Kandidatencheck

Julien Bender (SPD) im Wahlkreis 281 Freiburg

Julien Bender kämpft in Freiburg für die SPD um das Direktmandat in den Bundestag. Er will, dass sich die Menschen wahrgenommen fühlen von der Politik und ist nicht nur vor Ort, sondern auch auf Instagram, Twitter und Facebook. Sein Ding ist das „große gesellschaftliche Friedensprojekt“ quer durch Europa – gegen Armut und für Sicherheit ohne den Verzicht auf Freiheitsrechte.

Julien Bender kämpft in Freiburg für die SPD um das Direkt mandat in den Bundestag. Er will, dass sich die Menschen wahrgenommen fühlen von der Politik und ist nicht nur vor Ort, sondern auch auf Instagram, Twitter und Facebook. Sein Ding ist das "große gesellschaftliche Friedensprojekt" quer durch Europa – gegen Armut und für Sicherheit ohne den Verzicht auf Freiheitsrechte.

von Julia Littmann
am Di, 29. August 2017

"Was ich im Sinn habe..."

... ist die Verantwortung meiner Generation, dass es keinen Rückschritt gibt von allem Erreichten. Für die Generation meiner 90-jährigen Großmutter sind die vielen Jahrzehnte Frieden und zumindest relativer Wohlstand in Europa viel bewusster ein unschätzbares Glück. Das müssen wir für uns alle erhalten. Indem wir, zum Beispiel, Armut bekämpfen. Ein kleiner effektiver Schritt wäre, den Topf für Jugendarbeitslosigkeit in Europa abzusichern und zu verstetigen.  

Autor: lit

"Was ich anpacken will..."

... ist diese Vermittlerrolle. Ich will quasi aus der Politik hin zur jüngeren Generation agieren. Ich will den direkten Dialog. Das heißt, ich nehme die Vorbildfunktion gerne an und ich will mich dafür stark machen, dass Politik nahbarer wird. Denn eigentlich müssten wir alle vom Brexit-Ergebnis gelernt haben, das ja am schwersten die Jungen trifft. Und ausgerechnet die sind nicht in ausreichender Zahl wählen gegangen.  

Autor: bz

"Mein Herz schlägt für..."

... die Verlierer in unserer Gesellschaft. Armut ist leider ziemlich fest zementiert. Und diese Ungerechtigkeit anzugehen, ist mir ein großes Anliegen. Ein frühes Eingreifen gegen die Ungerechtigkeit ist die Beitragsfreiheit für Kitas. Das ist nicht nur eine Entlastung für die Familien, sondern es ist auch eine wichtige und früh ansetzende Bildungschance, die für alle leicht zugänglich sein muss.  

Autor: bz

"An die Nieren geht mir..."

... diese enorme Verunsicherung der Menschen, die unsere derzeitigen Sicherheitsdebatten so sehr beeinflusst und prägt. Ganz konkret führt diese Verunsicherung oft dann zu einer wenig hilfreichen Überspitzung der Debatte, wenn etwas passiert ist. Ganz klar: Jede und jeder muss sich hier sicher fühlen können. Und zwar, ohne dass dafür unsere Freiheitsrechte geopfert werden.  

Autor: lit

Drei Ziele...

... für meinen Wahlkreis

» In Freiburg brauchen wir einen großen Schritt in der Wohnungspolitik, das steht außer Frage.
Der Stadttunnel wird erst wahr, wenn die ersten Schaufeln loslegen – da sind wir noch nicht am Ziel.
» Unsere lokale, sehr innovative Pflege müssen wir mit noch mehr quartiersbezogenen Modellen stärken.

... für die Bundespolitik

Ich möchte aus Freiburg die Impulse für ein zukunftstaugliches Verkehrskonzept in die Bundespolitik mitnehmen.
» Wir brauchen ein Einwanderungsgesetz und eine Integration, die von Erfahrungen gestützt wird – wie wir sie hier in Freiburg in großartigen Flüchtlingsprojekten machen
Ohne geht nichts: Wir müssen die weltweiten Konflikte unter Stärkung der UNO eindämmen.  

Autor: lit

"Beweglichkeit in der Politik..."

