Klassik

LEBENSZEICHEN - Musik überlebt alles in Badenweiler

Diogenes Quartett, Harry White, Hansjörg Albrecht

Wann
Fr, 6. November 2020, 18:00 Uhr
Wo
Badenweiler
Kurhaus
Vorverkauf
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Vorverkauf auch unter
Tel.: 0761 - 496 88 88 oder bei den
BZ-Geschäftsstellen
Veranstalter
Badenweiler Thermen und Touristik GmbH

UPDATE:
Wegen der Corona-Pandemie ist der Zugang zu vielen Veranstaltungen beschränkt, andere finden nur online statt. Eine Verordnung des Landes Baden-Württemberg erlaubt seit dem 1. Juni 2020 wieder Veranstaltungen mit festen Sitzplätzen, sofern Veranstalter ein Hygienekonzept erarbeitet haben. Kultureinrichtungen wie Theater und Konzerthäuser sowie Kinos, welche diese Anforderungen erfüllen, können seither wieder öffnen. Seit dem 1. August dürfen wieder bis zu 500 Menschen an einer Veranstaltung oder an Messen teilnehmen. Ab. 1. September sind Messen mit mehr als 500 Teilnehmern wieder erlaubt. Großveranstaltungen mit mehr als 500 Menschen bleiben jedoch bis Ende Oktober verboten. Auch in der Schweiz und im Elsass gelten Einschränkungen. Wir empfehlen Ihnen, sich direkt beim Veranstalter darüber zu informieren, ob die Veranstaltung stattfindet oder nicht.

Musik überlebt alles

Programm:

Erwin Schulhoff (1894-1942)
Fünf Stücke für Streichquartett (1923)
Allegro - Alla valse viennese - Allegro con moto - Alla Serenata. Molto Allegro - Alla Czeca. Andante

Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847)
Aus Vier Stücke für Streichquartett op. 81 Nr. 3 Capriccio

Erwin Schulhoff
Hot-Sonate für Saxophon und Klavier (1930)
Vier Sätze ohne Bezeichnung

Friedrich Gernsheim (1839-1916)
Streichquartett Nr. 5 A-Dur op. 83 (1911) Allegro non troppo - Molto vivace - Andante sostenuato e molto cantabile Allegro vivace e con brio

***
Zugabe:
Kurt Weill (1900-1950)
Yuokali - Tango-Habanera für Saxophon, Streichquartett und Klavier

Diogenes Quartett
Stefan Kirpal, Violine
Gundula Kirpal, Violine
Alba González i Becerra, Viola
Stephen Ristau, Violoncello

Harry White, Saxophon
Hansjörg Albrecht, Klavier

Komponisten und Werke im Mittelpunkt Erwin Schulhoff (1894-1942)

ERWIN SCHULHOFF - Fünf Stücke für Streichquartett Der Holocaust setzte der blühenden tschechischen Musik der 1930er Jahre ein jähes Ende und mit ihr der Kammermusik. Als Gideon Klein, Pavel Haas, Hans Krasa und mit ihnen eine ganze Generation tschechisch-jüdischer Komponisten ermordet wurden, war die gesamte Vorkriegsentwicklung der tschechischen Musik ausgetilgt. ERWIN SCHULHOFF, der bekannteste Komponist seiner Generation, als Kommunist, Jude und entarteter Komponist gleichermaßen verfolgt, starb 1942 in einem Lager. Er, der als Expressionist begonnen hatte und sich über die Neue Wiener Schule und den Dadaismus zum meist beachteten Vertreter der tschechischen Moderne entwickelt hatte, war in seiner chamäleonhaften stilistischen Vielfalt und der Leichtigkeit seines Schaffens nicht wenigen suspekt: Schulhoffs Musik sei zwar handwerklich hervorragend gemacht, doch «zum großen Teil Klischee». Unbegreiflich ist dies aus heutiger Sicht, denn Schulhoff offenbart in fast jedem Werk eine unverwechselbare Originalität von kraftvoller Eigenart.
Schulhoffs Streichquartette entstanden in den 1920er Jahren. Die Fünf Stücke für Streichquartett waren jenes Werk, mit dem ihm 1924 in Salzburg der Durchbruch gelang.

FELIX MENDELSSOHN-BARTHOLDY zählt neben Gustav Mahler zu den prominentesten verfemten Komponisten. 1936, in der Nacht vom 9. zum 10. November (zwei Jahre vor der Reichsprogromnacht) entfernten die Nationalsozialisten das ihm zu Ehren 1892 errichtete Denkmal vor dem Leipziger Gewandhaus.

FRIEDRICH GERNSHEIM zählt heute zu den vergessenen Komponisten. Der deutsche Spätromantiker, Pianist, Dirigent, Komponist und Musikpädagoge, der mit Johannes Brahms eng befreundet war, schuf u.a. vier Sinfonien, zahlreiche Instrumentalkonzerte und ein umfangreiches Oeuvre für die Kammermusik. Der Nationalsozialismus verbannte und verbot seine Musik. Im 1940 veröffentlichten Lexikon der Juden in der Musik erschien sein Name gleich in der ersten Auflage.

Weitere Erläuterungen zum Programm/zu den Werken nach dem Konzert im Gespräch bei einem Glas Wein.
Quelle: Veranstalter

Veröffentlicht am Di, 20. Oktober 2020 um 17:54 Uhr

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