Anti-Filz-Slogan

Klaus Eberhardt lässt Plakate abhängen

"Frisch, fähig, filzfrei" – dieser Slogan war dem OB-Kandidaten Klaus Eberhardt und den ihn unterstützenden Parteien doch zu heiß. Gerade aufgehängte Plakate mit dem neuen Spruch wurden wieder einkassiert.

An den Laternenmasten in der Karl-Fürstenberg-Straße waren am Samstagvormittag in etwa drei Meter Höhe etliche leere Plakatträger auszumachen: Nach einer Krisensitzung am Freitagabend haben Kandidat Klaus Eberhardt, die ihn unterstützenden SPD-Ortsvereine und die Grünen beschlossen, die erst am Vortag aufgehängten Plakate "Frisch, fähig, filzfrei" wieder zu entfernen.

Es war kurz nach Mitternacht, eine kleine Gruppe SPDler aus dem Unterstützerkreis war gerade damit fertig geworden, in der Innenstadt sämtliche neuen Plakate wieder zu entfernen, als eine Presseerklärung von Klaus Eberhardt via E-Mail versendet wurde, in der er seinen Entschluss begründete: "Ich habe mich entschlossenen, die zusätzliche Plakataktion zu stoppen, da aufgrund der aktuellen Diskussion eine falsche Interpretation denkbar ist", heißt es in der kurzen Erklärung. Zum Zeitpunkt der Konzeption des Plakates – der Entwurf war nach BZ-Informationen einer von mehreren, die Grafikerin und Grünen-Gemeinderätin Ellen Haubrichs den Verantwortlichen im Unterstützerkreis vorgelegt hatte – habe sein Unterstützerkreis "lediglich meine Unabhängigkeit als von außen kommender Kandidat verdeutlichen" wollen. "Nach wie vor" gelte, "dass ich frei und unvoreingenommen für das Amt des Oberbürgermeisters kandidiere", endet die Mitteilung. Einige Plakate mit dem Konterfei von Eberhardt und dem FFF-Slogan waren zumindest am Samstag in verschiedenen Ortsteilen aber noch zu sehen.

Auch die Grünen haben reagiert: Als Antwort auf die jüngste Presseerklärung des CDU-Stadtverbands hatte der Ortsverband für den heutigen Montag eigentlich eine Pressekonferenz anberaumt, in der es darum hätte gehen sollen, "in wieweit die Baubranche bisher ihren Einfluss auf das Rheinfelder Rathaus ausgeübt hat und möglicherweise in Zukunft ausüben wird". Am Samstag erfolgte dann die Absage: "Wir wollen nicht zusätzlich Öl ins Feuer gießen", erklärte Fraktionssprecher Heiner Lohmann.

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von rs
am So, 15. April 2012 um 21:21 Uhr


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