Musée d'Art Moderne et Contemporain de Strasbourg

  • Place Hans Jean Arp 1
  • 67000 Straßburg (Frankreich)
  • Tel.: 00333 233131
  • Webseite

Finden Sie ähnliche Orte zu Musée d'Art Moderne et Contemporain de Strasbourg in Straßburg (Frankreich)

Zum Routenplaner

Musée d'Art Moderne et Contemporain de Strasbourg: Alle Termine

  • Straßburg - Frankreich | Musée d'Art Moderne et Contemporain de Strasbourg

    Mi 20.09.17
    10 - 18 Uhr
    Musée d'Art Moderne et Contemporain de Strasbourg
  • Straßburg - Frankreich | Musée d'Art Moderne et Contemporain de Strasbourg

    Do 21.09.17
    10 - 18 Uhr
    Musée d'Art Moderne et Contemporain de Strasbourg
  • Straßburg - Frankreich | Musée d'Art Moderne et Contemporain de Strasbourg

    Fr 22.09.17
    10 - 18 Uhr
    Musée d'Art Moderne et Contemporain de Strasbourg
  • Kunstgewerbe und Illustration, Sammlungen der Universität Labor Europas Straßburg 1880-1930 23. September 2017 - 25. Februar 2018 In der groß angelegten interdisziplinären Schau »Labor Europas - Straßburg, 1880 bis 1930« richten die Museen der Stadt Straßburg in Zusammenarbeit mit der Straßburger Universität den Fokus auf das Kulturleben in der elsässischen Metropole. Zwischen Berlin, Paris, München und Wien entwickelte sich die Stadt an der Schnittstelle der Mikrokosmen: antike Plastik (Leihgaben aus der sehr bemerkenswerten Sammlung von Gipsabgüssen der Universität), Ägyptologie, Botanik, Zoologie, Mineralogie, Paläontologie, Seismologie und Medizin. Jede dieser Sammlungen ist durch ihre schönsten und aussagekräftigsten Stücke vertreten. c) Kunst in den Museen: eine europäische Perspektive Dieser Abschnitt widmet sich den Neuzugängen der Straßburger Museen, die in diesen Jahrzehnten sehr europäisch ausgerichtet waren. Besonders gewürdigt wird hier das Wirken des Museumsfachmanns und Sammlers Wilhelm Bode, der das Straßburger Museum der schönen Künste neugründete. Mit seiner Vorliebe für alte Kunst vor allem aus Italien und Nordeuropa gab er der Sammlung dieses Museums eine seltene Prägung; bemerkenswert ist dieser Fundus auch deshalb, weil er in außergewöhnlich kurzer Zeit zusammengetragen wurde. Auch zeitgenössische deutsche Künstler, darunter Max Klinger, Käthe Kollwitz, Max Liebermann, Emil Nolde, Erich Heckel und Max Beckmann fanden in diesen Jahren Aufnahme in die Straßburger Sammlung. Eine Vorstellung von der besonderen Dynamik des künstlerischen Schaffens in dieser Zeit vermittelt schließlich auch der Abschnitt über die viel beachtete Ausstellung zeitgenössischer französischer Kunst im Jahr 1907. In der von Auguste Rodin geleiteten Schau entdeckte das Straßburger Publikum erstmals die impressionistischen und post-impressionistischen Werke von Malern wie Monet oder Cézanne. d) Die verschiedenen Facetten der Moderne Zum Abschluss kommen Straßburgs Berührungen mit der Moderne zur Sprache. Im Zusammenhang mit der Aufnahme von modernen französischen Werken in die Straßburger Kunstsammlungen wird die Persönlichkeit des Museumsmachers Hans Haug beleuchtet, der ab 1919 die Kunstmuseen der Stadt leitete. Außerdem stellt dieser Abschnitt wichtige Sammler moderner Kunst vor, so die Brüder Horn als Aufraggeber der Ausgestaltung der Aubette und die Brüder Lickteig. Das von Hans Jean Arp, Sophie Taeuber-Arp und Theo van Doesburg entworfene Dekor des Vergnügungskomplexes in der Aubette, das als ein Meisterwerk der Avantgarde gilt, wird mit den europäischen Kunstbewegungen dieser Zeit in Bezug gesetzt. Andere Straßburger Projekte von Theo van Doesburg und Sophie Taeuber-Arp vervollständigen das Kapitel. Weitere Themen sind die literarische Avantgarde mit ihrer zentralen Figur René Schickele sowie die Gründung der Annales-Schule und ihrer Revue, mit denen Marc Bloch und Lucien Febvre den Grundstein für die moderne Geschichtswissenschaft des 20. Jahrhunderts legten. Zum Abschluss widmet sich der Abschnitt dem Filmschaffen. e) Die lokale Kunstszene (Erdgeschoss des MAMCS) In der Dauerausstellung zur Klassischen Moderne im Erdgeschoss des MAMCS veranschaulichen fünf Räume mit Malerei und grafischer Kunst die Entwicklung der Straßburger Kunstszene. Besonders markant waren damals Bewegungen, die nach einer eigenen kulturellen Identität suchten. Im Zusammenhang mit der Gründung der Kunstgewerbeschule, die als ein Produkt der akademischen deutschen Tradition betrachtet wurde, entstand in Straßburg ein gewisser künstlerischer Wettbewerb. Seine Protagonisten, darunter Georg Daubner, Lothar von Seebach, Gustave Stoskopf, Henri Beecke und die Künstler der Groupe de mai, werden in der Ausstellung vorgestellt. 2. Ein naturalistisches Schaufenster in die Welt Ausstellung im deutschen, französischen und europäischen Kultur in diesen Jahrzehnten zu einem überaus kreativen Labor für neue Ideen und Formen. Im Mittelpunkt steht die Blüte der gestaltenden Künste zu einer Zeit, in der ehrgeizige Stadtentwicklungsvorhaben das Gesicht Straßburgs veränderten und eine europäische Universität ersten Ranges entstand, an der viele berühmte Forscher und Professoren wirkten. In diesen Jahrzehnten wurden an der Universität bedeutende enzyklopädische Sammlungen aufgebaut, während die Straßburger Museen Bestände zusammentrugen, die in der französischen Museenlandschaft ihresgleichen suchen. In den 1920er Jahren brachte das Straßburger Wissenschafts- und Geistesleben wegweisende Neuerungen hervor, so die Annales-Schule, die die moderne Geschichtswissenschaft begründete, oder die avantgardistische Aubette. Anliegen