Berufsbild

Fotografen: In digitalen Zeiten

Als Anpassung an die jüngsten Veränderungen in der Branche wurde die Ausbildung zum Fotografen reformiert und differenziert.

Die Ausbildung zum Fotografen nimmt künftig Rücksicht auf die jüngsten Veränderungen in der Branche. Eine neue Ausbildungsordnung trat zum 1. August in Kraft. Zum einen wurde die fortschreitende Entwicklung der digitalen Fotografie berücksichtigt, die von Fotografen verlangt, Bilder am Computer zu bearbeiten und Bilddaten für den gewünschten Zweck zu bearbeiten. Eine weitere Neuerung ist, dass in der Ausbildung erstmals vier Schwerpunkte festgelegt wurden, teilt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) mit.

Das sind Porträtfotografie, Produktfotografie, Industrie- und Architekturfotografie sowie Wissenschaftsfotografie. Diese Differenzierung soll es den Betrieben ermöglichen, die Ausbildung besser an ihre eigenen betrieblichen Schwerpunkte anzupassen. Mit der Wissenschaftsfotografie wird die Fotografenausbildung um einen neuen Bereich erweitert. Er richtet sich vor allem an Institutionen aus Forschung, Lehre und Dokumentation, beispielsweise an Museen oder Medienzentren großer Kliniken. Dort werden spezielle bildgebende Verfahren wie Infrarot- oder UV-Fotografie eingesetzt.

Wie für den Bereich der Produkt- sowie der Industrie- und Architekturfotografie vermittelt die Ausbildung auch hier die Fähigkeit, mit besonderen Kamerasystemen umzugehen. In der Porträtfotografie soll dagegen noch mehr Wert auf die Beziehung zum Kunden gelegt werden. Auszubildende lernen den Angaben zufolge, ihnen mit besonderem Einfühlungsvermögen zu begegnen und sie zum Beispiel in ästhetischen Fragen zu beraten. In den ersten beiden Jahren sind die Ausbildungsinhalte für alle Auszubildenden gleich. Die Spezialisierung auf den jeweiligen Schwerpunkt findet erst im dritten Ausbildungsjahr statt.
von dpa
am Di, 22. September 2009

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