... findet heutzutage ganz erheblich auch in der digitalen Welt statt. Der digitale Wandel bringt Vorteile, aber auch Ängste. Da muss Politik beweglich und aktuell sein, mitmachen und weder den Überblick, noch die Kontrolle verlieren. Und: ein sicherer Zugang zum Netz und dem entsprechenden Knowhow ist auch Aufgabe der Politik – ganz im Sinne von Chancengleichheit. 13 Prozent der Kinder in Bedarfsgemeinschaften haben keinen Zugang zum Internet.  

Autor: lit

"Mein weiterer Weg führt mich..."

... übers Direktmandat in den Bundestag und ermöglicht mir so, an zwei so entfernten und unterschiedlichen wie spannenden Orten zu Hause zu sein. Auch hier sehe ich mich dann wieder als eine Art Mittler in beiden Richtungen.  

Autor: bz

ZUR PERSON: Julien Bender

Sieben Jahre lang war der 32-Jährige im Büro von Gernot Erler beschäftigt. Er ist unter anderem Kreisvorsitzender der SPD Freiburg, Mitglied im Landesvorstand, Delegierter für den Bundesparteitag, und engagiert sich für viele Ehrenämter und Mitgliedschaften – wie den Freundeskreis Kinder- und Jugendzentrum Weingarten, das Forum Weingarten, die BI Stadttunnel, den Verein Selbstbestimmt.Digital.

Geboren: 13. Mai 1985 in Esslingen
Wohnort: Freiburg
Beruf: Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Ausbildung: Studium Geschichte/Politik

Parteimitglied seit 2004

http://www.julien-bender.de  

Autor: lit

NACHGEHAKT: Info

"Ich bin mit Sicherheit kein Gernot Erler light"

Die Ausgangslage für Julien Bender ist denkbar schwierig: Gernot Erler war 20 Jahre lang ein vielseitiger, erfahrener und sehr respektierter Bundestagsabgeordneter. Die Sprache kommt also regelmäßig auf die großen Fußstapfen, in die nun Julien Bender als Freiburger SPD-Kandidat treten wird – in einer politischen Wetterlage, die kein mildes Klima für die SPD verspricht. Schlechte Karten für den "Neuen"?

BZ: Kriegt man das Muffensausen, wenn man just in diesen Zeiten als SPD-Kandidat bei der Bundestagswahl antreten muss?

Julien Bender: Nein, warum? Ich muss ja nicht antreten, sondern ich habe mich aus Überzeugung für diese Kandidatur entschieden. Es war klar, dass an dieser Stelle ein Generationenwechsel stattfinden muss – und der birgt immer auch Chancen. Die Reaktionen aus den Reihen jüngerer Wählerinnen und Wähler zeigen, dass gerade sie sehr aufmerksam auf diese Veränderung schauen. Da erfahre ich sehr viel, sehr positive Rückmeldung.

BZ: Neben den Chancen einer Verjüngung bleibt trotzdem das Risiko einer schmaleren politischen Ausrichtung. Auch das ist ein oft besprochenes Thema.

Julien Bender: Ich habe so lange mit Gernot Erler gearbeitet, dass ich sehr wohl auch in seinen Themen zu Hause bin. Obendrein bringe ich meine eigenen Themen mit. Ich war auch schon als Kreisvorsitzender immer breit aufgestellt – und stehe für junge Themen wie digitalen Wandel und moderne Familienpolitik.

BZ: Trotzdem ist auch Skepsis zu vernehmen, Sie hätten außer einer "Parteikarriere" wenig Lebens- und Berufserfahrung im Gepäck.

Julien Bender: Es ist kurios, dass ausgerechnet in einer Universitätsstadt meine siebenjährige steuerpflichtige Tätigkeit als Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Büro Erler als "Mangel an Berufserfahrung" belächelt wird. Ganz abgesehen davon, dass ich als Politiker in jedem Fall auch die Fähigkeit brauche, mich in sehr unterschiedliche Lebens- und Arbeitsbereiche einzudenken und diese Einsichten in den politischen Prozess einzuspeisen.

BZ: Verunsichern Sie die Wahlprognosen und skeptische Einwürfe in Sachen Fußstapfen?

Julien Bender: Ich hatte schon bei der Nominierung großen Rückhalt – und bin gelassen und zuversichtlich. Und mit Sicherheit bin ich kein "Gernot Erler light"!

Website: Kandidat-O-Mat  

Autor: lit

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