der Schau ist es, Straßburgs tiefe Verbundenheit mit der europäischen Humanismus-Tradition, die auch die heutige Stadt zutiefst prägt, in ihrer ganzen Komplexität zu veranschaulichen. · eine groß angelegte Ausstellung an mehreren Orten in der Stadt · die Geschichte Straßburgs im Spiegel heutiger Herausforderungen · Veranschaulichung einer wesentlichen Konstituente des europäischen Aufbaus · über 1000 Werke, Objekte und Schriftzeugnisse · ein kühn gestaltetes, attraktives Ausstellungsdesign · eine kreative und spielerische Vermittlung der Aussage für alle Zielgruppen · eine enge Zusammenarbeit zwischen den Straßburger Kulturinstitutionen und ihren Partnern, ein umfangreiches kulturelles Rahmenprogramm mit vielen Veranstaltungen in der Stadt 1. Labor Europas, Straßburg 1880-1930 Ausstellung im Museum für moderne und zeitgenössische Kunst Straßburg a) Lebensart: Kunstgewerbe und Illustration Wie in anderen europäischen Großstädten erlebte das Kunstgewerbe im Zusammenhang mit den Anfängen der Stadtplanung auch in Straßburg eine nie dagewesene Blüte. Mehrere dieser Zeit nachempfundene Räume (Period Rooms) geben einen Überblick über die Techniken, in denen sich die damaligen Kunsthandwerker auszeichneten: Intarsien- und Glasarbeiten, Keramik, Bildhauerei. Entworfen wurden die in den drei Period Rooms inszenierten Interieurs von Charles Spindler für die Weltausstellungen von Paris (1900), Turin (1902) und Saint-Louis (1904). Der Abschnitt stellt die bedeutendsten, weit über die Regionalgrenzen bekannten Künstler dieser Periode vor: Charles Spindler, Désiré Ringel d'Illzach oder auch Josef Kaspar Sattler. Zur Sprache kommen auch die Kunstgewerbeschule und das Wirken ihrer Leiter Anton Seder und François Rupert Carabin sowie die Arbeit der sehr aktiven Illustrationswerkstatt. b) Die Sammlungen der Universität: Forschung auf Spitzenniveau Breiter Raum ist den umfangreichen Sammlungen gewidmet, die die verschiedenen Institute der Straßburger Universität in diesen Jahrzehnten anlegten. Die Sammlungen haben viele Gemeinsamkeiten; vor allem zeichnen sie sich durch ihren universalistischen Charakter und ein auf pädagogische Vermittlung und Forschung ausgerichtetes Herangehen aus. Mikrokosmen: antike Plastik (Leihgaben aus der sehr bemerkenswerten Sammlung von Gipsabgüssen der Universität), Ägyptologie, Botanik, Zoologie, Mineralogie, Paläontologie, Seismologie und Medizin. Jede dieser Sammlungen ist durch ihre schönsten und aussagekräftigsten Stücke vertreten. c) Kunst in den Museen: eine europäische Perspektive Dieser Abschnitt widmet sich den Neuzugängen der Straßburger Museen, die in diesen Jahrzehnten sehr europäisch ausgerichtet waren. Besonders gewürdigt wird hier das Wirken des Museumsfachmanns und Sammlers Wilhelm Bode, der das Straßburger Museum der schönen Künste neugründete. Mit seiner Vorliebe für alte Kunst vor allem aus Italien und Nordeuropa gab er der Sammlung dieses Museums eine seltene Prägung; bemerkenswert ist dieser Fundus auch deshalb, weil er in außergewöhnlich kurzer Zeit zusammengetragen wurde. Auch zeitgenössische deutsche Künstler, darunter Max Klinger, Käthe Kollwitz, Max Liebermann, Emil Nolde, Erich Heckel und Max Beckmann fanden in diesen Jahren Aufnahme in die Straßburger Sammlung. Eine Vorstellung von der besonderen Dynamik des künstlerischen Schaffens in dieser Zeit vermittelt schließlich auch der Abschnitt über die viel beachtete Ausstellung zeitgenössischer französischer Kunst im Jahr 1907. In der von Auguste Rodin geleiteten Schau entdeckte das Straßburger Publikum erstmals die impressionistischen und post-impressionistischen Werke von Malern wie Monet oder Cézanne. d) Die verschiedenen Facetten der Moderne Zum Abschluss kommen Straßburgs Berührungen mit der Moderne zur Sprache. Im Zusammenhang mit der Aufnahme von modernen französischen Werken in die Straßburger Kunstsammlungen wird die Persönlichkeit des Museumsmachers Hans Haug beleuchtet, der ab 1919 die Kunstmuseen der Stadt leitete. Außerdem stellt dieser Abschnitt wichtige Sammler moderner Kunst vor, so die Brüder Horn als Aufraggeber der Ausgestaltung der Aubette und die Brüder Lickteig. Das von Hans Jean Arp, Sophie Taeuber-Arp und Theo van Doesburg entworfene Dekor des Vergnügungskomplexes in der Aubette, das als ein Meisterwerk der Avantgarde gilt, wird mit den europäischen Kunstbewegungen dieser Zeit in Bezug gesetzt. Andere Straßburger Projekte von Theo van Doesburg und Sophie Taeuber-Arp vervollständigen das Kapitel. Weitere Themen sind die literarische Avantgarde mit ihrer zentralen Figur René Schickele sowie die Gründung der Annales-Schule und ihrer Revue, mit denen Marc Bloch und Lucien Febvre den Grundstein für die moderne Geschichtswissenschaft des 20. Jahrhunderts legten. Zum Abschluss widmet sich der Abschnitt dem Filmschaffen. e) Die lokale Kunstszene (Erdgeschoss des MAMCS) In der Dauerausstellung zur Klassischen Moderne im Erdgeschoss des MAMCS veranschaulichen fünf Räume mit Malerei und grafischer Kunst die Entwicklung der Straßburger Kunstszene. Besonders markant waren damals Bewegungen, die nach einer eigenen kulturellen Identität suchten. Im Zusammenhang mit der Gründung der Kunstgewerbeschule, die als ein Produkt der akademischen deutschen Tradition betrachtet wurde, entstand in Straßburg ein gewisser künstlerischer Wettbewerb. Seine Protagonisten, darunter Georg Daubner, Lothar von Seebach, Gustave Stoskopf, Henri Beecke und die Künstler der Groupe de mai, werden in der Ausstellung vorgestellt.

