Kunst

Duett in drei Dimensionen / Trois dimensions en duo

Geometrische Formen von Ueli Gantner und Natacha Caland

Wann
So, 27. Oktober 2019, 11:00 - 13:30 Uhr
Weitere Termine
Wo
Freiburg
Stiftung für Konkrete Kunst Roland Phleps
Ueli Gantner und Natacha Caland begegneten sich 2013 und entdeckten die auffallende Nähe in ihren künstlerischen Arbeiten. Ihre Werke, bestehend aus Systemen fortschreitender Module, spielen mit Licht, Schatten, Bewegungen und lassen so einfache geometrische Formen sichtbar werden. Neben ihren eigenständigen, persönlichen Forschungen begannen sie sich auszutauschen und zusammenzuarbeiten, dabei verbindet sich immer mehr das Geistige in ihren künstlerischen Inhalten. Die Ausstellung bietet die Gelegenheit, ihre gegenseitigen Annäherungen im zeitgenössischen Konstruktivismus zu entdecken.
Ueli Gantner, Bildhauer und 3D-Gestalter, mit seinem Werk bei europaweiten Ausstellungen anerkannt, war mit seinen Lamellenreliefs und Eisenplastiken, die sich in der absoluten Reduktion auf das Wesentliche konzentrieren, bereits im Jahr 2017 Gast in der Skulpturen-halle der Stiftung. In beeindruckender Weise zeigt er, wie der rationale Ansatz der Konkreten Kunst »nicht zu trocken, zu formalistisch« sein kann, sondern »im Gleichgewicht ist mit dem ästhetischen Ansatz« (Roland Phleps, 2018). Die Basis seiner Arbeiten ist fast immer das Quadrat. Ab und zu kombiniert er es auch mit Kreisen, Dreiecken, platonischen Körpern wie Tetraeder oder Oktaeder. Seinen Werken geht wohlüberlegte Planung voraus, in der er Formen, Kontraste, Gegensätze, Farben, Proportionen in ein stimmiges Verhältnis bringt. In der Auseinandersetzung mit Licht und Schatten, Verdichtung und Auflösung im Raum, entstehen die weißen Reliefs, um mit einem Minimum an Mitteln eine Aussage zu machen.
Natacha Caland wurde in Epinal geboren, studierte Architektur (mit Diplom) an der Fachhochschule ENSAS in Straßburg, wo sie heute lebt und arbeitet. Ihre farbigen Holzreliefs irritieren zunächst den Betrachter, hinterfragen seine Wahrnehmung. Zwischen der Immobilität der skulpturalen Formen und der Bewegung, die das Auge schafft, ist man zunächst nicht in der Lage, den Kontakt von Formen und Farben zu assimilieren, ehe man, fasziniert von der Wandlungsfähigkeit des Erscheinungsbildes der Kunstwerke, ihren hohen ästhetischen Reiz erlebt.
Quelle: Veranstalter

Veröffentlicht am Mo, 19. August 2019 um 16:17 Uhr

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  • 79098 Freiburg im Breisgau
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