Veranstaltung im Mai

Markgräflerland: Eine Region ruft zu den Heimattagen

Gut 30 Jahre ist es her, dass das Staatsministerium beschlossen hat, alljährlich Heimattage stattfinden zu lassen. In diesem Jahr werden sie im Markgräflerland ausgerichtet.

MÜLLHEIM. Bisher war das vom Land geförderte Ereignis in Sachen Heimatpflege einzelnen Städten vorbehalten. Dieses Jahr aber präsentiert sich mit zahlreichen Veranstaltungen erstmals eine ganze Region: das Markgräflerland. Neun Gemeinden haben sich zusammen getan, um die Chance auf werbewirksame Auftritte zu nutzen, wenn etwa Trachtengruppen aus ganz Baden-Württemberg im September durch Müllheims Straßen ziehen.

"Heimat der Sinne" haben sich die beteiligten Markgräfler Gemeinden – Auggen, Badenweiler, Ballrechten-Dottingen, Buggingen, Eschbach, Heitersheim, Müllheim, Neuenburg am Rhein und Sulzburg – zum Motto gewählt. Der Begriff "Heimat" musste darin vorkommen: Eine Vorgabe des Landes, das schließlich die Veranstaltungen bezuschusst. Ebenso gesetzt sind die sogenannten Leuchtturm-Termine, also Großereignisse, die sich jährlich wiederholen, nur eben an anderer Stelle.

Dazu gehören der doppelte Baden-Württemberg-Tag am 15. und 16. Mai in Müllheim als offizielle Eröffnung, aber auch die Landesfesttage vom 10. bis 12. September, die vom Landesfestumzug mit 80 Gruppen und Vereinen gekrönt werden. Beide Male wird der Ministerpräsident erwartet. Dagegen wirkt der heutige Auftakt in Heitersheim eher bescheiden, wenn das Markgräfler Symphonie-Orchester für Bürger und Organisatoren aus den Teilnehmergemeinden aufspielt.

Zwei Gremien haben die Heimattage 2010 im Wesentlichen vorbereitet. Einerseits bilden die neun Bürgermeister unter Vorsitz von René Lohs aus Müllheim mit Vertretern des Staatsministerium eine Lenkungsgruppe; für die Vorbereitung am Ort ist eine Arbeitsgruppe zuständig, in der vorwiegend Kulturreferenten und Hauptamtsleiter sitzen. Koordiniert wird das Ganze von Müllheim aus, dort wurde – unter Regie des Dezernats für Kultur und Touristik – die Geschäftsstelle mit zwei Mitarbeiterinnen eingerichtet. Wobei auch andere städtische Angestellte das Team unterstützen. Ansonsten leisten die neun Gemeinden finanzielle Beiträge entsprechend ihrer Einwohnerzahl. Zudem fanden sich – nach zähem Start – auch Firmen als Geldgeber. Inzwischen sei das Ziel von 200 000 Euro Sponsorenmittel sogar überschritten worden, sagt Ellen Schiebel von der Geschäftsstelle.

Der Landesausschuss für Heimatpflege hat mit dem Stuttgarter Kabinett bereits die nächsten Heimattage-Städte bestimmt, an Bewerbern soll es nicht gemangelt haben: 2011 ist Bühl dran, 2012 die Baar-Gemeinden Donaueschingen, Bräunlingen und Hüfingen.
von Andrea Drescher
am Fr, 15. Januar 2010 um 13:38 Uhr

Badens beste Erlebnisse