    Straßburg - Frankreich | Musée d'Art Moderne et Contemporain de Strasbourg

    Sa 23.09.17
    10 - 18 Uhr
    Labor Europas - Straßburg 1880 bis 1930
  • Straßburg - Frankreich | Musée d'Art Moderne et Contemporain de Strasbourg

    Sa 23.09.17
    10 - 18 Uhr
    Musée d'Art Moderne et Contemporain de Strasbourg
  • Kunstgewerbe und Illustration, Sammlungen der Universität Labor Europas Straßburg 1880-1930 23. September 2017 - 25. Februar 2018 In der groß angelegten interdisziplinären Schau »Labor Europas - Straßburg, 1880 bis 1930« richten die Museen der Stadt Straßburg in Zusammenarbeit mit der Straßburger Universität den Fokus auf das Kulturleben in der elsässischen Metropole. Zwischen Berlin, Paris, München und Wien entwickelte sich die Stadt an der Schnittstelle der Mikrokosmen: antike Plastik (Leihgaben aus der sehr bemerkenswerten Sammlung von Gipsabgüssen der Universität), Ägyptologie, Botanik, Zoologie, Mineralogie, Paläontologie, Seismologie und Medizin. Jede dieser Sammlungen ist durch ihre schönsten und aussagekräftigsten Stücke vertreten. c) Kunst in den Museen: eine europäische Perspektive Dieser Abschnitt widmet sich den Neuzugängen der Straßburger Museen, die in diesen Jahrzehnten sehr europäisch ausgerichtet waren. Besonders gewürdigt wird hier das Wirken des Museumsfachmanns und Sammlers Wilhelm Bode, der das Straßburger Museum der schönen Künste neugründete. Mit seiner Vorliebe für alte Kunst vor allem aus Italien und Nordeuropa gab er der Sammlung dieses Museums eine seltene Prägung; bemerkenswert ist dieser Fundus auch deshalb, weil er in außergewöhnlich kurzer Zeit zusammengetragen wurde. Auch zeitgenössische deutsche Künstler, darunter Max Klinger, Käthe Kollwitz, Max Liebermann, Emil Nolde, Erich Heckel und Max Beckmann fanden in diesen Jahren Aufnahme in die Straßburger Sammlung. Eine Vorstellung von der besonderen Dynamik des künstlerischen Schaffens in dieser Zeit vermittelt schließlich auch der Abschnitt über die viel beachtete Ausstellung zeitgenössischer französischer Kunst im Jahr 1907. In der von Auguste Rodin geleiteten Schau entdeckte das Straßburger Publikum erstmals die impressionistischen und post-impressionistischen Werke von Malern wie Monet oder Cézanne. d) Die verschiedenen Facetten der Moderne Zum Abschluss kommen Straßburgs Berührungen mit der Moderne zur Sprache. Im Zusammenhang mit der Aufnahme von modernen französischen Werken in die Straßburger Kunstsammlungen wird die Persönlichkeit des Museumsmachers Hans Haug beleuchtet, der ab 1919 die Kunstmuseen der Stadt leitete. Außerdem stellt dieser Abschnitt wichtige Sammler moderner Kunst vor, so die Brüder Horn als Aufraggeber der Ausgestaltung der Aubette und die Brüder Lickteig. Das von Hans Jean Arp, Sophie Taeuber-Arp und Theo van Doesburg entworfene Dekor des Vergnügungskomplexes in der Aubette, das als ein Meisterwerk der Avantgarde gilt, wird mit den europäischen Kunstbewegungen dieser Zeit in Bezug gesetzt. Andere Straßburger Projekte von Theo van Doesburg und Sophie Taeuber-Arp vervollständigen das Kapitel. Weitere Themen sind die literarische Avantgarde mit ihrer zentralen Figur René Schickele sowie die Gründung der Annales-Schule und ihrer Revue, mit denen Marc Bloch und Lucien Febvre den Grundstein für die moderne Geschichtswissenschaft des 20. Jahrhunderts legten. Zum Abschluss widmet sich der Abschnitt dem Filmschaffen. e) Die lokale Kunstszene (Erdgeschoss des MAMCS) In der Dauerausstellung zur Klassischen Moderne im Erdgeschoss des MAMCS veranschaulichen fünf Räume mit Malerei und grafischer Kunst die Entwicklung der Straßburger Kunstszene. Besonders markant waren damals Bewegungen, die nach einer eigenen kulturellen Identität suchten. Im Zusammenhang mit der Gründung der Kunstgewerbeschule, die als ein Produkt der akademischen deutschen Tradition betrachtet wurde, entstand in Straßburg ein gewisser künstlerischer Wettbewerb. Seine Protagonisten, darunter Georg Daubner, Lothar von Seebach, Gustave Stoskopf, Henri Beecke und die Künstler der Groupe de mai, werden in der Ausstellung vorgestellt. 2. Ein naturalistisches Schaufenster in die Welt Ausstellung im deutschen, französischen und europäischen Kultur in diesen Jahrzehnten zu einem überaus kreativen Labor für neue Ideen und Formen. Im Mittelpunkt steht die Blüte der gestaltenden Künste zu einer Zeit, in der ehrgeizige Stadtentwicklungsvorhaben das Gesicht Straßburgs veränderten und eine europäische Universität ersten Ranges entstand, an der viele berühmte Forscher und Professoren wirkten. In diesen Jahrzehnten wurden an der Universität bedeutende enzyklopädische Sammlungen aufgebaut, während die Straßburger Museen Bestände zusammentrugen, die in der französischen Museenlandschaft ihresgleichen suchen. In den 1920er Jahren brachte das Straßburger Wissenschafts- und Geistesleben wegweisende Neuerungen hervor, so die Annales-Schule, die die moderne Geschichtswissenschaft begründete, oder die avantgardistische Aubette. Anliegen der Schau ist es, Straßburgs tiefe Verbundenheit mit der europäischen Humanismus-Tradition, die auch die heutige Stadt zutiefst prägt, in ihrer ganzen Komplexität zu veranschaulichen. · eine groß angelegte Ausstellung an mehreren Orten in der Stadt · die Geschichte Straßburgs im Spiegel heutiger Herausforderungen · Veranschaulichung einer wesentlichen Konstituente des europäischen Aufbaus · über 1000 Werke, Objekte und Schriftzeugnisse · ein kühn gestaltetes, attraktives Ausstellungsdesign · eine kreative und spielerische Vermittlung der Aussage für alle Zielgruppen · eine enge Zusammenarbeit zwischen den Straßburger Kulturinstitutionen und ihren Partnern, ein umfangreiches kulturelles Rahmenprogramm mit vielen Veranstaltungen in der Stadt 1. Labor Europas, Straßburg 1880-1930 Ausstellung im Museum für moderne und zeitgenössische Kunst Straßburg a) Lebensart: Kunstgewerbe und Illustration Wie in anderen europäischen Großstädten erlebte das Kunstgewerbe im Zusammenhang mit den Anfängen der Stadtplanung auch in Straßburg eine nie dagewesene Blüte. Mehrere dieser Zeit nachempfundene Räume (Period Rooms) geben einen Überblick über die Techniken, in denen sich die damaligen Kunsthandwerker auszeichneten: Intarsien- und Glasarbeiten, Keramik, Bildhauerei. Entworfen wurden die in den drei Period Rooms inszenierten Interieurs von Charles Spindler für die Weltausstellungen von Paris (1900), Turin (1902) und Saint-Louis (1904). Der Abschnitt stellt die bedeutendsten, weit über die Regionalgrenzen bekannten Künstler dieser Periode vor: Charles Spindler, Désiré Ringel d'Illzach oder auch Josef Kaspar Sattler. Zur Sprache kommen auch die Kunstgewerbeschule und das Wirken ihrer Leiter Anton Seder und François Rupert Carabin sowie die Arbeit der sehr aktiven Illustrationswerkstatt. b) Die Sammlungen der Universität: Forschung auf Spitzenniveau Breiter Raum ist den umfangreichen Sammlungen gewidmet, die die verschiedenen Institute der Straßburger Universität in diesen Jahrzehnten anlegten. Die Sammlungen haben viele Gemeinsamkeiten; vor allem zeichnen sie sich durch ihren universalistischen Charakter und ein auf pädagogische Vermittlung und Forschung ausgerichtetes Herangehen aus. Mikrokosmen: antike Plastik (Leihgaben aus der sehr bemerkenswerten Sammlung von Gipsabgüssen der Universität), Ägyptologie, Botanik, Zoologie, Mineralogie, Paläontologie, Seismologie und Medizin. Jede dieser Sammlungen ist durch ihre schönsten und aussagekräftigsten Stücke vertreten. c) Kunst in den Museen: eine europäische Perspektive Dieser Abschnitt widmet sich den Neuzugängen der Straßburger Museen, die in diesen Jahrzehnten sehr europäisch ausgerichtet waren. Besonders gewürdigt wird hier das Wirken des Museumsfachmanns und Sammlers Wilhelm Bode, der das Straßburger Museum der schönen Künste neugründete. Mit seiner Vorliebe für alte Kunst vor allem aus Italien und Nordeuropa gab er der Sammlung dieses Museums eine seltene Prägung; bemerkenswert ist dieser Fundus auch deshalb, weil er in außergewöhnlich kurzer Zeit zusammengetragen wurde. Auch zeitgenössische deutsche Künstler, darunter Max Klinger, Käthe Kollwitz, Max Liebermann, Emil Nolde, Erich Heckel und Max Beckmann fanden in diesen Jahren Aufnahme in die Straßburger Sammlung. Eine Vorstellung von der besonderen Dynamik des künstlerischen Schaffens in dieser Zeit vermittelt schließlich auch der Abschnitt über die viel beachtete Ausstellung zeitgenössischer französischer Kunst im Jahr 1907. In der von Auguste Rodin geleiteten Schau entdeckte das Straßburger Publikum erstmals die impressionistischen und post-impressionistischen Werke von Malern wie Monet oder Cézanne. d) Die verschiedenen Facetten der Moderne Zum Abschluss kommen Straßburgs Berührungen mit der Moderne zur Sprache. Im Zusammenhang mit der Aufnahme von modernen französischen Werken in die Straßburger Kunstsammlungen wird die Persönlichkeit des Museumsmachers Hans Haug beleuchtet, der ab 1919 die Kunstmuseen der Stadt leitete. Außerdem stellt dieser Abschnitt wichtige Sammler moderner Kunst vor, so die Brüder Horn als Aufraggeber der Ausgestaltung der Aubette und die Brüder Lickteig. Das von Hans Jean Arp, Sophie Taeuber-Arp und Theo van Doesburg entworfene Dekor des Vergnügungskomplexes in der Aubette, das als ein Meisterwerk der Avantgarde gilt, wird mit den europäischen Kunstbewegungen dieser Zeit in Bezug gesetzt. Andere Straßburger Projekte von Theo van Doesburg und Sophie Taeuber-Arp vervollständigen das Kapitel. Weitere Themen sind die literarische Avantgarde mit ihrer zentralen Figur René Schickele sowie die Gründung der Annales-Schule und ihrer Revue, mit denen Marc Bloch und Lucien Febvre den Grundstein für die moderne Geschichtswissenschaft des 20. Jahrhunderts legten. Zum Abschluss widmet sich der Abschnitt dem Filmschaffen. e) Die lokale Kunstszene (Erdgeschoss des MAMCS) In der Dauerausstellung zur Klassischen Moderne im Erdgeschoss des MAMCS veranschaulichen fünf Räume mit Malerei und grafischer Kunst die Entwicklung der Straßburger Kunstszene. Besonders markant waren damals Bewegungen, die nach einer eigenen kulturellen Identität suchten. Im Zusammenhang mit der Gründung der Kunstgewerbeschule, die als ein Produkt der akademischen deutschen Tradition betrachtet wurde, entstand in Straßburg ein gewisser künstlerischer Wettbewerb. Seine Protagonisten, darunter Georg Daubner, Lothar von Seebach, Gustave Stoskopf, Henri Beecke und die Künstler der Groupe de mai, werden in der Ausstellung vorgestellt.

