Energie-Buffet 18 (28. Mai 2009)

"Honigspargel & Zitronenluft"

Beim Badenova-Energie-Büfett gab es eine 2500-Euro-Spende / Spargel und Zitronenluft.

LAHR. Genießen und Gutes tun: Diese Formel geht auf für das Badenova-Energie-Büfett auf. Denn der Erlös des monatlichen Gaumenschmauses wird für einen guten Zweck gespendet. Die Einnahmen für das Jahr 2008 belaufen sich auf insgesamt 3000 Euro; sie wurden am Donnerstagabend an zwei Einrichtungen vergeben. Jeweils 1500 Euro kommen der Renovierung der Burgheimer Kirche sowie der Gutenbergschule in Lahr zugute.

Pfarrer Thomas Abraham und Trude Sommer vom Ältestenkreis der Kirche nahmen den Scheck in Empfang. Für den Förderkreis der Gutenbergschule waren Karin Binz und Michael Kempf zum Badenova-Essen gekommen. Mit von der Partie waren an diesem Abend auch Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller und Stadtrat Eberhard Roth. Wie der Moderator des Abends meinte, handele es sich dabei aber nicht um die eigentlichen Überraschungsgäste. Das waren nämlich Mitglieder der bekannten Artisten-Familie Traber aus Breisach. "Ich war überrascht, dass ich als Überraschungsgast gefragt wurde", meinte Falko Traber, der mit Frau Susanne und Sohn Fernando nach Lahr gekommen war.

"Spargel ist eines meiner Lieblingsessen", verriet Falko Traber, denn das königliche Gemüse sei gesund und auch noch schmackhaft. Außerdem gebe es Spargel in den verschiedensten Variationen.

Wie immer richtete sich auch in diesem Monat das Menü nach der Jahreszeit. "Das ist die beste Küche", meinten die Brüder Andreas und Thomas Feißt, die in bewährter Weise das kulinarische Erlebnis zelebrierten. Nach den Kräutern im April gab es am Donnerstag "Honigspargel & Zitronenluft". Aber zuerst wurde Bärlauchsuppe mit gebratenen Scampi gereicht, begleitet vom passenden Wein. Empfohlen von Diplom-Sommelière Astrid Heß gab es einen trockenen Riesling.

Nach den Jacobsmuscheln als Vorspeise warteten die rund 30 Teilnehmer auf den kulinarischen Höhepunkt: Rinderlende und Honigspargel. "Einfach köstlich", meinte ein Herr aus Kippenheimweiler, der sich als Spargelexperte outete. Er unterhielt seine Tischgenossen mit Geschichten rund um den Spargel. Die Ernte beginne Ende April und höre an Johanni am 24. Juni auf. "Damit sich die mehrjährige Staude regenerieren kann", erklärte der Spargel-Liebhaber. Und teuer sei das Gemüse schon immer gewesen; im Jahr 304 habe der römische Kaiser Diokletian mit dem Spargelerlass den Preis geregelt.

Wenn schon Süßes am Spargel, dann müsse das Dessert zurückhaltend sein, erklärten die Köche das Erdbeersorbet mit Zitronenluft. "Die Frucht gibt den Ton an", und auch der passende Begleiter müsse nicht süß sein. Er war denn auch ein trockener Sekt, mit einem Schluck Zitronenlikör veredelt. Im nächsten Monat stehen Beeren und Pfifferlinge auf der Speisekarte.

"Genießen und Gutes tun hat noch nie so gut getan", meinte der Spargel-Experte aus Kippenheimweiler auf dem Nachhauseweg.



von Renate Tebbel
am Sa, 30. Mai 2009

Badens beste Erlebnisse