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Gregor Mohlberg, Linke Liste: "Politik ist harte Arbeit"

1999 machte Gregor Mohlberg seinen ersten Wahlkampf für die Linke Liste in Freiburg. Jetzt steht er als Gemeinderat in der ersten Reihe der Kommunalpolitik. Ein Schwerpunkt: die Wohnungspolitik.

Zur Politik gekommen ist Gregor Mohlberg, nachdem er als Jugendlicher aus Berlin ins fränkische Rothenburg gezogen ist. Im konservativen Bayern sei er mit seinem liberalen Berliner Herz angeeckt, erinnert er sich. Also trat er in die PDS ein, der er auch nach dem Umzug nach Freiburg die Treue hielt.

1999 machte er seinen ersten Wahlkampf für die Linke Liste, unterstützte die Bürgermeisterkandidaturen von Michael Moos und Günther Rausch, trat selbst einmal als Bundestagskandidat für die PDS an. Nun gibt es in der Linken Liste einen Generationenwechsel, nun rückt Gregor Mohlberg in die erste Reihe der Freiburger Kommunalpolitik vor – als Gemeinderat und als einer von drei Geschäftsführern der Fraktion "Eine Stadt für alle".

Geboren am 31. Oktober 1976
Beruf: wissenschaftlicher Mitarbeiter des Bundestagsabgeordneten Tobias Pflüger
Wohnort: Opfingen
Hobby: alte Fahrräder reparieren

Zentral ist für ihn die Vermittlung von Politik. "Wir müssen Politik als harte Arbeit verstehen, die konkrete Lösungen und Verbesserungen bringt", sagt er. Seine Schwerpunkte in der Gemeinderatsarbeit will er auf die Wohnungspolitik legen, wofür er in der Stadt Wien ein Vorbild erkennt: Viel Wohnraum in der Hand von öffentlichen und gemeinwohlorientierten Trägern. Das brauche es in Freiburg auch.

Das zweite große Thema wird die Klimafrage sein, in der sich im Kommunalen am schnellsten etwas verändern lässt. Für den Opfinger spielt dabei der Verkehr naturgemäß eine große Rolle. Gerade für Pendler müsse man Angebote schaffen, die das Umsteigen auf öffentliche Verkehrsmittel erleichtern: Günstiger Nahverkehr, perspektivisch auch kostenlos, und das in engerer Taktung. Dann lasse man das Auto auch mal stehen.

Um nicht an der Stadtgrenze haltzumachen, wird er sich in Verbände einbringen, die auch mit dem Umland arbeiten, sowie den Umwelt- und den Mobilitätsausschuss besetzen. Im Bauausschuss wird er stellvertretend sitzen, kündigt aber jetzt schon an: "Ich werde immer dort sein."
von mft
am Di, 20. August 2019 um 08:54 Uhr

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