    Straßburg - Frankreich | Musée d'Art Moderne et Contemporain de Strasbourg

    So 24.09.17
    10 - 18 Uhr
    Labor Europas - Straßburg 1880 bis 1930
  • Straßburg - Frankreich | Musée d'Art Moderne et Contemporain de Strasbourg

    So 24.09.17
    10 - 18 Uhr
    Musée d'Art Moderne et Contemporain de Strasbourg
  • Kunstgewerbe und Illustration, Sammlungen der Universität Labor Europas Straßburg 1880-1930 23. September 2017 - 25. Februar 2018 In der groß angelegten interdisziplinären Schau »Labor Europas - Straßburg, 1880 bis 1930« richten die Museen der Stadt Straßburg in Zusammenarbeit mit der Straßburger Universität den Fokus auf das Kulturleben in der elsässischen Metropole. Zwischen Berlin, Paris, München und Wien entwickelte sich die Stadt an der Schnittstelle der Mikrokosmen: antike Plastik (Leihgaben aus der sehr bemerkenswerten Sammlung von Gipsabgüssen der Universität), Ägyptologie, Botanik, Zoologie, Mineralogie, Paläontologie, Seismologie und Medizin. Jede dieser Sammlungen ist durch ihre schönsten und aussagekräftigsten Stücke vertreten. c) Kunst in den Museen: eine europäische Perspektive Dieser Abschnitt widmet sich den Neuzugängen der Straßburger Museen, die in diesen Jahrzehnten sehr europäisch ausgerichtet waren. Besonders gewürdigt wird hier das Wirken des Museumsfachmanns und Sammlers Wilhelm Bode, der das Straßburger Museum der schönen Künste neugründete. Mit seiner Vorliebe für alte Kunst vor allem aus Italien und Nordeuropa gab er der Sammlung dieses Museums eine seltene Prägung; bemerkenswert ist dieser Fundus auch deshalb, weil er in außergewöhnlich kurzer Zeit zusammengetragen wurde. Auch zeitgenössische deutsche Künstler, darunter Max Klinger, Käthe Kollwitz, Max Liebermann, Emil Nolde, Erich Heckel und Max Beckmann fanden in diesen Jahren Aufnahme in die Straßburger Sammlung. Eine Vorstellung von der besonderen Dynamik des künstlerischen Schaffens in dieser Zeit vermittelt schließlich auch der Abschnitt über die viel beachtete Ausstellung zeitgenössischer französischer Kunst im Jahr 1907. In der von Auguste Rodin geleiteten Schau entdeckte das Straßburger Publikum erstmals die impressionistischen und post-impressionistischen Werke von Malern wie Monet oder Cézanne. d) Die verschiedenen Facetten der Moderne Zum Abschluss kommen Straßburgs Berührungen mit der Moderne zur Sprache. Im Zusammenhang mit der Aufnahme von modernen französischen Werken in die Straßburger Kunstsammlungen wird die Persönlichkeit des Museumsmachers Hans Haug beleuchtet, der ab 1919 die Kunstmuseen der Stadt leitete. Außerdem stellt dieser Abschnitt wichtige Sammler moderner Kunst vor, so die Brüder Horn als Aufraggeber der Ausgestaltung der Aubette und die Brüder Lickteig. Das von Hans Jean Arp, Sophie Taeuber-Arp und Theo van Doesburg entworfene Dekor des Vergnügungskomplexes in der Aubette, das als ein Meisterwerk der Avantgarde gilt, wird mit den europäischen Kunstbewegungen dieser Zeit in Bezug gesetzt. Andere Straßburger Projekte von Theo van Doesburg und Sophie Taeuber-Arp vervollständigen das Kapitel. Weitere Themen sind die literarische Avantgarde mit ihrer zentralen Figur René Schickele sowie die Gründung der Annales-Schule und ihrer Revue, mit denen Marc Bloch und Lucien Febvre den Grundstein für die moderne Geschichtswissenschaft des 20. Jahrhunderts legten. Zum Abschluss widmet sich der Abschnitt dem Filmschaffen. e) Die lokale Kunstszene (Erdgeschoss des MAMCS) In der Dauerausstellung zur Klassischen Moderne im Erdgeschoss des MAMCS veranschaulichen fünf Räume mit Malerei und grafischer Kunst die Entwicklung der Straßburger Kunstszene. Besonders markant waren damals Bewegungen, die nach einer eigenen kulturellen Identität suchten. Im Zusammenhang mit der Gründung der Kunstgewerbeschule, die als ein Produkt der akademischen deutschen Tradition betrachtet wurde, entstand in Straßburg ein gewisser künstlerischer Wettbewerb. Seine Protagonisten, darunter Georg Daubner, Lothar von Seebach, Gustave Stoskopf, Henri Beecke und die Künstler der Groupe de mai, werden in der Ausstellung vorgestellt. 2. Ein naturalistisches Schaufenster in die Welt Ausstellung im deutschen, französischen und europäischen Kultur in diesen Jahrzehnten zu einem überaus kreativen Labor für neue Ideen und Formen. Im Mittelpunkt steht die Blüte der gestaltenden Künste zu einer Zeit, in der ehrgeizige Stadtentwicklungsvorhaben das Gesicht Straßburgs veränderten und eine europäische Universität ersten Ranges entstand, an der viele berühmte Forscher und Professoren wirkten. In diesen Jahrzehnten wurden an der Universität bedeutende enzyklopädische Sammlungen aufgebaut, während die Straßburger Museen Bestände zusammentrugen, die in der französischen Museenlandschaft ihresgleichen suchen. In den 1920er Jahren brachte das Straßburger Wissenschafts- und Geistesleben wegweisende Neuerungen hervor, so die Annales-Schule, die die moderne Geschichtswissenschaft begründete, oder die avantgardistische Aubette. Anliegen der Schau ist es, Straßburgs tiefe Verbundenheit mit der europäischen Humanismus-Tradition, die auch die heutige Stadt zutiefst prägt, in ihrer ganzen Komplexität zu veranschaulichen. · eine groß angelegte Ausstellung an mehreren Orten in der Stadt · die Geschichte Straßburgs im Spiegel heutiger Herausforderungen · Veranschaulichung einer wesentlichen Konstituente des europäischen Aufbaus · über 1000 Werke, Objekte und Schriftzeugnisse · ein kühn gestaltetes, attraktives Ausstellungsdesign · eine kreative und spielerische Vermittlung der Aussage für alle Zielgruppen · eine enge Zusammenarbeit zwischen den Straßburger Kulturinstitutionen und ihren Partnern, ein umfangreiches kulturelles Rahmenprogramm mit vielen Veranstaltungen in der Stadt 1. Labor Europas, Straßburg 1880-1930 Ausstellung im Museum für moderne und zeitgenössische Kunst Straßburg a) Lebensart: Kunstgewerbe und Illustration Wie in anderen europäischen Großstädten erlebte das Kunstgewerbe im Zusammenhang mit den Anfängen der Stadtplanung auch in Straßburg eine nie dagewesene Blüte. Mehrere dieser Zeit nachempfundene Räume (Period Rooms) geben einen Überblick über die Techniken, in denen sich die damaligen Kunsthandwerker auszeichneten: Intarsien- und Glasarbeiten, Keramik, Bildhauerei. Entworfen wurden die in den drei Period Rooms inszenierten Interieurs von Charles Spindler für die Weltausstellungen von Paris (1900), Turin (1902) und Saint-Louis (1904). Der Abschnitt stellt die bedeutendsten, weit über die Regionalgrenzen bekannten Künstler dieser Periode vor: Charles Spindler, Désiré Ringel d'Illzach oder auch Josef Kaspar Sattler. Zur Sprache kommen auch die Kunstgewerbeschule und das Wirken ihrer Leiter Anton Seder und François Rupert Carabin sowie die Arbeit der sehr aktiven Illustrationswerkstatt. b) Die Sammlungen der Universität: Forschung auf Spitzenniveau Breiter Raum ist den umfangreichen Sammlungen gewidmet, die die verschiedenen Institute der Straßburger Universität in diesen Jahrzehnten anlegten. Die Sammlungen haben viele Gemeinsamkeiten; vor allem zeichnen sie sich durch ihren universalistischen Charakter und ein auf pädagogische Vermittlung und Forschung ausgerichtetes Herangehen aus. Mikrokosmen: antike Plastik (Leihgaben aus der sehr bemerkenswerten Sammlung von Gipsabgüssen der Universität), Ägyptologie, Botanik, Zoologie, Mineralogie, Paläontologie, Seismologie und Medizin. Jede dieser Sammlungen ist durch ihre schönsten und aussagekräftigsten Stücke vertreten. c) Kunst in den Museen: eine europäische Perspektive Dieser Abschnitt widmet sich den Neuzugängen der Straßburger Museen, die in diesen Jahrzehnten sehr europäisch ausgerichtet waren. Besonders gewürdigt wird hier das Wirken des Museumsfachmanns und Sammlers Wilhelm Bode, der das Straßburger Museum der schönen Künste neugründete. Mit seiner Vorliebe für alte Kunst vor allem aus Italien und Nordeuropa gab er der Sammlung dieses Museums eine seltene Prägung; bemerkenswert ist dieser Fundus auch deshalb, weil er in außergewöhnlich kurzer Zeit zusammengetragen wurde. Auch zeitgenössische deutsche Künstler, darunter Max Klinger, Käthe Kollwitz, Max Liebermann, Emil Nolde, Erich Heckel und Max Beckmann fanden in diesen Jahren Aufnahme in die Straßburger Sammlung. Eine Vorstellung von der besonderen Dynamik des künstlerischen Schaffens in dieser Zeit vermittelt schließlich auch der Abschnitt über die viel beachtete Ausstellung zeitgenössischer französischer Kunst im Jahr 1907. In der von Auguste Rodin geleiteten Schau entdeckte das Straßburger Publikum erstmals die impressionistischen und post-impressionistischen Werke von Malern wie Monet oder Cézanne. d) Die verschiedenen Facetten der Moderne Zum Abschluss kommen Straßburgs Berührungen mit der Moderne zur Sprache. Im Zusammenhang mit der Aufnahme von modernen französischen Werken in die Straßburger Kunstsammlungen wird die Persönlichkeit des Museumsmachers Hans Haug beleuchtet, der ab 1919 die Kunstmuseen der Stadt leitete. Außerdem stellt dieser Abschnitt wichtige Sammler moderner Kunst vor, so die Brüder Horn als Aufraggeber der Ausgestaltung der Aubette und die Brüder Lickteig. Das von Hans Jean Arp, Sophie Taeuber-Arp und Theo van Doesburg entworfene Dekor des Vergnügungskomplexes in der Aubette, das als ein Meisterwerk der Avantgarde gilt, wird mit den europäischen Kunstbewegungen dieser Zeit in Bezug gesetzt. Andere Straßburger Projekte von Theo van Doesburg und Sophie Taeuber-Arp vervollständigen das Kapitel. Weitere Themen sind die literarische Avantgarde mit ihrer zentralen Figur René Schickele sowie die Gründung der Annales-Schule und ihrer Revue, mit denen Marc Bloch und Lucien Febvre den Grundstein für die moderne Geschichtswissenschaft des 20. Jahrhunderts legten. Zum Abschluss widmet sich der Abschnitt dem Filmschaffen. e) Die lokale Kunstszene (Erdgeschoss des MAMCS) In der Dauerausstellung zur Klassischen Moderne im Erdgeschoss des MAMCS veranschaulichen fünf Räume mit Malerei und grafischer Kunst die Entwicklung der Straßburger Kunstszene. Besonders markant waren damals Bewegungen, die nach einer eigenen kulturellen Identität suchten. Im Zusammenhang mit der Gründung der Kunstgewerbeschule, die als ein Produkt der akademischen deutschen Tradition betrachtet wurde, entstand in Straßburg ein gewisser künstlerischer Wettbewerb. Seine Protagonisten, darunter Georg Daubner, Lothar von Seebach, Gustave Stoskopf, Henri Beecke und die Künstler der Groupe de mai, werden in der Ausstellung vorgestellt.

