Ein dreifacher Hub für die Sinne

Badenova-Energie-Buffet: Weihnachtsküche und dazu duftende Weine und Edelbrände.

LAHR. Als Triumvirat sind Andreas Laible (Winzer aus Durbach), Markus Wurth (Edelbrand-Brenner aus Altenheim) und Foodstylist Andreas Miessmer beim Abschluss der fünften Staffel des Badenova-Energie-Buffets in Musslers Kulinarium im BBZ zu Hochform aufgelaufen.

Das Beste kommt wie immer zum Schluss: So kredenzte der Durbacher Winzer einen 2006er Plauelrain Clevener-Traminer Auslese mit sagenhaften 125 Öchsle – "fast schon eine Beerenauslese" –, der die Sinne betört. "Das ist ein Wein für die Ewigkeit", schwor Andreas Laible die Runde auf die Krönung des Abends ein. Andreas Miessmer servierte dazu dreierlei Schokolade mit Glühweinfeigenspalten und Traubentarte. Dass die Freunde der Tafelrunde mit großem Appetit das Dessert verputzten, war erstaunlich nach einem derart opulenten Mahl.

Denn Entenbrust aus dem Gewürzdampf mit Rotweinjus, Rahmwirsing und Quittenknödel machten nicht nur Lust auf Weihnachtsküche. Die Ente machte auch das Rennen. Der Duft von Sternanis, Nelke, Wacholder, Pfeffer war so berauschend, dass ein wahrer Sternenregen bei der Abschlussbewertung durch die Besucher an die Ente ging. Zum Sieg der Ente über das "Steak No.1" verhalf auch der 2010er Durbacher Plauelrain Spätburgunder Rotwein Spätlese trocken. Zwar ein recht junger Wein, den Laible erst im August auf die Flasche zog, dennoch: Es hat sich gelohnt, dass er dem Wein Zeit zur Reife gab. Seine Rebberge liegen im Plauelrain, und "bei einer 80 Prozent Steigung wird die Arbeit zur Passion", sagt Laible, und dahinter verbirgt sich seine "Begeisterung für die Natur".

Tobias Gnacke lieferte den Swing zum Menü

Die teilt auch Markus Wurth. Der Altenheimer Brenner ist Genussbotschafter Baden-Württembergs und sagt von sich: "Die Seele der Frucht einfangen ist meine Passion". Bei der Destillata 2010 wurde er wiederholt als einer der 13 besten Brenner der Welt ausgezeichnet. Sein Birnenbrand wurde 2010 und sein Quittenbrand 2011 als Sortensieger Edelbrand des Jahres ausgezeichnet. "Jetzt gibt es einen Hub für die Nase", beginnt er: Wurth beduftet mit einem Zerstäuber nicht nur seine Gäste, sondern auch Miessmers Kreationen.

So wird das "Steak No.1 mit einer Salzphilosophie" zum Sinneserlebnis. Und da kommt zusammen, was zusammen kommen soll. "Ein ausgesuchtes Stück Rindfleisch, das für mindestens drei Wochen am Knochen reift – dry age", erklärt Miessmer die alte Handwerkskunst und wirbt: "Edeka Südwestfleisch führt jetzt die frühere Rindfleisch-Steak-Kultur auf dem Markt ein."

Den bunten Herbstsalat mit einem Himbeeressig-Dressing garnierten je zwei Streifen Entrecôte und Roastbeef vom Steak No.1. Dazu gab es vier Schälchen Fleur de Sel und eine Einführung in die Philosophie des Salzes und Salzens. "Pfeffrige Ideen" wie Tasmanischer oder Langpfeffer ergänzten die Würze. Das Tüpfelchen auf dem i setzte der Edelbrandmeister mit dem Beduften der Speisen. Moderator Uwe Baumann fand nicht nur zu den trockenen Weinen spritzige Worte, sondern genoss auch das Duftbad der Edelbrände. Edgar May, dem "Soundman des Abends" gab er das Signal zum "Chill". Und Tobias Gnacke lieferte "I did it my way" und andere Swing-Klassiker.

Das Produkt ist der König der Küchen und Keller – und am Anfang steht die Natur: Gutes braucht hochwertige Zutaten: Das war es, was Keller-, Koch- und Brandmeister an diesem Abend vermitteln wollten. Ralf Jannusch, Leiter des BBZ-Servicecenters, machte dem Besuchern auch gleich Appetit auf mehr. Die sechste Staffel steht bereits. Sie beginnt im Frühjahr 2012.

Weitere Bilder gibt es unter http://www.badische-zeitung.de/lahr. Alle Berichte von den Energhiebuffets gibt es im Online-Dossoier unter http://www.badische-zeitung.de/energiebuffet-lahr
von Bettina Schaller
am Di, 29. November 2011

Badens beste Erlebnisse