Durch große Lagen

BZ-SERIE "WEINWEGE AM OBERRHEIN" (12):Die zweite Etappe des Ortenauer Weinpfads führt von Ortenberg nach Oberkirch /.

D ie Wanderung beginnt wieder beim Schloss Ortenberg, das heißt beim Wegweiser Pipelisstein (233 m). Zunächst wandert man lange auf geteerten Wegen durch die Reben. Auf den Tafeln des Ortenauer Panoramaweges werden der Weinbau und die Landschaft erläutert. Man kommt durch kleine Waldstücke, dann wieder in die Reben. Nach einiger Zeit kommt links ein Rastplatz mit weiter Aussicht: Man sieht Ortenberg und Offenburg, den Schutterlindenberg bei Lahr und in der Ferne den Turm des Straßburger Münsters.

Nach knapp zwei Kilometern kommt man an eine Kreuzung, wo es rechts aufwärts durch zwei Torsäulen weitergeht. Links liegt das Weingut Schloss Ortenberg (222 m). Links vom Weg ist eine interessante Sammlung von Rebsorten.

Beim Schild Bühlweg könnte man links einen Abstecher zu der sehenswerten Bühlwegkapelle machen. An der nächsten Kreuzung muss man rechts aufwärts gehen. Weiter oben geht es links weiter. 800 Meter nach dem Weingut Schloss Ortenberg steht das Wegzeichen Im Hafner (255 m). Man kommt durch die Ortenberger Spitzenlage Im Sonnenschein. Danach liegt links der Felix-Burda-Gedächtnisgarten (233 m).

Jetzt biegt man rechts auf die Dorfstraße von Fessenbach ein. Nach dem Wegweiser Schuckshof (242 m) geht es in den Wald und nach 3,5 Kilometern seit Schloss Ortenberg endlich auf einen Erdweg. Man wandert abwechselnd durch Wald und Reben und passiert die Wegweiser Fichtenhalde, Hinteres Steckenwäldele und Vorderes Steckenwäldele.

An einer starken alten Eiche vorbei folgt rechts ein kleiner Rastplatz mit einem Brunnen und nach kurzer Zeit der große Rast- und Grillplatz Spring mit einer Hütte. Auf Teer weiter, rechts das Felsenloch, dann der Wegweiser Am Tann (287 m). Man kommt zu den Häusern von Zell-Weierbach und geht links auf dem Talweg abwärts. Rechts mit der Straße Am Oberen Stein steil wieder aufwärts in die Reben (Offenburger Weinwanderweg) und nach 3,5 Kilometern seit dem Schuckshof zum Wetterfähnle (282 m). Bei der eisernen Wetterfahne hat man wieder einen weiten Blick. Vorne Zell-Weierbach mit seiner bekannten Reblage Abtsberg, dahinter Offenburg und in der Rheinebene der Turm des Straßburger Münsters.

Auf dem folgenden Erdweg wechseln sich Wald und Reben ab. 600 Meter nach dem Wetterfähnle kommt man zum Zeller Abtsberg (Wegweiser Unter der Marienquelle 270 m). An der Quelle links vom Weg steht "Johanniter Ritterordens Rebhof Brunnen am Sternberg". Man wandert auf einem Teerweg steil aufwärts und kommt beim Parkplatz Wolfsgrube (313 m) in den Wald. Auf einer breiten Waldfahrstraße erreicht man nach 1,2 Kilometern, über die ehemalige Pflanzschule und den Kahlen Bach, den Park- und Rastplatz mit Unterstellhütte Durbach Vollmersbach (232 m – 9,2 Kilometer seit Schloss Ortenberg).

Auf dem Weg nach Durbach kommt man zuerst zum Pavillon Dorfhütte. Durch Reben und Obstanlagen geht es auf die Höhe, von der aus man den bekannten Weinort vor sich hat. Durch Wiesen mit Kirschbäumen kommt man auf den Vollmersbacher Kirchweg und auf diesem hinunter zum Friedhof von Durbach. Beim Wegweiser Sendelbach (217 m) links am Friedhof vorbei und nach 1,6 Kilometern auf die Talstraße. Beim Wegweiser Grol (208 m) überquert man die Talstraße in Richtung Kirchplatz. An der Kreuzung steht eine große Kreuzigungsgruppe, links liegt das Weingut Graf Metternich mit Probierstube, rechts das Hotel Ritter. Man geht rechts an der Kirche St. Heinrich vorbei und steil aufwärts bis in die Reben des Steinbergs.

