Letzte Rast am Schnapsbrunnen

BZ-SERIE "WEINWEGE AM OBERRHEIN" (13): Auf dem Ortenauer Weinpfad geht es von Oberkirch nach Sasbachwalden /.

Die Wanderung startet in Oberkirch beim Zollamt (189 m), geht geradeaus in der Renchallee bis zur Hauptstraße (B 28) und überquert diese bei der evangelischen Kirche (ehemaliges Kapuzinerkloster). Mit der Kapuzinergasse über die Renchener Straße (L 89) in die Gaisbacher Straße und zum Wegweiser Leimenbrunnen (191 m). Danach links in den Hebelweg, wieder links in die Hansjakobstraße. Von dieser kommt man links auf den Krautschollenweg und rechts auf die Ringelbacher Straße. Nach etwa 100 Metern zweigt man links in die Brügelmatt ab und biegt rechts in den Tiergärtnerweg ein. Jetzt geht es geradeaus in der Springstraße aus der Stadt zum Wegweiser Holzacker (196 m) und auf einem Grasweg durch Obstanlagen weiter. Bei einigen Häusern wandert man aufwärts zu einem Kreuz, welches "die Rebleute zu Thiergarten zur Erinnerung an den Weinsegen in den Jahren 1837 und 1853" stifteten.

Auf einem breiten Teerweg führt der Weinpfad in Kurven steil aufwärts durch die Reben (zugleich Grimmelshausen-Rundweg und Weinlehrpfad). Oben erläutert eine Orientierungstafel den weiten Blick in die Rheinebene. Ein Denkstein erinnert an die ehemalige Ullenburg, auf der Grimmelshausen Burgvogt war. Nach einem steilen Anstieg liegt, 3,5 Kilometer nach Oberkirch Bahnhof, links die Fatimakapelle (302 m). Danach wandert man am Waldrand weiter aufwärts bis zur Thiergärtner Höhe, von der man noch mal auf Oberkirch zurückschauen kann, und zum Ochsengrund (310 m). Nach dem Maienbachweg kommt man in den Wald und wandert aufwärts bis zur Waldköpfelhütte (354 m), 1,5 Kilometer nach der Fatimakapelle.

Von dort führt der Weinpfad rechts aufwärts weiter durch den Wald. Man kommt aus dem Wald und, nach 600 Metern, zum Wegweiser Langhalde (348 m). Von dort sieht man auf die Hornisgrinde, den höchsten Berg des Nordschwarzwaldes. Auf einer neuen breiten Waldfahrstraße gelangt man zu einer kleinen Brücke über die Landstraße. Unterhalb dieser Brücke steht das Ringelbacher Kreuz (350 m).

Der Ortenauer Weinpfad geht links weiter, hinten am Gasthaus Zur Einkehr entlang, und dann wieder in den Wald. Geradeaus könnte man nach Ottenhöfen (8 km) und Allerheiligen (11,5 km) wandern. Auf einer breiten Waldfahrstraße kommt man nach 800 Metern zum Wegweiser Fischers Wäldele (335 m). Wenn man aus dem Wald kommt, steht rechts ein Bildstock. Auf einem Teerweg geht es durch die Reben. Nach einem zweiten Bildstock wird es steiler. Beim Wegweiser Sieter (295 m) geht man rechts. Links käme man nach Waldulm Kirche (1,5 km). In großen Kurven führt der Weg weiter steil abwärts durch den Rebberg, bis man die Häuser von Kutzendorf, einem Ortsteil von Waldulm, erreicht. Beim Wegweiser Tal (240 m), zwei Kilometer vom Ringelbacher Kreuz, geht man auf der Talstraße am Bach entlang leicht abwärts weiter. Nach 600 Metern und dem Wegweiser Waldulm Kutzendorf (225 m) biegt man beim Gasthaus Kreuz rechts ab, vorbei am Ziegelhof und am Häselhof. Von dort wären es nur 200 Meter nach Waldulm Kirche. Waldulm ist bekannt für seinen Rotwein. Die den Ort beherrschende Kirche stammt in ihrer heutigen Form von 1888. Man verlässt Kutzendorf. Links steht ein altes Kreuz von 1679. Als nächstes folgt der Schlosshof (235 m). Links ein Kuriosum: eine Birke, die auf einer Esskastanie wächst.

