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Felix Beuter, Grüne Alternative Freiburg: "Ursachen statt Symptome bekämpfen"

Zur Politik kam Felix Beuter zufällig, sagt er. Er war in verschiedenen Gruppen in Freiburg lose engagiert, erzählt Beuter, Lokalpolitik habe er damals belächelt.

Was soll man im Kleinen schon machen, solange die großen Fragen nicht gelöst sind? Aus der Haltung heraus gründete er 2014 den Freiburger Ableger der Satirepartei Die Partei – die prompt den Sprung in den Gemeinderat schaffte.

Geboren am 11. Februar 1985
Beruf: Fraktionsgeschäftsführer
Wohnort: Haslach
Hobbys: Literatur, alle Arten von Spielen

Beuter, der sein Staatsexamen in Politik, Germanistik und Erziehungswissenschaften in der Tasche hatte, wurde Geschäftsführer der neuen Fraktion JPG. In der praktischen Arbeit entdeckte er zweierlei: Zum einen, dass sich in der Kommunalpolitik die Lebensbedingungen der Menschen konkret gestalten lassen, zum anderen die Grüne Alternative, der er sich anschloss und für die er nun in den Gemeinderat einzieht.

""Meine Freundin stellt sich schon darauf ein, in nächster Zeit nicht sehr viel von mir zu sehen."Felix Beuter
Schwerpunkte sind dort für ihn die Verkehrswende, Sicherheits- und Sozialpolitik. Die Stadt müsse von der Autofixierung weg, sagt Beuter. Stattdessen sollten Radwege und die Öffentlichen ausgebaut werden. Die Sicherheitspartnerschaft gehe in die falsche Richtung, kritisiert er. Statt Überwachung und Kommunalen Vollzugsdienst will er Straßen- und Schulsozialarbeit stärken. "Ursachen statt Symptome bekämpfen", sagt Beuter. Dazu gehört auch Armutsbekämpfung und Chancengleichheit. Die Kosten der Kinderbetreuung sollen sinken, mehr Gesamt- und Ganztagsschulen eingerichtet werden. Außerdem solle Freiburg konkret die Aufnahme von Flüchtlingen in Aussicht stellen und sich um die Lebensbedingungen der Menschen in der Landeserstaufnahmeeinrichtung kümmern. Seinen Schwerpunkten entsprechend sitzt Beuter im Sozial- und Migrationsausschuss. Dazu kommen der Kultur-, der Sport- und der Theaterausschuss. "Meine Freundin stellt sich schon darauf ein, in nächster Zeit nicht sehr viel von mir zu sehen", so Beuter.

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von mft
am Mo, 05. August 2019 um 13:56 Uhr

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