Homeoffice und flexible Dienstpläne

Beschäftigte badischer Firmen aus dem Süd-Elsass sollen daheim bleiben / Vitra in Weil hält sich dran, der Europa-Park sieht sich gerüstet.

WEIL/LAHR (malx/ch/nn/bnü). Kommen jetzt keine Elsässer mehr zum Arbeiten ins nahe Baden oder zum Lernen in die hiesige Schulen? Aufgrund der steigenden Corona-Infektionen hatte das Gesundheitsministerium in Stuttgart am Montag folgende Empfehlung ausgegeben: Arbeitnehmern, die aus dem elsässischen Département Haut-Rhin zur Arbeit nach Baden-Württemberg pendeln, sollen zwei Wochen zu Hause bleiben.

Am Dienstag teilte die Weiler Vitra AG mit, dass man sich an die Empfehlungen deutscher und Schweizer Behörden, der WHO und des Robert-Koch-Instituts halte. Mitarbeiter aus dem Elsass, "arbeiten zum aktuellen Zeitpunkt im Home-Office", in der Produktion stimme man sich ab. Zudem sind Lehrer und Schüler, die im Département Haut-Rhin wohnen, ab sofort für 14 Tage vom Besuch des Unterrichts an allen Weiler Schulen befreit.

Im Europa-Park in Rust kommen 25 Prozent der Mitarbeiter aus dem Elsass, im Wasserpark Rulantica sogar jeder zweite. Sollten diese Pendler in den nächsten Wochen zu Hause bleiben, sieht der Europa-Park dennoch keine Personalprobleme. "Wir können für diesen Fall die fehlenden Mitarbeiter über flexible Dienstpläne kompensieren", sagte Sprecherin Corina Zanger. Im Oberelsass stieg die Zahl der Infizierten innerhalb eines Tages von 193 auf 260, im Unterelsass von 53 auf 104. Drei Menschen sind an Covid-19 im Elsass gestorben.
von dpa,nn,bnü
am Mi, 11. März 2020

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