Infanterie-Regiment 169

Infanterie-Regiment 169

Das 8. badische Infanterie-Regiment 169 war die erste militärische Einheit, die 1898 im Zuge der Stationierungen nach Lahr kam. Sie war Teil des XIV. Armeekorps und gehörte dort in die 29. Infanterie-Division (ab 1915: 52. Infanterie-Division) und die 84. Infanterie-Brigade (ab 1915: 104. Infanterie-Brigade). In Lahr waren der Regimentsstab sowie das I. und II. Bataillon des Regiments stationiert, ein III. Bataillon stand seit 1913 in Villingen. Das Regiment wurde im April 1897 aus den IV. Bataillonen des (badischen) Leib-Grenadier-Regiments 109, des Grenadier-Regiments 110 und der Infanterie-Regimenter 25 und 111 aufgestellt und zog am 1.10.1898 in die neuen Kasernen (heute:. Industriehof) in Lahr ein. Die Friedensstärke in Lahr betrug im Mai 1913 1256 Mannschaften und 160 Unteroffiziere sowie (1910) 39 Offiziere. Während die Mannschaften knapp zur Hälfte aus Badenern bestanden, betrug dieser Anteil bei den Offizieren rund 21 Prozent. Im September 1913 wurde dem Regiment eine Maschinengewehrkompanie angegliedert, die aus 57 Mannschaften und 10 Unteroffizieren bestand. Mit Kriegsausbruch im August 1914 wurden die Lahrer Bataillone an die Westfront verlegt, während in Lahr ein Ersatz-Bataillon für die Rekrutierung und Ausbildung der Reserve gebildet wurde. Einsatzorte waren unter anderem 1915 bei Serre, 1916 an der Somme, 1917 im Oberelsass und der Champagne und 1918 an zahlreichen weiteren Orten der Westfront. Von den insgesamt 440 Offizieren und rund 22100 Unteroffizieren und Mannschaften des Regiments fielen im Ersten Weltkrieg (inkl. der Vermissten) 117 Offiziere und 3296 Unteroffiziere/ Mannschaftsdienstgrade. Die Einheit wurde nach Kriegsende bis Januar 1919 demobilisiert. 1928 wurde dem Regiment auf dem Bahnhofsplatz ein sog. Ehrenmal in Form eines überlebensgroßen Löwen geweiht, das 1974 für den Bau der Bundesstraße 415 abgerissen wurde.

von tmi
am Fr, 06. August 2010


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