Lapidarium

  • Schloss Schwetzingen
  • 68723 Schwetzingen
Zum Routenplaner

Lapidarium: Alle Termine

  • Schwetzinger Festspiele Klanginstallation Heimat Vernissage Volker Staub Nikolaus Heyduck Künstlerisch-technische Mitarbeit Zur Vernissage spielt Ruben Staub »Tripa« für Klarinette solo von Volker Staub. Im Lapidarium sind die Originale der im Schlossgarten aufgestellten Skulpturen zu bewundern. Die Kurfürsten Carl Philipp und Carl Theodor stellten das Ensemble im 18. Jahrhundert zusammen. Wir sehen dramatische Jagdszenen, griechische und römische Gottheiten blicken auf uns herab. Wir begegnen menschlichen Verkörperungen der vier Jahreszeiten und der Flüsse Rhein und Donau. Ein Ensemble aus sechs Sphinxen wacht schweigend über die Szenerie. In welchem Land, in welcher Kultur befinden wir uns hier? Welche Geschichten sind hier in Stein gemeißelt? Götterwettstreit, Krieg, Vertreibung und Flucht; Forscherdrang, Wissenschaft, Liebe, Eros, Musik und Kunst Volker Staub arbeitet in seiner Klanginstallation mit den Übergängen zwischen Außen und Innen und hat dafür hochsensible Instrumente im Park installiert. Sie werden von Naturkräften und Umweltgeräuschen in kaum wahrnehmbare Schwingungen versetzt, die verstärkt und ins Lapidarium übertragen werden. Sobald der Besucher eintritt, beginnen die alten Steine zu klingen und zu sprechen. Sie erinnern sich bruchstückhaft, erzählen von Erlebtem, Gehörtem, fast Vergessenem. Fremde Musiken, Tierstimmen und Sprachen erklingen. Alles ist vertraut und doch so unbekannt. Heimat? Montag bis Freitag von 14 bis 18 Uhr | Sonntag und an Feiertagen 13 bis 18 Uhr | Eintritt frei | Ticket zum Park erforderlich

    Schwetzingen | Lapidarium

    Fr 27.04.18
    17 Uhr
    Ticket
    Klanginstallation Heimat
  • Ruben Staub, Ustad Ghulam, Mirweis Neda, Volker Staub Heimat Finissage-Konzert Ruben Staub Klarinette Ustad Ghulam Hussain Rubab Mirweis Neda Tablas Dragan Ribic Akkordeon Volker Staub Perkussion, Leitung Als die Taliban 1996 die Kontrolle über Kabul übernahmen und gemäß ihrer Auslegung der Scharia eine extreme Musikzensur einführten, wurde Herstellung, Spiel, ja sogar Besitz von Musikinstrumenten unter Androhung von Verstümmelung und Tod verboten. Allein Gesang wurde zur legitimen Musik erklärt. Die Rahmentrommel, mit der die Taliban-Lieder begleitet werden, war das einzige erlaubte Instrument. Bis heute werden Musiker in Afghanistan von den Taliban massiv bedroht. 2015 fasste Ustad Ghulam Hussain den Entschluss, seine Heimat zu verlassen und flüchtete nach Deutschland. Ustad ist von Afghanistan bis Nordindien der Ehrentitel für große Meister. Ghulam Hussain ist ein solcher, ein Virtuose auf der Rubab, einem faszinierenden Saiteninstrument, das als Nationalinstrument von Afghanistan gilt. Sowohl räumlich als auch musikalisch-stilistisch hat die afghanische Musik eine Nähe zur nordindischen Musik. Die zentralen rhythmischen Begleitinstrumente der Ru- bab sind zwei Tablas, Kesseltrommeln mit großem Klangspektrum, die aus der Musik Indiens, Pakistans und Bangladeschs bekannt sind. Sowohl das Spiel der Rubab als auch der Tabla erfordert eine ebenso virtuose wie filigrane Technik, um die charakteristische hohe rhythmische und melodische Dichte zu ermöglichen, kaum vergleichbar mit der der westlichen Musik. Dafür verzichtet die Musik dieser Länder auf wesentliche Bausteine der abendländischen Musik: die mehrstimmig ausgestaltete Harmonie und die Notenschrift. Ein Dialog der Kultu- ren, entwickelt für die Klanginstallation Heimat.

    Schwetzingen | Lapidarium

    Sa 26.05.18
    15 Uhr
    Ticket
    Heimat

Weitere Lokalitäten in der Umgebung


Badens beste Erlebnisse