Immer weniger Höfe

Freiburgs landwirtschaftliche Betriebe und Flächen in Zahlen.

Die Landwirtschaft spielt in Freiburg eine größere Rolle, als es zunächst den Anschein hat. Allerdings hat die Zahl der agrarischen Betriebe in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten deutlich abgenommen. Gab es 1979 nach Angaben des Statischen Landesamts noch 534 Höfe im Stadtgebiet, waren es im Jahr 2010 (neuere Zahlen liegen nicht vor) mit 214 Betrieben noch nicht einmal mehr die Hälfte. Rund ein Drittel hiervon sind Haupterwerbslandwirte, der Rest arbeitet im Nebenerwerb. 15 Bauern machen ökologische Landwirtschaft.

Allerdings beackert der Durchschnittslandwirt in Freiburg inzwischen deutlich mehr Felder als im Jahr 1979. Denn die landwirtschaftlich genutzte Fläche in der Stadt ist zwar auch zurückgegangen, aber nicht im gleichen Maß, sondern nur um gut zehn Prozent. Im Vergleich zu 1979 hat sie sich von 3911 Hektar auf 3446 Hektar reduziert. Insgesamt wird derzeit rund ein Viertel von Freiburgs Gemarkung landwirtschaftlich genutzt, und zwar vor allem als Ackerland (48 Prozent), Dauergrünland (30 Prozent) und für den Weinanbau (20 Prozent). Obst spielt mit zwei Prozent nur eine untergeordnete Rolle. Auf den Äckern angebaut wird vor allem Körnermais, die zweitwichtigste Kultur ist Winterweizen.

Von den landwirtschaftlich genutzten Arealen gehört nur ein geringer Teil der Stadt Freiburg selbst, sie besitzt 178 Hektar Ackerland, rund 300 Hektar Grünland und etwa neun Hektar Dauerkultur, also Obst- oder Rebflächen. Im Flächennutzungsplan 2020 sind noch etwa 130 Hektar landwirtschaftlich genutzter Flächen als potentielle bauliche Entwicklungsflächen aufgeführt.

Ebenfalls deutlich zurückgegangen ist in den vergangenen Jahrzehnten die Zahl der Viehhalter in Freiburg. 2010 gab es nur noch fünf Betriebe mit Milchkühen, 1979 waren es noch 88. In Freiburg leben außerdem derzeit gut 600 Rinder, 400 Schweine, fast 3500 Schafe, rund 2000 Hühner und gut 200 Pferde.

von jlb
am Sa, 27. April 2013

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