Kunst

Food#2 - zwischen Werbung, Kunst, Konsum und Krise

20 Videos verschiedener Künstler

Wann
Do, 26. November 2020, 08:00 Uhr
Weitere Termine
Wo
Basel
Messeplatz Basel

UPDATE:
Aufgrund stetig steigender Infektionszahlen haben Bund und Länder beschlossen, dass ab dem 02. November 2020 bis voraussichtlich Ende November alle Theater, Konzerthäuser, Museen, Messen und Freizeitparks schließen müssen. Veranstaltungen, die für diesen Zeitraum geplant waren, müssen abgesagt werden.Auch in der Schweiz und im Elsass gelten Einschränkungen. Wir empfehlen, sich direkt beim Veranstalter zu informieren, ob die Veranstaltung stattfindet oder nicht.

1) »Food #2« mit 20 Videos auf dem eBoard des Congress Center Basel vom 16. September bis
30. November 2020
Täglich von 08:00 bis 24:00 Uhr werden 20 Videos ohne Ton auf dem eBoard des Congress Center
Basels am Messeplatz 21 beim Swissôtel Le Plaza gezeigt. Es kann zu Unterbrüchen kommen.
2) »Food #1« mit 14 Videos online @home seit dem 7. April 2020 bis Jahresende
Als Reaktion auf die Krise wurde in Kooperation mit der Mediathek der Hochschule für Gestaltung
und Kunst (FHNW) eine Web-Präsentation erstellt. Mit folgendem Link können die Videos
bequem von Zuhause aus angeschaut werden:
https://mediathek.hgk.fhnw.ch/event/videocity2020.
Thema »Food« und die Krise
Haben Sie während der Krise Ihren Umgang mit dem Grundbedürfnis Nahrung geändert? Wurden
Sie mit Hamsterkäufen, einem teilweise eingeschränkten oder rationierten Warenangebot
konfrontiert? Oder fühlten Sie sich isoliert bei Ihren Mahlzeiten in der Quarantäne? Mit der Erfahrung
der Krise änderte sich für viele die Einstellung zum Essen. Andrea Domesle hat das
Thema schon vor der Krise gewählt und einen ersten Zyklus zusammengestellt. »Food #1» mit 14
künstlerischen Videos ist nach wie vor als Web-Präsentation online. Das junge internationale
Team hat seit dem Lockdown mit Hilfe des Netzwerks der Kuratorin in vielen Ländern recherchiert:
Entstanden ist das Screening »Food #2» mit 20 Videos, welches ab dem 16. September
auf dem eBoard des Congress Center Basel gezeigt wird. Viele der 19 Künstler*innen, darunter
Absolventen von Kunsthochschulen, haben ihren ersten Auftritt in der Schweiz und in Europa.
»Food #2» ist auch als ein Zeichen der Solidarität in der Krise gedacht, um weiterhin grenzüberschreitend
Kultur anzubieten und sich weltweit auszutauschen.
»Food«
Nahrung ist derzeit ein viel diskutiertes Thema. Menschen ernähren sich vermehrt vegetarisch
und vegan und bringen damit ein ökologisches und globales Bewusstsein mit ein. »Essen« scheidet
nicht Generationen, sondern Lebensanschauungen. Wie »natürlich« Ernährung noch ist, mag
angesichts von Geschmacks-, Farb- oder Konservierungsstoffen oder auch anhand neuester Produktionsmöglichkeiten
dahingestellt sein.
»Essen« ist ein Markt und wird vermarktet. videocity.bs schaltet sich direkt an jenen Orten ein,
wo Produkte angekündigt werden und setzt sich so mit der Sprache der Werbung im Internet
wie auch auf der Strasse auseinander. Die elektronische Anzeigentafel des Congress Center Basel
ist aufgrund ihrer Grösse und Platzierung am Messeplatz eine aussergewöhnliche Auftrittsfläche.
Den Künstler*innen geht es nicht um die Konstruktion eines schönen Scheins, allenfalls
entlarven ihre Videos diesen. Sie zielen auf das Gegenteil: die Analyse der Wirklichkeit. Der
inszenierte Umgang mit Essen zeigt Lebenshaltungen auf und spiegelt verschiedene Gesellschaften
wieder.
Durch die Präsentation auf dem eBoard des Congress Center Basel und damit mitten in einem
wichtigen Güterumschlagplatz der Schweiz wird deutlich: Die Videos der Künstler*innen präsentieren
eine andere Welt als Werbung und Konsum: Die Ess-Darstellungen sind Zeugnisse vom
heutigen Leben und seiner Vergänglichkeit. Sie spiegeln aktuelle gesellschaftspolitische Fragen
zu Ökologie, Feminismus, Globalisierung, Migration, Landbevölkerung, Stadtgesellschaft, Digitalisierung,
Ethik und Nahrungsmittelproduktion. Sie führen auf diese Weise die Tradition von
Stillleben des Barocks in einem digitalen Medium weiter. So werden anhand des Themas »Essen«
kollektive Erfahrungen und auch kulturelle Unterschiede deutlich.
Quelle: Veranstalter

Veröffentlicht am Di, 27. Oktober 2020 um 15:54 Uhr

  • Messeplatz
  • 4058 Basel (Schweiz)



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