Wahlsonntag

Heitersheimer Bürgermeisterwahl geht am Sonntag in die zweite Runde

Am Sonntag wird in Heitersheim nun noch einmal ein Bürgermeister gewählt, nachdem der erste Wahlgang keinen Sieger hervorbrachte. Drei Kandidaten sind geblieben.

Am Sonntag wird es nun endlich einen neuen Bürgermeister für Heitersheim geben. Nachdem am 12. Februar keiner der vier Kandidaten die nötige Mehrheit erreicht hatte, musste der zweite Wahlgang her. Jetzt gibt es nur noch drei Kandidaten zur Auswahl: Patrick Thoma, Urs Kramer und Christoph Zachow, die jeweils fast ein Drittel der Stimmen beim ersten Wahlgang erhalten hatten.

Wahlsonntag

Am Sonntag gilt nun die einfach Regel: Der, der die meisten Stimmen der Bürger erhält, ist neuer Bürgermeister von Heitersheim.

Beim ersten Wahlgang erreichte Patrick Thoma 33,8 Prozent der Stimmen, Christoph Zachow 33,2 Prozent, Urs Kramer 28,9 Prozent und Markus Biller 3,9 Prozent – und damit keiner der Kandidaten mehr als die Hälfte aller Stimmen, was nötig gewesen wäre. Daher dürfen die Bürger nun noch einmal den Gang zur Wahlurne antreten.

Gewählt wird wieder von 8 bis 18 Uhr in fünf Wahllokalen. Gegen 18.40 Uhr soll das Ergebnis am Rathaus verkündet werden. Gegen 19 Uhr findet dann die große Feier in der Malteserhalle mit den örtlichen Vereinen statt.

Patrick Thoma

"Ich habe weiter Haustürgespräche geführt und Infostände gemacht", erzählt Patrick Thoma. Bei Bürgerstammtische sei er außerdem in gemütlicher Runde mit den Bürgern ins Gespräch gekommen. Der 31-jährige Hoteldirektor lebt in Heitersheim und bekam im ersten Wahlgang die meisten Stimmen. Bis Sonntag will er weiter vor den Supermärkten und am Lindenplatz mit Ständen präsent sein. Auf Facebook räumt Patrick Thoma mit Gerüchten auf – etwa seien ihm Verwandtschaften und Seilschaften mit gewissen Personen nachgesagt worden – alles zu Unrecht, sagt Thoma. Der Wahlkampf werde nun "etwas schmutzig".

Urs Kramer

Auch Urs Kramer erklärt, er habe in den vergangenen Tagen durch Plakate, Anzeigen, Flyer, Haustürgespräche und Infostände auf sich aufmerksam gemacht. Außerdem habe er Gespräche mit Institutionen, Vereinen und Organisationen geführt. Die Stimmung im Ort sei nach dem Bürgerentscheid nun deutlich entspannter. Den Bürgerwillen möchte er nun, wie auch die anderen beiden Kandidaten, umsetzen. Diese Umsetzung sei nun in der zweiten Wahlkampfphase als Thema neu hinzugekommen, erklärt der 41-Jährige aus Buggingen, der derzeit das Amt für Brand- und Katastrophenschutz im Ortenaukreis leitet.

Christoph Zachow

Bis Samstag will Christoph Zachow noch Hausbesuche in Heitersheim machen, außerdem sollen noch ein paar Plakate aufgehängt und Flyer verteilt werden. Bei Stammtischgesprächen habe er mit den Bürgern über verschiedenste Themen diskutiert. Neue Themen seien die Ideen, die es für eine alternative Nutzung des Malteserschlosses gab, wie etwa eine Tagespflege, die könne man "durchaus aufgreifen und an anderer Stelle umsetzen", sagt der 37-jährige Leiter des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald, der in Breisach lebt. "Bis zum ersten Wahlgang war es fair, jetzt wird es unangenehm", sagt er. Ihm werde vorgeworfen, nicht unabhängig, sondern von Interessensgruppen gesteuert zu sein – was nicht stimme.
von Sophia Hesser
am Mi, 12. Februar 2020 um 18:26 Uhr

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