    Straßburg - Frankreich | Musée d'Art Moderne et Contemporain de Strasbourg

    Di 26.09.17
    10 - 18 Uhr
    Labor Europas - Straßburg 1880 bis 1930
  • Straßburg - Frankreich | Musée d'Art Moderne et Contemporain de Strasbourg

    Di 26.09.17
    10 - 18 Uhr
    Musée d'Art Moderne et Contemporain de Strasbourg
  • Kunstgewerbe und Illustration, Sammlungen der Universität Labor Europas Straßburg 1880-1930 23. September 2017 - 25. Februar 2018 In der groß angelegten interdisziplinären Schau »Labor Europas - Straßburg, 1880 bis 1930« richten die Museen der Stadt Straßburg in Zusammenarbeit mit der Straßburger Universität den Fokus auf das Kulturleben in der elsässischen Metropole. Zwischen Berlin, Paris, München und Wien entwickelte sich die Stadt an der Schnittstelle der Mikrokosmen: antike Plastik (Leihgaben aus der sehr bemerkenswerten Sammlung von Gipsabgüssen der Universität), Ägyptologie, Botanik, Zoologie, Mineralogie, Paläontologie, Seismologie und Medizin. Jede dieser Sammlungen ist durch ihre schönsten und aussagekräftigsten Stücke vertreten. c) Kunst in den Museen: eine europäische Perspektive Dieser Abschnitt widmet sich den Neuzugängen der Straßburger Museen, die in diesen Jahrzehnten sehr europäisch ausgerichtet waren. Besonders gewürdigt wird hier das Wirken des Museumsfachmanns und Sammlers Wilhelm Bode, der das Straßburger Museum der schönen Künste neugründete. Mit seiner Vorliebe für alte Kunst vor allem aus Italien und Nordeuropa gab er der Sammlung dieses Museums eine seltene Prägung; bemerkenswert ist dieser Fundus auch deshalb, weil er in außergewöhnlich kurzer Zeit zusammengetragen wurde. Auch zeitgenössische deutsche Künstler, darunter Max Klinger, Käthe Kollwitz, Max Liebermann, Emil Nolde, Erich Heckel und Max Beckmann fanden in diesen Jahren Aufnahme in die Straßburger Sammlung. Eine Vorstellung von der besonderen Dynamik des künstlerischen Schaffens in dieser Zeit vermittelt schließlich auch der Abschnitt über die viel beachtete Ausstellung zeitgenössischer französischer Kunst im Jahr 1907. In der von Auguste Rodin geleiteten Schau entdeckte das Straßburger Publikum erstmals die impressionistischen und post-impressionistischen Werke von Malern wie Monet oder Cézanne. d) Die verschiedenen Facetten der Moderne Zum Abschluss kommen Straßburgs Berührungen mit der Moderne zur Sprache. Im Zusammenhang mit der Aufnahme von modernen französischen Werken in die Straßburger Kunstsammlungen wird die Persönlichkeit des Museumsmachers Hans Haug beleuchtet, der ab 1919 die Kunstmuseen der Stadt leitete. Außerdem stellt dieser Abschnitt wichtige Sammler moderner Kunst vor, so die Brüder Horn als Aufraggeber der Ausgestaltung der Aubette und die Brüder Lickteig. Das von Hans Jean Arp, Sophie Taeuber-Arp und Theo van Doesburg entworfene Dekor des Vergnügungskomplexes in der Aubette, das als ein Meisterwerk der Avantgarde gilt, wird mit den europäischen Kunstbewegungen dieser Zeit in Bezug gesetzt. Andere Straßburger Projekte von Theo van Doesburg und Sophie Taeuber-Arp vervollständigen das Kapitel. Weitere Themen sind die literarische Avantgarde mit ihrer zentralen Figur René Schickele sowie die Gründung der Annales-Schule und ihrer Revue, mit denen Marc Bloch und Lucien Febvre den Grundstein für die moderne Geschichtswissenschaft des 20. Jahrhunderts legten. Zum Abschluss widmet sich der Abschnitt dem Filmschaffen. e) Die lokale Kunstszene (Erdgeschoss des MAMCS) In der Dauerausstellung zur Klassischen Moderne im Erdgeschoss des MAMCS veranschaulichen fünf Räume mit Malerei und grafischer Kunst die Entwicklung der Straßburger Kunstszene. Besonders markant waren damals Bewegungen, die nach einer eigenen kulturellen Identität suchten. Im Zusammenhang mit der Gründung der Kunstgewerbeschule, die als ein Produkt der akademischen deutschen Tradition betrachtet wurde, entstand in Straßburg ein gewisser künstlerischer Wettbewerb. Seine Protagonisten, darunter Georg Daubner, Lothar von Seebach, Gustave Stoskopf, Henri Beecke und die Künstler der Groupe de mai, werden in der Ausstellung vorgestellt. 2. Ein naturalistisches Schaufenster in die Welt Ausstellung im deutschen, französischen und europäischen Kultur in diesen Jahrzehnten zu einem überaus kreativen Labor für neue Ideen und Formen. Im Mittelpunkt steht die Blüte der gestaltenden Künste zu einer Zeit, in der ehrgeizige Stadtentwicklungsvorhaben das Gesicht Straßburgs veränderten und eine europäische Universität ersten Ranges entstand, an der viele berühmte Forscher und Professoren wirkten. In diesen Jahrzehnten wurden an der Universität bedeutende enzyklopädische Sammlungen aufgebaut, während die Straßburger Museen Bestände zusammentrugen, die in der französischen Museenlandschaft ihresgleichen suchen. In den 1920er Jahren brachte das Straßburger Wissenschafts- und Geistesleben wegweisende Neuerungen hervor, so die Annales-Schule, die die moderne Geschichtswissenschaft begründete, oder die avantgardistische Aubette. Anliegen der Schau ist es, Straßburgs tiefe Verbundenheit mit der europäischen Humanismus-Tradition, die auch die heutige Stadt zutiefst prägt, in ihrer ganzen Komplexität zu veranschaulichen. · eine groß angelegte Ausstellung an mehreren Orten in der Stadt · die Geschichte Straßburgs im Spiegel heutiger Herausforderungen · Veranschaulichung einer wesentlichen Konstituente des