Leserbriefe

BI ALTENBERG
Respekt und Fairness sind gefragt
Zum BZ-Arteil "BI Altenberg fühlt sich benachteiligt" in der BZ am Donnerstag:
Eine Unverschämtheit sondergleichen! Es ist nahezu unerträglich, wie die Verwaltungsspitze demokratische Prinzipien mit Füßen tritt. Der Oberbürgermeister, der antritt "Weltbürgermeister der Integration" zu werden, ist scheinbar nicht in der Lage – oder willens – differierende Meinungen, Standpunkte oder Interessen zu vereinen. Was nützt eine Informationsveranstaltung in dieser Sache, wenn sich die Redner auf dem Podium in den meisten Punkten einig sein dürften. Es sollte sich dann eigentlich besser um eine "Werbeveranstaltung" handeln.

In Zeiten, die sich postfaktisch nennen, ist es meiner Meinung nach umso wichtiger, dass sich Gewählte – entsprechend ihres Auftrages – für Meinungsvielfalt und Demokratie einsetzen, anstatt die Bürger zu bevormunden. Die Entscheidung der Verwaltungsspitze könnte sich als Eigentor zugunsten der BI entwickeln. Dennoch befürchte ich im Hinblick auf die anstehende Bundestagswahl ein Eigentor für die Demokratie, ausgelöst durch solches Verhalten: Wenn sich Bürgerinnen und Bürger dann dem Urnengang entziehen oder Populisten – die ja selbst keine Lösungen bieten – ihre Stimmen geben.

Ein SPD-Stadtoberhaupt sollte sich der Worte Willy Brandts erinnern und mehr Demokratie wagen, Spannungen aushalten und dem Bürgerwillen mit Respekt und Fairness gegenübertreten.
Matthias Biegert, Lahr
von Matthias Biegert, Lahr
am Fr, 20. Januar 2017

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