Heilika von Finstingen

Heilika von Finstingen

Gestorben 1259. Zweite Ehefrau von Walther (2) von Geroldseck. Heilika entstammte dem hochadeligen Hause Finstingen (heute Fénétrange/Lothringen), deren bei Kyllburg in der Eifel gelegene Stammburg den Namen Malberg trug. Ihr Vorname ist lediglich in einer einzigen Urkunde vom 6.1.1252 (GLA 24/588) vollständig überliefert. Die zufällige Namensgleichheit mit der Burg Mahlberg bei Lahr wurde von der Geroldsecker Familiengeschichtsschreibung genutzt, um eine Herkunft Heilikas von einem Ortenauer Grafen Merboto von Mahlberg zu behaupten. Damit konnte der Besitz dieser Burg durch die Geroldsecker (seit 1246/47) auch erbrechtlich legitimiert werden. Die Mitgift Heilikas, welche nach ihrem Tod und durch den Verzicht ihrer Verwandten an Walther von Geroldseck fiel, bildete einen wesentlichen Grundstein für dessen Regionalpolitik Mitte des 13. Jahrhunderts. Stadtgeschichtlich wurde Heilika besonders durch ihre Spitalstiftung bedeutsam.

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von tmi
am Fr, 24. September 2010


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