europäischen Aufbaus · über 1000 Werke, Objekte und Schriftzeugnisse · ein kühn gestaltetes, attraktives Ausstellungsdesign · eine kreative und spielerische Vermittlung der Aussage für alle Zielgruppen · eine enge Zusammenarbeit zwischen den Straßburger Kulturinstitutionen und ihren Partnern, ein umfangreiches kulturelles Rahmenprogramm mit vielen Veranstaltungen in der Stadt 1. Labor Europas, Straßburg 1880-1930 Ausstellung im Museum für moderne und zeitgenössische Kunst Straßburg a) Lebensart: Kunstgewerbe und Illustration Wie in anderen europäischen Großstädten erlebte das Kunstgewerbe im Zusammenhang mit den Anfängen der Stadtplanung auch in Straßburg eine nie dagewesene Blüte. Mehrere dieser Zeit nachempfundene Räume (Period Rooms) geben einen Überblick über die Techniken, in denen sich die damaligen Kunsthandwerker auszeichneten: Intarsien- und Glasarbeiten, Keramik, Bildhauerei. Entworfen wurden die in den drei Period Rooms inszenierten Interieurs von Charles Spindler für die Weltausstellungen von Paris (1900), Turin (1902) und Saint-Louis (1904). Der Abschnitt stellt die bedeutendsten, weit über die Regionalgrenzen bekannten Künstler dieser Periode vor: Charles Spindler, Désiré Ringel d'Illzach oder auch Josef Kaspar Sattler. Zur Sprache kommen auch die Kunstgewerbeschule und das Wirken ihrer Leiter Anton Seder und François Rupert Carabin sowie die Arbeit der sehr aktiven Illustrationswerkstatt. b) Die Sammlungen der Universität: Forschung auf Spitzenniveau Breiter Raum ist den umfangreichen Sammlungen gewidmet, die die verschiedenen Institute der Straßburger Universität in diesen Jahrzehnten anlegten. Die Sammlungen haben viele Gemeinsamkeiten; vor allem zeichnen sie sich durch ihren universalistischen Charakter und ein auf pädagogische Vermittlung und Forschung ausgerichtetes Herangehen aus. Mikrokosmen: antike Plastik (Leihgaben aus der sehr bemerkenswerten Sammlung von Gipsabgüssen der Universität), Ägyptologie, Botanik, Zoologie, Mineralogie, Paläontologie, Seismologie und Medizin. Jede dieser Sammlungen ist durch ihre schönsten und aussagekräftigsten Stücke vertreten. c) Kunst in den Museen: eine europäische Perspektive Dieser Abschnitt widmet sich den Neuzugängen der Straßburger Museen, die in diesen Jahrzehnten sehr europäisch ausgerichtet waren. Besonders gewürdigt wird hier das Wirken des Museumsfachmanns und Sammlers Wilhelm Bode, der das Straßburger Museum der schönen Künste neugründete. Mit seiner Vorliebe für alte Kunst vor allem aus Italien und Nordeuropa gab er der Sammlung dieses Museums eine seltene Prägung; bemerkenswert ist dieser Fundus auch deshalb, weil er in außergewöhnlich kurzer Zeit zusammengetragen wurde. Auch zeitgenössische deutsche Künstler, darunter Max Klinger, Käthe Kollwitz, Max Liebermann, Emil Nolde, Erich Heckel und Max Beckmann fanden in diesen Jahren Aufnahme in die Straßburger Sammlung. Eine Vorstellung von der besonderen Dynamik des künstlerischen Schaffens in dieser Zeit vermittelt schließlich auch der Abschnitt über die viel beachtete Ausstellung zeitgenössischer französischer Kunst im Jahr 1907. In der von Auguste Rodin geleiteten Schau entdeckte das Straßburger Publikum erstmals die impressionistischen und post-impressionistischen Werke von Malern wie Monet oder Cézanne. d) Die verschiedenen Facetten der Moderne Zum Abschluss kommen Straßburgs Berührungen mit der Moderne zur Sprache. Im Zusammenhang mit der Aufnahme von modernen französischen Werken in die Straßburger Kunstsammlungen wird die Persönlichkeit des Museumsmachers Hans Haug beleuchtet, der ab 1919 die Kunstmuseen der Stadt leitete. Außerdem stellt dieser Abschnitt wichtige Sammler moderner Kunst vor, so die Brüder Horn als Aufraggeber der Ausgestaltung der Aubette und die Brüder Lickteig. Das von Hans Jean Arp, Sophie Taeuber-Arp und Theo van Doesburg entworfene Dekor des Vergnügungskomplexes in der Aubette, das als ein Meisterwerk der Avantgarde gilt, wird mit den europäischen Kunstbewegungen dieser Zeit in Bezug gesetzt. Andere Straßburger Projekte von Theo van Doesburg und Sophie Taeuber-Arp vervollständigen das Kapitel. Weitere Themen sind die literarische Avantgarde mit ihrer zentralen Figur René Schickele sowie die Gründung der Annales-Schule und ihrer Revue, mit denen Marc Bloch und Lucien Febvre den Grundstein für die moderne Geschichtswissenschaft des 20. Jahrhunderts legten. Zum Abschluss widmet sich der Abschnitt dem Filmschaffen. e) Die lokale Kunstszene (Erdgeschoss des MAMCS) In der Dauerausstellung zur Klassischen Moderne im Erdgeschoss des MAMCS veranschaulichen fünf Räume mit Malerei und grafischer Kunst die Entwicklung der Straßburger Kunstszene. Besonders markant waren damals Bewegungen, die nach einer eigenen kulturellen Identität suchten. Im Zusammenhang mit der Gründung der Kunstgewerbeschule, die als ein Produkt der akademischen deutschen Tradition betrachtet wurde, entstand in Straßburg ein gewisser künstlerischer Wettbewerb. Seine Protagonisten, darunter Georg Daubner, Lothar von Seebach, Gustave Stoskopf, Henri Beecke und die Künstler der Groupe de mai, werden in der Ausstellung vorgestellt.

    Straßburg - Frankreich | Musée d'Art Moderne et Contemporain de Strasbourg

    Mi 27.09.17
    10 - 18 Uhr
    Labor Europas - Straßburg 1880 bis 1930
  • Straßburg - Frankreich | Musée d'Art Moderne et Contemporain de Strasbourg

