Gegenseitige Unterstützung ist gefragt

Stadt fordert dazu auf, die Nachbarschaftshilfe auszubauen / Verwaltung hilft bei Koordination.

STÜHLINGEN (BZ). In den nächsten Tagen und eventuell Wochen werden Menschen aus Stühlingen als Schutz- und Präventivmaßnahme und auch im Falle einer Erkrankung durch das Corona-Virus vermehrt auf die Hilfe ihrer Nachbarn und Mitmenschen angewiesen sein. Davon ist Bürgermeister Joachim Burger überzeugt, weshalb die Stadtverwaltung alle gesunden Einwohnerinnen und Einwohner darum bittet, den betroffenen Menschen zu helfen.

Egal, ob sich eine Familie in Quarantäne befindet oder ältere Menschen zuhause bleiben müssen, hier und jetzt brauche es die Solidarität der Nachbarn und Mitmenschen. Gerade ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen sollten es vermeiden, sich unnötig in der Öffentlichkeit aufzuhalten, so Burger, der an das Wir-Gefühl, an gegenseitige Rücksichtnahme und Zivilcourage appelliert. "Wenn Sie in Ihrer Nachbarschaft eine Person oder Familie kennen, die Bedarf hat, bieten Sie Ihre Unterstützung an", so seine Bitte. Rücksichtnahme bedeute auch, selbstverantwortlich auf gesellschaftliche Zusammenkünfte soweit möglich zu verzichten.

Um Nachbarschaftshilfe leicht zu organisieren, hat die Stadt auf ihrer Website http://www.stuehlingen.de eine kostenlos ausdruckbare Vorlage hinterlegt, um einen Aushang im Wohnhaus, in der Straße oder im Ortsteil zu machen und sich so zu vernetzen. Weiterhin besteht die Möglichkeit, das ausgefüllte Formular an die Familienbeauftragte Andrea Barth weiterzuleiten, wo eingehende Anfragen und Angebote koordiniert werden können für den Fall, dass die Kapazität in der direkten Nachbarschaft nicht vorhanden oder bereits ausgeschöpft ist. Für diese Zwecke wurde bis vorläufig Ende März ein Bereitschaftsdienst eingerichtet: von Montag bis Freitag jeweils 8 bis 10 Uhr, unter Tel. 0173-2670947 oder per email an: barth@stuehlingen.de

Der Bürgermeister fordert die Bürgerinnen und Bürger ferner dazu auf, sich auf der Homepage der Stadt über aktuelle Entwicklungen und Verordnungen zu informieren.
von bz
am Mi, 18. März 2020

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