärts und aus dem Wald, dann liegt Ohlsbach und das breite Vordere Kinzigtal vor dem Wanderer. Es folgt ein kleiner Rastplatz und der Friedhof von Ohlsbach (205 m). Am Friedhof entlang geht es steil abwärts bis zu der Straße In der Liesi, links auf die Straße Weißenbach und zum Wegweiser Heckgässle (189 m). Der folgende Boerscher Platz bildet die Ortsmitte von Ohlsbach (179 m). Von Gengenbach waren es 5,5 Kilometer.

Man geht links am Rathaus von Ohlsbach vorbei, über einen großen Platz und auf dem Bühlweg (190 m) zuerst geradeaus und dann rechts aufwärts. Am Ortsrand, bei der Wegekreuzung Ohlsbach Mittellehen (213 m), geht der Ortenauer Weinpfad links weiter. Man sollte aber auf keinen Fall den kleinen Umweg rechts aufwärts zur Kapelle Maria im Weinberg scheuen. Auf dem kleinen Rastplatz vor der Kapelle kann man sich lange nicht von der prachtvollen Aussicht losreißen.

Beim Wegweiser Wildegraben (248 m) trifft man im Wald wieder auf den Weinpfad. Auf einem Wiesenweg geht man abwärts bis zum Ortsteil Büchen. Am Wegweiser Nothalde (197 m) geht es auf der Teerstraße geradeaus. An der Kreuzung beim Wegweiser Büchen (219 m) weiter geradeaus und aussichtsreich auf dem Panoramaweg hoch über dem Kinzigtal durch den Rebberg. Dann wechseln Wald und Reben bis zur Gemarkungsgrenze gegen Ortenberg an der Schanze. Ein schmaler Weg führt abwärts in die Reben von Schloss Ortenberg, das voraus in den Blick kommt. Zuerst am Waldrand entlang, danach wandert man auf den Teerwegen durch die Reben und geht am Wasserreservoir vorbei. 200 Meter vor Schloss Ortenberg entdeckt man, unterhalb des Weges, im Rebberg einen Menhir, den Pipelisstein.

Morgen lesen Sie: Auf dem Weinpfad von Ortenberg nach Oberkirch

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von Peter Gürth
am Do, 21. April 2016

Die Tour

» Tageswanderung von Diersburg nach Ortenberg, rund 19 Kilometer. Der Ortenauer Weinpfad beginnt mit zwei kräftigen Anstiegen in Diersburg und in Berghaupten. Wer die vorgeschlagene Tagesetappe bis Ortenberg bewältigen möchte, muss die ausführliche Besichtigung von Gengenbach auf ein anderes Mal verschieben. Der Weg bis Gengenbach verläuft überwiegend durch den Wald, es folgen zwei Rebberge mit herrlicher Aussicht über das breite Vordere Kinzigtal: in Ohlsbach von der Kapelle Maria im Weinberg und von Schloss Ortenberg aus.

Anfahrt:
Von Ortenberg fahren RVS-Regionalbusse zum Offenburger Hauptbahnhof.
Fahrplanauskunft: http://www.efa-bw.de

Markierung: Blaue Traube in einer roten Raute auf weißem Grund  

Autor: vacs

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