    Mi 27.09.17
    10 - 18 Uhr
    Musée d'Art Moderne et Contemporain de Strasbourg
  • Kunstgewerbe und Illustration, Sammlungen der Universität Labor Europas Straßburg 1880-1930 23. September 2017 - 25. Februar 2018 In der groß angelegten interdisziplinären Schau »Labor Europas - Straßburg, 1880 bis 1930« richten die Museen der Stadt Straßburg in Zusammenarbeit mit der Straßburger Universität den Fokus auf das Kulturleben in der elsässischen Metropole. Zwischen Berlin, Paris, München und Wien entwickelte sich die Stadt an der Schnittstelle der Mikrokosmen: antike Plastik (Leihgaben aus der sehr bemerkenswerten Sammlung von Gipsabgüssen der Universität), Ägyptologie, Botanik, Zoologie, Mineralogie, Paläontologie, Seismologie und Medizin. Jede dieser Sammlungen ist durch ihre schönsten und aussagekräftigsten Stücke vertreten. c) Kunst in den Museen: eine europäische Perspektive Dieser Abschnitt widmet sich den Neuzugängen der Straßburger Museen, die in diesen Jahrzehnten sehr europäisch ausgerichtet waren. Besonders gewürdigt wird hier das Wirken des Museumsfachmanns und Sammlers Wilhelm Bode, der das Straßburger Museum der schönen Künste neugründete. Mit seiner Vorliebe für alte Kunst vor allem aus Italien und Nordeuropa gab er der Sammlung dieses Museums eine seltene Prägung; bemerkenswert ist dieser Fundus auch deshalb, weil er in außergewöhnlich kurzer Zeit zusammengetragen wurde. Auch zeitgenössische deutsche Künstler, darunter Max Klinger, Käthe Kollwitz, Max Liebermann, Emil Nolde, Erich Heckel und Max Beckmann fanden in diesen Jahren Aufnahme in die Straßburger Sammlung. Eine Vorstellung von der besonderen Dynamik des künstlerischen Schaffens in dieser Zeit vermittelt schließlich auch der Abschnitt über die viel beachtete Ausstellung zeitgenössischer französischer Kunst im Jahr 1907. In der von Auguste Rodin geleiteten Schau entdeckte das Straßburger Publikum erstmals die impressionistischen und post-impressionistischen Werke von Malern wie Monet oder Cézanne. d) Die verschiedenen Facetten der Moderne Zum Abschluss kommen Straßburgs Berührungen mit der Moderne zur Sprache. Im Zusammenhang mit der Aufnahme von modernen französischen Werken in die Straßburger Kunstsammlungen wird die Persönlichkeit des Museumsmachers Hans Haug beleuchtet, der ab 1919 die Kunstmuseen der Stadt leitete. Außerdem stellt dieser Abschnitt wichtige Sammler moderner Kunst vor, so die Brüder Horn als Aufraggeber der Ausgestaltung der Aubette und die Brüder Lickteig. Das von Hans Jean Arp, Sophie Taeuber-Arp und Theo van Doesburg entworfene Dekor des Vergnügungskomplexes in der Aubette, das als ein Meisterwerk der Avantgarde gilt, wird mit den europäischen Kunstbewegungen dieser Zeit in Bezug gesetzt. Andere Straßburger Projekte von Theo van Doesburg und Sophie Taeuber-Arp vervollständigen das Kapitel. Weitere Themen sind die literarische Avantgarde mit ihrer zentralen Figur René Schickele sowie die Gründung der Annales-Schule und ihrer Revue, mit denen Marc Bloch und Lucien Febvre den Grundstein für die moderne Geschichtswissenschaft des 20. Jahrhunderts legten. Zum Abschluss widmet sich der Abschnitt dem Filmschaffen. e) Die lokale Kunstszene (Erdgeschoss des MAMCS) In der Dauerausstellung zur Klassischen Moderne im Erdgeschoss des MAMCS veranschaulichen fünf Räume mit Malerei und grafischer Kunst die Entwicklung der Straßburger Kunstszene. Besonders markant waren damals Bewegungen, die nach einer eigenen kulturellen Identität suchten. Im Zusammenhang mit der Gründung der Kunstgewerbeschule, die als ein Produkt der akademischen deutschen Tradition betrachtet wurde, entstand in Straßburg ein gewisser künstlerischer Wettbewerb. Seine Protagonisten, darunter Georg Daubner, Lothar von Seebach, Gustave Stoskopf, Henri Beecke und die Künstler der Groupe de mai, werden in der Ausstellung vorgestellt. 2. Ein naturalistisches Schaufenster in die Welt Ausstellung im deutschen, französischen und europäischen Kultur in diesen Jahrzehnten zu einem überaus kreativen Labor für neue Ideen und Formen. Im Mittelpunkt steht die Blüte der gestaltenden Künste zu einer Zeit, in der ehrgeizige Stadtentwicklungsvorhaben das Gesicht Straßburgs veränderten und eine europäische Universität ersten Ranges entstand, an der viele berühmte Forscher und Professoren wirkten. In diesen Jahrzehnten wurden an der Universität bedeutende enzyklopädische Sammlungen aufgebaut, während die Straßburger Museen Bestände zusammentrugen, die in der französischen Museenlandschaft ihresgleichen suchen. In den 1920er Jahren brachte das Straßburger Wissenschafts- und Geistesleben wegweisende Neuerungen hervor, so die Annales-Schule, die die moderne Geschichtswissenschaft begründete, oder die avantgardistische Aubette. Anliegen der Schau ist es, Straßburgs tiefe Verbundenheit mit der europäischen Humanismus-Tradition, die auch die heutige Stadt zutiefst prägt, in ihrer ganzen Komplexität zu veranschaulichen. · eine groß angelegte Ausstellung an mehreren Orten in der Stadt · die Geschichte Straßburgs im Spiegel heutiger Herausforderungen · Veranschaulichung einer wesentlichen Konstituente des europäischen Aufbaus · über 1000 Werke, Objekte und Schriftzeugnisse · ein kühn gestaltetes, attraktives Ausstellungsdesign · eine kreative und spielerische Vermittlung der Aussage für alle Zielgruppen · eine enge Zusammenarbeit zwischen den Straßburger Kulturinstitutionen und ihren Partnern, ein umfangreiches kulturelles Rahmenprogramm mit vielen Veranstaltungen in der Stadt 1. Labor Europas, Straßburg 1880-1930 Ausstellung im Museum für moderne und zeitgenössische Kunst Straßburg a) Lebensart: Kunstgewerbe und Illustration Wie in anderen europäischen Großstädten erlebte das Kunstgewerbe im Zusammenhang mit den Anfängen der Stadtplanung auch in Straßburg eine nie dagewesene Blüte. Mehrere dieser Zeit nachempfundene Räume (Period Rooms) geben einen Überblick über die Techniken, in denen sich die damaligen Kunsthandwerker auszeichneten: Intarsien- und Glasarbeiten, Keramik, Bildhauerei. Entworfen wurden die in den drei Period Rooms inszenierten Interieurs von Charles Spindler für die Weltausstellungen von Paris (1900), Turin (1902) und Saint-Louis (1904). Der Abschnitt stellt die bedeutendsten, weit über die Regionalgrenzen bekannten Künstler dieser Periode vor: Charles Spindler, Désiré Ringel d'Illzach oder auch Josef Kaspar Sattler. Zur Sprache kommen auch die Kunstgewerbeschule und das Wirken ihrer Leiter Anton Seder und François Rupert Carabin sowie die Arbeit der sehr aktiven Illustrationswerkstatt. b) Die Sammlungen der Universität: Forschung auf Spitzenniveau Breiter Raum ist den umfangreichen Sammlungen gewidmet, die die verschiedenen Institute der Straßburger Universität in diesen Jahrzehnten anlegten. Die Sammlungen haben viele Gemeinsamkeiten; vor allem zeichnen sie sich durch ihren universalistischen Charakter und ein auf pädagogische Vermittlung und Forschung ausgerichtetes Herangehen aus. Mikrokosmen: antike Plastik (Leihgaben aus der sehr bemerkenswerten Sammlung von Gipsabgüssen der Universität), Ägyptologie, Botanik, Zoologie, Mineralogie, Paläontologie, Seismologie und Medizin. Jede dieser Sammlungen ist durch ihre schönsten und aussagekräftigsten Stücke vertreten. c) Kunst in den Museen: eine europäische Perspektive Dieser Abschnitt widmet sich den Neuzugängen der Straßburger Museen, die in diesen Jahrzehnten sehr europäisch ausgerichtet waren. Besonders gewürdigt wird hier das Wirken des Museumsfachmanns und Sammlers Wilhelm Bode, der das Straßburger Museum der schönen Künste neugründete. Mit seiner Vorliebe für alte Kunst vor allem aus Italien und Nordeuropa gab er der Sammlung dieses Museums eine seltene Prägung; bemerkenswert ist dieser Fundus auch deshalb, weil er in außergewöhnlich kurzer Zeit zusammengetragen wurde. Auch zeitgenössische deutsche Künstler, darunter Max Klinger, Käthe Kollwitz, Max Liebermann, Emil Nolde, Erich Heckel und Max Beckmann fanden in diesen Jahren Aufnahme in die Straßburger Sammlung. Eine Vorstellung von der besonderen Dynamik des künstlerischen Schaffens in dieser Zeit vermittelt schließlich auch der Abschnitt über die viel beachtete Ausstellung zeitgenössischer französischer Kunst im Jahr 1907. In der von Auguste Rodin geleiteten Schau entdeckte das Straßburger Publikum erstmals die impressionistischen und post-impressionistischen Werke von Malern wie Monet oder Cézanne. d) Die verschiedenen Facetten der Moderne Zum Abschluss kommen Straßburgs Berührungen mit der Moderne zur Sprache. Im Zusammenhang mit der Aufnahme von modernen französischen Werken in die Straßburger Kunstsammlungen wird die Persönlichkeit des Museumsmachers Hans Haug beleuchtet, der ab 1919 die Kunstmuseen der Stadt leitete. Außerdem stellt dieser Abschnitt wichtige Sammler moderner Kunst vor, so die Brüder Horn als Aufraggeber der Ausgestaltung der Aubette und die Brüder Lickteig. Das von Hans Jean Arp, Sophie Taeuber-Arp und Theo van Doesburg entworfene Dekor des Vergnügungskomplexes in der Aubette, das als ein Meisterwerk der Avantgarde gilt, wird mit den europäischen Kunstbewegungen dieser Zeit in Bezug gesetzt. Andere Straßburger Projekte von Theo van Doesburg und Sophie Taeuber-Arp vervollständigen das Kapitel. Weitere Themen sind die literarische Avantgarde mit ihrer zentralen Figur René Schickele sowie die Gründung der Annales-Schule und ihrer Revue, mit denen Marc Bloch und Lucien Febvre den Grundstein für die moderne Geschichtswissenschaft des 20. Jahrhunderts legten. Zum Abschluss widmet sich der Abschnitt dem Filmschaffen. e) Die lokale Kunstszene (Erdgeschoss des MAMCS) In der Dauerausstellung zur Klassischen Moderne im Erdgeschoss des MAMCS veranschaulichen fünf Räume mit Malerei und grafischer Kunst die Entwicklung der Straßburger Kunstszene. Besonders markant waren damals Bewegungen, die nach einer eigenen kulturellen Identität suchten. Im Zusammenhang mit der Gründung der Kunstgewerbeschule, die als ein Produkt der akademischen deutschen Tradition betrachtet wurde, entstand in Straßburg ein gewisser künstlerischer Wettbewerb. Seine Protagonisten, darunter Georg Daubner, Lothar von Seebach, Gustave Stoskopf, Henri Beecke und die Künstler der Groupe de mai, werden in der Ausstellung vorgestellt.

