SC Freiburg

Freiburger Nachbarorte zeigen Interesse am Stadion

Wohin mit einem neuen Stadion für den SC Freiburg? Der Club wirft der Stadt vor, sich nicht genug zu kümmern – und bringt neue Spieler in die Debatte ein: Nachbarorte hätten sich mit Platz und Interesse an den Verein gewandt. Nur eine Drohung?

Sportdirektor Dufner schließt nicht aus, dass sich der Verein im Umland nach einem Standort umschaut – sollte sich in Freiburg nichts finden. Dirk Dufner, Sportdirektor des SC Freiburg, hat sich klar und deutlich für den Neubau einer Fußballarena in Freiburg ausgesprochen. Nur so könne auf Dauer der SC konkurrenzfähig bleiben und in der Bundesliga mitspielen.

Was die Suche nach einem geeigneten Standort anbelangt, so hätten sich auch Freiburger Nachbargemeinden an den Verein gewandt – welche genau, wollte er nicht sagen. Wird es also womöglich bald ein Stadion in Gundelfingen geben? In Bad Krozingen oder Umkirch? Auch die Alternative mit dem möglichen Bau eines Stadion beim Europa-Park in Rust wollte der Sportdirektor nicht völlig ausschließen: "Falls sich in Freiburg kein Standort findet, müsste man da sicher noch einmal Gespräche führen." Leere Drohung an die Stadt oder purer Ernst?

Gespräche mit Investoren

Der Verein hat in einer Machbarkeitsstudie fünf mögliche Standorte prüfen lassen, die dem SC von der Stadt Freiburg genannt worden waren. Die Studie hat aber so gut wie keinen Wert, weil keiner der dort untersuchten vier Freiburger Standorte für den Bau einer Arena letztlich in Frage kommt. Überprüft worden waren Standorte am Autobahnzubringer-Mitte, am Rieselfeld, auf dem Rhodia-Areal, auf dem Flugplatz und eben in Rust. Neu in der Diskussion ist das Gelände des Real-Supermartkes in St. Georgen. Der Verein wolle Gespräche mit möglichen Investoren führen, sagt Dufner.

Der Sportclub Freiburg hat mit der beschränkten Kapazität des Badenova-Stadions zu kämpfen. Eine Erweiterung ist maximal noch um 1000 Plätze möglich. Zudem entsprechen die Länge des Spielfeldes, die Möglichkeiten der Trennung der Fangruppen nicht mehr Bundesliganiveau.

Freiburgs Erster Bürgermeister Otto Neideck hält den "qualifizierten Ausbau des Badenova-Stadions" für eine Alternative. Er weist aber die Vorwürfe zurück, die Stadt kümmere sich nicht um mögliche Neubaustandorte: "Es gibt in drei bis vier Zonen der Stadt interessante Varianten, die wir untersuchen", so Neideck.

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von Joachim Röderer
am Do, 09. Dezember 2010 um 18:00 Uhr

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