Durch den Wald, am Wegweiser Burgweg (250 m) vorbei, und am Waldrand auf einem Erdweg weiter. Rechts stehen die Rebstöcke des Klingelbergs, der dem Riesling seinen Namen gegeben hat. Vor dem Wanderer liegt das Schloss Staufenberg. Von der Ruhebank aus hat man einen herrlichen Blick auf Durbach, seine Rebberge und den Mittleren Schwarzwald. Nun wandert man steil durch den Wald zum Schloss. Man kommt in den Schlosshof, um die Schlossmauer geht es zur Weinprobe im Markgräflichen Keller oder auf die Terrasse des Restaurants.

Beim Wegweiser Schloss Staufenberg (365 m) geht es ganz links ab. Vor dem Wanderer liegt einer der schönsten Abschnitte des Ortenauer Weinpfades. Schon der Blick in den Rebenzirkus links vom Weg ist umwerfend. Auf dem Erdweg geht man zuerst zum Wegweiser Illental (360 m), von wo man rechts zur ehemaligen Stollenburg und zur Brandstetter Kapelle abbiegen könnte. Man geht aber geradeaus weiter zum Stollenwald. Rechts erzählt eine Tafel des Nesselrieder Sagenrundwegs von der schönen Melusine.

Durch den Wald wandert man hinunter zum Schwarzen Kreuz (338 m), das mit einer schaurigen Sage verbunden ist. Am Waldrand geht es weiter und bei einem Marienbild abwärts in den Wald zum Hohrank (338 m). Auf einer breiten Waldfahrstraße wandert man immer geradeaus abwärts. Rechts sieht man einen Felsblock, mit dem der Teufel einst eine ihm verhasste Kapelle zerschmettern wollte. Da der Felsblock in seinen Krallen weich wie Butter wurde, misslang der Anschlag.

Beim Rohrbacher Eck hat man einen sehr schönen Blick in das Tal der Bottenau. Man kommt weiter zum Wegweiser Fichtenbuckel (290 m) und durch die Reben von Nussbach. Weiter aufwärts steht eine kleine Kapelle mit einer Lourdesmadonna. Man wandert auf den Buckel und links hinunter zum Münsterblick (275 m).

Geradeaus sind es einige Schritte zur Aussicht in die Rheinebene, dann geht man scharf links durch den Wald weiter zum Rastplatz Münsterblick mit Hütte. Geradeaus erreicht man, drei Kilometer nach Schloss Staufenberg, die große Kapelle St. Wendelin.

Es geht auf Teer geradeaus durch die Reben weiter, mit dem Blick voraus ins Renchtal, zur nächsten Kapelle. Diesmal ist es ein moderner Bau von 1957, der dem heiligen Judas Thaddäus gewidmet ist. Rechts abwärts auf der Teerstraße bis zu den ersten Häusern von Bottenau, das man auf der St.-Wendel-Straße durchquert.

Nun wird es öde. Entlang der Straße nach Bottenau auf dem Gehweg ohne Schatten abwärts bis zum Fröschhof (187 m). Man überquert die Landstraße und geht durch Wiesen und Obstanlagen, (rechts vorbei an einer Gedenkstätte für Gefallene) steil aufwärts zum Fürsteneck (239 m – 2,2 Kilometer von St. Wendelin). Der Platz heißt nach der Burgruine, die auf einer Bergnase liegt (privat, kein Zugang).

Steil abwärts kommt man nach Oberkirch-Butschbach. Man durchquert den Ort auf der Straße Im Eckenberg. An der Kreuzung geradeaus zur Ortsmitte mit dem großen Kreuz. Mit der Butschbacher Straße überquert man die Rench auf der St. Wendelinusbrücke (189 m), danach die Raiffeisenstraße und die Bahn. Beim Zollamt (189 m) geht es rechts zum Bahnhof und geradeaus auf der Renchallee in die Ortsmitte von Oberkirch. Seit Durbach waren es 8,4 Kilometer, seit Schloss Ortenberg 19 Kilometer.

Morgen lesen Sie: Auf dem Weinpfad von Oberkirch nach Sasbachwalden

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von Peter Gürth
am Fr, 22. April 2016

Badens beste Erlebnisse