Auf der Straße Eichwäldele geht es sehr steil aufwärts. Kappelrodeck und der Dasenstein kommen in den Blick. Rechts führt der Weg zum Schloss Rodeck, einem Neubau im Stil der Neorenaissance auf der Grundlage einer alten Burg (Privatbesitz). Vom Wegweiser Kappelrodeck Scheuerhof (250 m) an geht es sehr steil abwärts und in die Jahnstraße. Dann kommt man in die Waldulmer Straße und in den Ortskern. Seit Oberkirch hat man zehn Kilometer zurückgelegt.

Man überquert die Hauptstraße von Kappelrodeck, folgt der Trompeterstraße (215 m) und überquert die Acher, danach geht es links über die Bahn. Man kommt in das Viertel am Flüsschen mit dem Namen Venedig. Man geht unter der Schnellstraße durch und geradeaus auf der Straße Auf der Klaus durch Obstwiesen und Reben in den Ortsteil Steinebach (230 m). Von dort aus könnte man einen Abstecher zum Dasenstein machen.

Man wandert links auf einem Teerweg steil aufwärts. Geradeaus könnte man zur aussichtsreichen Blosenkopfkapelle, die 1956 für die Gefallenen beider Weltkriege errichtet wurde, hinaufsteigen. Der Weinpfad geht links weiter durch die Reben und noch mal abwärts zu den letzten Häusern von Steinebach. Dort geht es nach wenigen Metern rechts wieder in die Reben aufwärts. Nun wechseln geteerte Stücke und Erdwege, rechts in den Kastanienwald. Wenn man aus dem Wald herauskommt, darf man sich nicht auf die Landstraße hinunterwenden, sondern muss dem schmalen Pfad oberhalb bis zum Knetschwasen (265 m), etwa drei Kilometer von Kappelrodeck, folgen.

Von der Höhe des Knetschwasens sieht man schon in das Tal des Sasbaches. Es geht rechts durch eine Wiese mit Kirschbäumen weiter und an der Gabel auf dem oberen Weg in den nächsten Kastanienwald. Beim nächsten Wegweiser geht der Weg unten weiter. Man kommt durch Obstwiesen, wieder in den Wald und schließlich in die Reben. Den folgenden Hof lässt man links liegen. Danach kommt man zum Wegweiser Obere Eck und bald bei einem der Höfe zum ersten Schnapsbrunnen. Man genießt einen Kirsch (nicht ohne Geld in die Kasse zu legen) und die Aussicht in die Rheinebene.

Vom Grieseneck (360 m) geht es auf einem breiten Teerweg abwärts zum Kappelberg (337 m). Ein Wiesenweg bringt den Wanderer weiter abwärts und ein kleiner, etwas verwinkelter Pfad mit einer Treppe schließlich beim Altenrain (243 m) in den Kurpark von Sasbachwalden.

Es geht zweimal über den Bach und eine Treppe hinauf, an einem großen Kreuz und der Kirche vorbei, zum Etappenziel, zum Rathaus von Sasbachwalden (250 m). Seit dem Knetschwasen waren es 2,4 Kilometer, der ganze Weg seit Oberkirch 15,5 Kilometer.

Am Montag lesen Sie:
Von Burg zu
Burg von Sasbachwalden nach Bühlertal

Alle Beiträge der Serie unter      mehr.bz/weinwanderungen


von Peter Gürth
am Sa, 23. April 2016

Badens beste Erlebnisse