Friedrich-Maurer-Park

Friedrich-Maurer-Park

Der Friedrich-Maurer-Park ist mit rund 2,8 Hektar neben dem Stadtpark die größte Parkanlage der Stadt Lahr. Er geht als sog. Gut Spierlinsrain auf einen Besitz des Zichorienfabrikanten Christian Trampler zurück, der ab 1804 Grund zunächst für einen Fabrikbetrieb, dann einen Landsitz erwarb. Der Name "Spierlin" verweist auf den Vogelbeerbaum. Das Landgut erstreckte sich ursprünglich von der Schutter bis an den Galgenberg. 1868 verkaufte eine Tochter Tramplers, Christine Charlotte, das Gut für 30 500 Gulden an den Zigarrenfabrikanten Adolf Friedrich Bader. Über dessen Tochter Frieda, Ehefrau des Rosshaar-Fabrikanten Ernst Maurer, und später ihren Sohn Friedrich Maurer (Fabrikant in Elberfeld) gelangte die Anlage an dessen Schwiegertochter Paula Maurer, die den Park samt Inventar 1959 der Stadt Lahr verkaufte mit der Auflage, ihn nach ihrem Schwiegervater zu benennen. Ein zu der Anlage gehöriger Gutshof war bereits Anfang des 20. Jahrhunderts von der Stadt Lahr erworben und überbaut worden. Stadtgärtner Erwin Mayer konzipierte und gestaltete den Park 1960 neu, u.a. eine künstliche Ruine sowie ein Denkmal zur Beschießung Straßburgs im August 1870 wurden abgetragen. Im Park befindet sich eine bemerkenswerte spätklassizistische Villa von Hans Voß aus dem Jahr 1821.

Bisher erschienene Beiträge unter http://www.badische-zeitung.de/lahr-lexikon
von tmi
am Di, 06. September 2011


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