Endingen

Drei Bewerber bleiben bei der Bürgermeisterwahl im Rennen

Jetzt ist es amtlich: Felix Fischer, Jörg Dengler und Tobias Metz treten bei der Bürgermeisterwahl am 2. Dezember in Endingen an. Werner Semmler und Andreas Schmidt zogen rechtswirksam zurück.

Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Endingen haben bei der Bürgermeisterwahl am 2. Dezember die Wahl zwischen drei Bewerbern. Nach Werner Semmler zog am Mittwoch auch Andreas Schmidt seine Kandidatur zurück, wie der Gemeindewahlausschuss am Abend in öffentlicher Sitzung feststellte. Damit fordern in den nächsten Wochen Felix Fischer und Jörg Dengler den im ersten Wahlgang führenden Tobias Metz heraus. Neue Bewerbungen gingen nicht ein.

Schmidt: Wertvolle Erfahrungen gemacht

"Ich wollte erfahren und wissen, ob der Beruf und das Amt des Bürgermeisters die Intention für meine Zukunft ist", betont Andreas Schmidt in seinem Schreiben an den Gemeindewahlausschuss. Er habe "wertvolle und neue Erfahrungen" gemacht. Schmidt: "Während des Wahlkampfs wurde mir erst richtig klar, welche Probleme Endingen bereits hat und welche die Zukunft der Stadt erst noch bringt. Schlagartig wurde mir klar, warum kein Verwaltungsprofi Bürgermeister in Endingen werden wollte." Als Anfänger freue er sich über den Wahlerfolg, so Schmidt, "doch ich gebe auch ehrlich zu: Ich bin froh, dass ich nicht gewählt wurde und mir die Last erspart geblieben ist. Während des Wahlkampfs wurde mir klar, dass ich noch mehr Wissen und noch mehr Erfahrung benötige, um mich in einem so wichtigen Amt durchzusetzen." Er danke seinen Wählerinnen und Wählern für das Vertrauen und für die interessanten Begegnungen und Gespräche.

Eine Wahlempfehlung wolle er nicht abgeben, so Schmidt. Dennoch signalisiert er Sympathie für Felix Fischer. Dieser habe sich nach seiner Meinung am besten in alle Endinger Probleme und Themen eingearbeitet und stehe für einen "wahren Politikwechsel".

Fischer: Demokratie lebt von Auswahl

"Als Demokrat bin ich überzeugt davon, dass die Demokratie von der Auswahl lebt", betont Felix Fischer in einer Erklärung am Mittwochabend. Er danke seinen Wählerinnen und Wählern im ersten Wahlgang für das Vertrauen. Nach mehr als vier Monaten Wahlkampf seien die kommenden zweieinhalb Wochen im Verhältnis zur Amtszeit eines Bürgermeisters eine marginale Zeitspanne. Er wolle beweisen, so Fischer, "dass ich die Ausdauer und Energie für das Amt des Bürgermeisters von Endingen, Amoltern, Kiechlinsbergen und Königschaffhausen mitbringe". Er wolle weiterhin konstruktive Lösungsvorschläge für komplexe Problemfelder aufzeigen, offener Ansprechpartner für die Anliegen der Bürger sein, "Gutes bewahren und die Gesamtstadt bei entscheidenden Zukunftsfragen mit frischen Ideen und Durchsetzungskraft voranbringen". Er freue sich auf einen "von nun an hoffentlich fairen und sachlichen Wahlkampf, denn einen solchen hat die Stadt, ebenso wie wir Kandidaten in einer Demokratie verdient."

Dengler: Breites Spektrum bieten

Jörg Dengler erklärt, er habe sich nach vielen Gesprächen, vielen E-Mail-Zuschriften und nach reiflicher Überlegung entschlossen, seine Kandidatur auch für den zweiten Wahlgang aufrechtzuerhalten. "Ich möchte damit dazu beitragen, den Wählerinnen und Wählern ein breiteres Spektrum an politischen Wahlmöglichkeiten und Zukunftskonzepten zu bieten und damit auch eine hohe Wahlbeteiligung im zweiten Wahlgang erreichen", so Dengler am Mittwochnachmittag.

Wahlkampfzeiten seien auch Zeiten der politischen Meinungsbildung. Er stehe allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern weiter zur Verfügung, um die in Gesprächen und Diskussionen gemeinsam erarbeiteten Lösungsmöglichkeiten und Entwicklungsperspektiven für Endingen und die verschiedenen Standpunkte dazu zu diskutieren. Er ermuntere seine Wähler, "weiter ein Zeichen zu setzen, dass sie sich eine nachhaltige, soziale und umweltverträgliche Weiterentwicklung der Stadt und ihrer Winzerdörfer wünschen, die sich den großen Herausforderungen der Zukunft stellt".

Mehr Infos im BZ-Dossier zur Endinger Bürgermeisterwahl unter mehr.bz/endiwahl18
von mw
am Mi, 14. November 2018 um 19:05 Uhr

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