Kandidatin Claudia Warth steigt auch aus

Keine neuen Bewerber.

GUNDELFINGEN. Es wird einen Zweikampf geben um das Amt des Bürgermeisters in Gundelfingen zwischen dem 30-jährigen Verwaltungswirt Raphael Walz aus Villingen Schwenningen und dem 38-jährigen Juristen Christian Göpper aus Freiburg. Am Mittwochmorgen hatte auch Claudia Warth mitgeteilt, dass sie nicht mehr bei einem zweiten Wahlgang kandidieren wird.

Die einzige Bürgermeisterkandidatin war bei der Wahl am vergangenen Sonntag auf Platz drei gelandet. "Ich danke all meinen Unterstützern und Wählern, die im ersten Wahlgang gezeigt haben, dass sie offen sind für ein modernes Amtsverständnis", sagte Warth. Insgesamt sei Gundelfingen aber offenbar noch nicht bereit gewesen für einen Wechsel. "Damit meine ich nicht nur einen Wechsel vom Alter her, sondern auch von der Arbeitsweise", sagte Warth. Mit einem Juristen und einem Verwaltungsfachmann habe man sich eher für die "Klassiker" entschieden.

Die 33-jährige Gundelfingerin will sich auch weiterhin im politischen Gemeindeleben engagieren. "Ich habe immer gesagt, ich mache den Wahlkampf nicht aus Karrieregründen, sondern es geht mir darum, den Ort mitzugestalten." Die stärkere Einbeziehung der Bürger sei ihr weiter wichtig. "Ich stehe für eine Arbeitsweise, die sehr sachorientiert und methodisch ist und die auch vom Bürger verlangt, dass er sich einbringen muss."

Die Entscheidung, aufzuhören, sei ihr schwergefallen. Sie habe lange überlegt, ob sie versuchen soll, die Nichtwähler zu mobilisieren. Die Wahlbeteiligung lag bei 56,6 Prozent. Doch aufdringliche Hausbesuche kamen für sie nicht in Frage. "Mir war es wichtig, authentisch zu bleiben und mich nicht verbiegen zu lassen."

Bis zum gestrigen Mittwoch um 18 Uhr konnten sich Bewerber im Gundelfinger Rathaus melden. Doch bei der Gemeinde sind keine weiteren Bewerbungen eingegangen. Thomas Danner und Michael Schlegel hatten neben Warth bereits ihre Kandidatur zurückgezogen.
von Max Schuler
am Do, 23. Oktober 2014

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