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Jakob Häglsperger alias Kalipo spielt ein Live-Set in der Freiburger Passage 46

Jakob Häglsperger alias Kalipo spielt ein Live-Set in der Freiburger Passage 46.

Mit der Band Frittenbude macht Jakob Häglsperger harten Elektropunk. Als Kalipo steht er für Clubsounds zwischen House und Techno. Am Samstag spielt er live in Freiburg.

Bass, Synthesizer, Geschrei. So jedenfalls beschreibt die Onlineenzyklopädie Wikipedia die Funktion von Jakob Häglsperger in seiner Band Frittenbude, die er vor zwölf Jahren mit Martin Steer und Johannes Rögner gegründet hat. Sie steht für harten Elektropunk mit politisch aufgeladenen Texten. Zu seinem Alias Kalipo fehlt auf Wikipedia noch ein Eintrag.

Techno, Melodien, Fieldrecordings wären geeignete Begriffe, um dort die klangliche Identität seiner zwei Alben "Yaruto" (2014) und "Wanderer" (2016) zu umreißen. Viele seiner Songskizzen entstehen unterwegs, während er mit Frittenbude oder als Solokünstler auf Tour geht. So hat er der Stadt Wien mit "Donau Sunrise" ein Stück gewidmet. "Nach einem Auftritt in Wien bin ich mit Freunden an die Donau gegangen. Wir haben dort spontan gebadet. Zu der frühen Stunde hing noch der Nebel über der Stadt. Die Stimmung war sehr magisch", sagt Häglsperger, der aktuell an seinem dritten Album arbeitet. Auch darauf wird seine unmittelbare Umgebung in Form von Soundscapes und atmosphärischen Klängen verarbeitet. "Ein Song wird mit dem Klappern meines Geschirrschranks beginnen, während im Hintergrund meine Waschmaschine läuft. Dieses Stück spiele ich vielleicht auch in Freiburg", sagt er und lacht.

Eigentlich ganz der Studiomusiker, produziert hat er Alben von Marcus Wiebusch und Ira Atari, wolle er trotzdem in Clubs auftreten und sehen, wie die Leute zu seiner Musik tanzen. Genau darum geht es ja beim Ausgehen eigentlich.

Termin: Freiburg, Ahoii Club mit Kalipo,
Passage 46, Sa, 10. März, 23 Uhr

von Bernhard Amelung
am Fr, 09. März 2018


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