Kino

Hommage an Andrzej Wajda im Basler Stadtkino

Hommage an den polnischen Regisseur Andrzej Wajda im Basler Stadtkino.

Das Basler Stadtkino widmet unter dem Titel "Nachbilder" dem im Jahr 2016 verstorbenen Altmeister und polnischen Film- und Theaterregisseur Andrzej Wajda eine Hommage.

Der Regisseur Dominik Graf und der Filmkritiker Olaf Möller haben eine persönliche Auswahl von Filmen aus dem umfangreichen Gesamtwerk Wajdas zusammengestellt, in der Meilensteine des Weltkinos wie "Asche und Diamant" (Foto, Samstag, 6. Januar, 15.15 Uhr und Samstag, 13. Januar, 17.30 Uhr), "Landschaft nach der Schlacht" (Donnerstag, 4. Januar, 21 Uhr, Montag, 8. Januar, 18.30 Uhr und Freitag, 12. Januar, 16 Uhr) oder "Der Mann aus Marmor" (Sonntag, 7. Januar, 20 Uhr, Sonntag, 21. Januar, 15.15 Uhr und Freitag, 26. Januar, 18 Uhr) ebenso ihren Platz finden wie selten gezeigte, intimere Filme und Experimente, wie "Die Mädchen von Wilko" (Samstag, 6. Januar, 20 Uhr, Freitag, 19. Januar, 15.30 Uhr mit einer Einführung von Dominik Graf und Olaf Müller, und Sonntag, 21. Januar, 20 Uhr) oder "Pilatus und andere. Ein Film zum Karfreitag" (Montag, 22. Januar, 21 Uhr, und Samstag, 27. Januar, 15 Uhr). Am 18. und 19. Januar sind die beiden Kuratoren im Stadtkino zu Gast und teilen in Einführungen und Filmgesprächen ihre Verehrung für den großen Meister: am Donnerstag, 18. Januar, 18.30 Uhr zum Film "Lotna" und um 21 Uhr zum Film "Das Massaker von Katyn" sowie am Freitag, 19. Januar um 18.15 Uhr zum Film "Ohne Betäubung" und um 21 Uhr zum Film "Der Kalmus".

Andrzej Wajda war Chronist seines Landes, moralische Instanz und hoffnungsvoller Romantiker. Sein Werk: ein Panorama der Geschichte Polens. Seine Filme: ein Manifest für die Unbeugsamkeit des Individuums. Freiheitskämpfe im 19. Jahrhundert, Widerstand im Zweiten Weltkrieg, Auflehnung gegen den Kommunismus: Fast immer griff Andrzej Wajda zu den großen historischen Stoffen seines Landes und wusste sie auf einzigartige Weise in bewegte Bilder zu übersetzen.

Bei den kommunistischen Machthabern der 1950er-Jahre eckte der Altmeister damit genauso an wie bei der aktuellen rechtskonservativen Regierungspartei – bis zuletzt erhob er seine mahnende Stimme.

von BZ/Foto: Cinémathèque Suisse
am Mi, 03. Januar 2018


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