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Maria Mena, Urbanes Freiburg: "Freiräume mitdenken"

Aus der zweiten Reihe an die Spitze: Maria Mena war ursprünglich bei Urbanes Freiburg begleitend dabei. Jetzt sitzt sie für die neue Liste im Gemeinderat und will die urbane Entwicklung mitgestalten.

Die ersten Berührungspunkte mit der Stadtverwaltung und den Gemeinderatsfraktionen hatte Maria Mena als Vorsitzende des Kulturzentrums Artik. Bald kam noch ihre Position im Migrantenbeirat dazu, dessen stellvertretende Vorsitzende die gebürtige Costa Ricanerin seit einem Jahr ist. Der Wechsel in die aktive Kommunalpolitik hatte sich daher angeboten. "Anfangs war ich bei Urbanes Freiburg eher begleitend dabei, ich bin dann nach und nach mehr reingerutscht", sagt Mena.

Aus der zweiten Reihe an die Spitze

Ursprünglich habe sie ihre Rolle eher in der zweiten Reihe gesehen – "das ist wohl bei vielen Frauen so", sagt sie. Diese Einstellung sei innerhalb der Liste gut angekommen und schließlich wurde sie in Abwesenheit als Spitzenkandidatin gewählt. "Jetzt freue ich mich aber total."
Geboren am 20. November 1984
Beruf: Qualitäts- und Prozessmanagerin
Wohnort: Zähringen
Hobbys: Kochen, Lesen, Sauna, Wein

Weil Mena sich in erster Linie als Vertreterin ihrer Liste "Urbanes Freiburg" sieht, wird die Urbanität in ihrer Arbeit als Stadträtin eine zentrale Rolle spielen. Dementsprechend sitzt sie im Bau- und im Hauptausschuss. Eine verbesserte ÖPNV-Anbindung und eine autofreie Innenstadt schweben ihr vor. "Und bei Dietenbach müssen wir schauen, dass es so gestaltet wird, dass auch Freiräume entstehen", sagt sie. In Rieselfeld habe man genau das versäumt.

Über das wichtigste Thema der kommenden fünf Jahre, will Mena aber lieber nicht spekulieren. "Dem letzten Gemeinderat ist auch die Flüchtlingsunterbringung dazwischengekommen – damit hatte niemand gerechnet." Die Zukunft sei eben unberechenbar. Dass sie im Gemeinderat und in der politischen Arbeit noch unerfahren ist, bereitet ihr keine Sorgen, schließlich habe sie eine sehr engagierte und aktive Liste im Rücken, in der es auch Erfahrung in der Gemeinderatsarbeit gibt. Dass die Arbeit fordernd wird, musste sie schon erfahren. "Nach der Wahl kamen sofort Fraktionsgespräche, die Ergebnisse musste ich wieder mit der Liste rückkoppeln – das war ziemlich zeitaufwändig."
von mft
am Fr, 16. August 2019 um 12:06 Uhr

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