Kunst

Les Shadoks - Ausstellung

Die Shadoks sind 50 Jahre alt. Eine Zeichentrickrevolution

Wann
Mi, 23. Mai 2018, 10:00 - 18:00 Uhr
Weitere Termine
Wo
Straßburg
Tomi Ungerer Museum
Ausstellung
Die Shadoks sind 50 Jahre alt. Eine Zeichentrickrevolution
Museum Tomi Ungerer - Internationales Zentrum für Illustration
16. März bis 8. Juli 2018

Zum 50. Geburtstag der beliebten französischen Trickfilmserie »Les Shadoks« organisiert das Museum Tomi Ungerer - Internationales Zentrum für Illustration im Rahmen der »Rencontres de l'Illustration« in Partnerschaft mit der Straßburger Digitalfabrik Shadok eine Jubiläumsschau. Erstmals widmet damit ein »Musée de France« dem Schöpfer dieser Kultserie, Jacques Rouxel (1931-2004), eine Ausstellung. Ihr Anliegen ist es, das Werk dieses Trickfilmers zu würdigen und in die Geschichte der Illustrationskunst des 20. Jahrhunderts einzureihen.

Zu den Helden der Serie und ihren Feinden, den Gibis, inspirierte Rouxel der absurd-surrealistische Humor Alfred Jarrys. Die stark stilisierten Figuren waren damals etwas völlig Neuartiges und meilenweit von Walt Disney entfernt. Sie zeugen von einem radikalen Wandel des Genres. Nicht nur das originelle Thema der Serie - eine Weltraum-Odyssee - entsprach ganz dem Zeitgeist, sie spiegelte auch die kulturellen und gesellschaftlichen Umwälzungen der Epoche, die in den Ereignissen von Mai '68 gipfelten. Die Shadoks verkörperten die Gegenkultur und die grenzenlose Fantasie dieser Jahre und wurden zu einer festen Größe im französischen Fernsehen, das vier Staffeln der Serie ausstrahlte (1968, 1969, 1972 und 2000). Auch in Deutschland waren »Die Shadoks« im Fernsehen und im Kino zu sehen.

Die in der Ausstellung gezeigten 250 Zeichnungen, Storyboards und Filmrollen wurden von Studio aaa (animation art-graphique audiovisuel) zur Verfügung gestellt. Das Studio wurde 1973 von Jacques Rouxel, seiner Frau, der Produzentin Marcelle Ponti-Rouxel, und dem Regisseur Jean-Paul Couturier gegründet. Ergänzt wird die Auswahl durch Archivdokumente des Französischen Filmarchivs INA und des Fotografie-Museums Nicéphore-Niépce sowie Filmausschnitte.
Von den Vorbereitungszeichnungen bis hin zum fertigen Film illustriert die Schau den überaus kreativen Schaffensprozess des Autors und die Vielfalt der von ihm verwendeten Techniken, von der klassischen Folienanimation bis hin zum »Animographen«.

Literarisches und grafisches Material von Saul Steinberg, Tomi Ungerer oder James Thurber, aber auch der »Roman de Renart« zeigen die Inspirationsquellen von Jacques Rouxel und veranschaulichen, welch bedeutenden Beitrag der innovative Geist und die Qualität dieser Serie zur Erneuerung des Animationsfilms darstellen.

In Zusammenarbeit mit aaa production und mit den Leihgaben des INA, des Musée de la photographie Nicéphore-Niépce sowie von Robert Cohen-Solal / WRWTFWW Records, Schweiz.
Mit Unterstützung des französischen Kulturministeriums (Nationale Gedenkveranstaltungen).

Kuratorische Leitung: Thérèse Willer und Cécile Ripoll, wissenschaftliche Beratung: Thierry Dejean
Quelle: Veranstalter

Veröffentlicht am Mi, 28. Februar 2018 um 11:47 Uhr

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