Klassik

Heimkehr, Versöhnung und Abschied: Beethovens drei letzte Klaviersonaten in Freiburg

Wann
Fr, 9. Oktober 2020, 20:00 Uhr
Wo
Freiburg
Historisches Kaufhaus
Vorverkauf
Ticket kaufen
Vorverkauf auch unter
Tel.: 0761 - 496 88 88 oder bei den
BZ-Geschäftsstellen
Veranstalter
JANUS-ENSEMBLE

UPDATE:
Wegen der Corona-Pandemie ist der Zugang zu vielen Veranstaltungen beschränkt, andere finden nur online statt. Eine Verordnung des Landes Baden-Württemberg erlaubt seit dem 1. Juni 2020 wieder Veranstaltungen mit festen Sitzplätzen, sofern Veranstalter ein Hygienekonzept erarbeitet haben. Kultureinrichtungen wie Theater und Konzerthäuser sowie Kinos, welche diese Anforderungen erfüllen, können seither wieder öffnen. Seit dem 1. August dürfen wieder bis zu 500 Menschen an einer Veranstaltung oder an Messen teilnehmen. Ab. 1. September sind Messen mit mehr als 500 Teilnehmern wieder erlaubt. Großveranstaltungen mit mehr als 500 Menschen bleiben jedoch bis Ende Oktober verboten. Auch in der Schweiz und im Elsass gelten Einschränkungen. Wir empfehlen Ihnen, sich direkt beim Veranstalter darüber zu informieren, ob die Veranstaltung stattfindet oder nicht.

Die drei letzten Klaviersonaten spielen durch ihre ästhetische Autonomie eine Sonderrolle im Schaffen Ludwig van Beethovens, dessen Name wie kein anderer für die Individualisierung der Sonatenform steht. Der faszinierend phantastische und improvisatorische Gestus der Werke hat schon immer sowohl Pianisten als auch Zuhörer in seinen Bann gezogen.

Höhepunkt der ersten Sonate der Trias ist der ausgedehnte Schlusssatz von op. 109 in E-Dur, ein Variationensatz, dessen magisches Thema in apotheotischer Dimension wiederkehrt und darin stark an Bachs Goldbergvariationen erinnert. In der Sonate op. 110 in As-Dur beschreitet Beethoven einen anderen Weg: er beginnt mit einer Pose der Unschuld. Über Zwist und Streit führt er zu einer tiefen, leidvollen Klage, überwindet diese aber letztlich und beschließt die Sonate versöhnlich in einem hymnischen Aufschwung. Der 1.Satz der letzten Sonate op. 111 in c-Moll, gelegentlich als Beethovens Sonate testament bezeichnet, ließe sich mit den Worten des Beethoven-Biographen Adolph Bernhard Marx als Rückerinnerung an ein mächtig umkämpftes Leben beschreiben. Der 2. Satz entzieht sich einer klaren Beschreibbarkeit: er entführt den Hörer in Sphären unendlicher Zartheit, der Einsamkeit und des Friedens.

Man darf gespannt sein wie der Pianist Tilman Krämer die drei letzten Sonaten Beethovens interpretieren wird, wird ihm doch nachgesagt, dass er über eine selten gewordene Fülle an künstlerischen Möglichkeiten verfügt, verbunden mit der noch selteneren Fähigkeit, ihren Einsatz genau abzuwägen» (Kultiversum).

Programm:

Sonate E-Dur op.109
Vivace ma non troppo. Adagio espressivo Prestissimo
Gesangvoll, mit innigster Empfindung

Sonate As-Dur op. 110
Moderato cantabile, molto espressivo
Allegro molto
Adagio ma non troppo
Fuga: Allegro ma non troppo

Sonate c-Moll op. 111
Maestoso - Allegro con brio ed appassionato
Arietta. Adagio molto semplice e cantabile
Quelle: Veranstalter

Veröffentlicht am Sa, 19. September 2020 um 12:21 Uhr

  • Münsterplatz 24
  • 79098 Freiburg im Breisgau
  • Tel.: 0761 3881133

Weitere Lokalitäten in der Umgebung

Badens beste Erlebnisse