    Straßburg - Frankreich | Musée d'Art Moderne et Contemporain de Strasbourg

    Do 28.09.17
    10 - 18 Uhr
    Labor Europas - Straßburg 1880 bis 1930
  • Straßburg - Frankreich | Musée d'Art Moderne et Contemporain de Strasbourg

    Do 28.09.17
    10 - 18 Uhr
    Musée d'Art Moderne et Contemporain de Strasbourg
  • Kunstgewerbe und Illustration, Sammlungen der Universität Labor Europas Straßburg 1880-1930 23. September 2017 - 25. Februar 2018 In der groß angelegten interdisziplinären Schau »Labor Europas - Straßburg, 1880 bis 1930« richten die Museen der Stadt Straßburg in Zusammenarbeit mit der Straßburger Universität den Fokus auf das Kulturleben in der elsässischen Metropole. Zwischen Berlin, Paris, München und Wien entwickelte sich die Stadt an der Schnittstelle der Mikrokosmen: antike Plastik (Leihgaben aus der sehr bemerkenswerten Sammlung von Gipsabgüssen der Universität), Ägyptologie, Botanik, Zoologie, Mineralogie, Paläontologie, Seismologie und Medizin. Jede dieser Sammlungen ist durch ihre schönsten und aussagekräftigsten Stücke vertreten. c) Kunst in den Museen: eine europäische Perspektive Dieser Abschnitt widmet sich den Neuzugängen der Straßburger Museen, die in diesen Jahrzehnten sehr europäisch ausgerichtet waren. Besonders gewürdigt wird hier das Wirken des Museumsfachmanns und Sammlers Wilhelm Bode, der das Straßburger Museum der schönen Künste neugründete. Mit seiner Vorliebe für alte Kunst vor allem aus Italien und Nordeuropa gab er der Sammlung dieses Museums eine seltene Prägung; bemerkenswert ist dieser Fundus auch deshalb, weil er in außergewöhnlich kurzer Zeit zusammengetragen wurde. Auch zeitgenössische deutsche Künstler, darunter Max Klinger, Käthe Kollwitz, Max Liebermann, Emil Nolde, Erich Heckel und Max Beckmann fanden in diesen Jahren Aufnahme in die Straßburger Sammlung. Eine Vorstellung von der besonderen Dynamik des künstlerischen Schaffens in dieser Zeit vermittelt schließlich auch der Abschnitt über die viel beachtete Ausstellung zeitgenössischer französischer Kunst im Jahr 1907. In der von Auguste Rodin geleiteten Schau entdeckte das Straßburger Publikum erstmals die impressionistischen und post-impressionistischen Werke von Malern wie Monet oder Cézanne. d) Die verschiedenen Facetten der Moderne Zum Abschluss kommen Straßburgs Berührungen mit der Moderne zur Sprache. Im Zusammenhang mit der Aufnahme von modernen französischen Werken in die Straßburger Kunstsammlungen wird die Persönlichkeit des Museumsmachers Hans Haug beleuchtet, der ab 1919 die Kunstmuseen der Stadt leitete. Außerdem stellt dieser Abschnitt wichtige Sammler moderner Kunst vor, so die Brüder Horn als Aufraggeber der Ausgestaltung der Aubette und die Brüder Lickteig. Das von Hans Jean Arp, Sophie Taeuber-Arp und Theo van Doesburg entworfene Dekor des Vergnügungskomplexes in der Aubette, das als ein Meisterwerk der Avantgarde gilt, wird mit den europäischen Kunstbewegungen dieser Zeit in Bezug gesetzt. Andere Straßburger Projekte von Theo van Doesburg und Sophie Taeuber-Arp vervollständigen das Kapitel. Weitere Themen sind die literarische Avantgarde mit ihrer zentralen Figur René Schickele sowie die Gründung der Annales-Schule und ihrer Revue, mit denen Marc Bloch und Lucien Febvre den Grundstein für die moderne Geschichtswissenschaft des 20. Jahrhunderts legten. Zum Abschluss widmet sich der Abschnitt dem Filmschaffen. e) Die lokale Kunstszene (Erdgeschoss des MAMCS) In der Dauerausstellung zur Klassischen Moderne im Erdgeschoss des MAMCS veranschaulichen fünf Räume mit Malerei und grafischer Kunst die Entwicklung der Straßburger Kunstszene. Besonders markant waren damals Bewegungen, die nach einer eigenen kulturellen Identität suchten. Im Zusammenhang mit der Gründung der Kunstgewerbeschule, die als ein Produkt der akademischen deutschen Tradition betrachtet wurde, entstand in Straßburg ein gewisser künstlerischer Wettbewerb. Seine Protagonisten, darunter Georg Daubner, Lothar von Seebach, Gustave Stoskopf, Henri Beecke und die Künstler der Groupe de mai, werden in der Ausstellung vorgestellt. 2. Ein naturalistisches Schaufenster in die Welt Ausstellung im deutschen, französischen und europäischen Kultur in diesen Jahrzehnten zu einem überaus kreativen Labor für neue Ideen und Formen. Im Mittelpunkt steht die Blüte der gestaltenden Künste zu einer Zeit, in der ehrgeizige Stadtentwicklungsvorhaben das Gesicht Straßburgs veränderten und eine europäische Universität ersten Ranges entstand, an der viele berühmte Forscher und Professoren wirkten. In diesen Jahrzehnten wurden an der Universität bedeutende enzyklopädische Sammlungen aufgebaut, während die Straßburger Museen Bestände zusammentrugen, die in der französischen Museenlandschaft ihresgleichen suchen. In den 1920er Jahren brachte das Straßburger Wissenschafts- und Geistesleben wegweisende Neuerungen hervor, so die Annales-Schule, die die moderne Geschichtswissenschaft begründete, oder die avantgardistische Aubette. Anliegen der Schau ist es, Straßburgs tiefe Verbundenheit mit der europäischen Humanismus-Tradition, die auch die heutige Stadt zutiefst prägt, in ihrer ganzen Komplexität zu veranschaulichen. · eine groß angelegte Ausstellung an mehreren Orten in der Stadt · die Geschichte Straßburgs im Spiegel heutiger Herausforderungen · Veranschaulichung einer wesentlichen Konstituente des europäischen Aufbaus · über 1000 Werke, Objekte und Schriftzeugnisse · ein kühn gestaltetes, attraktives Ausstellungsdesign · eine kreative und spielerische Vermittlung der Aussage für alle Zielgruppen · eine enge Zusammenarbeit zwischen den Straßburger Kulturinstitutionen und ihren Partnern, ein umfangreiches kulturelles Rahmenprogramm mit vielen Veranstaltungen in der Stadt 1. Labor Europas, Straßburg 1880-1930 Ausstellung im Museum für moderne und zeitgenössische Kunst Straßburg a) Lebensart: Kunstgewerbe und Illustration Wie in anderen europäischen Großstädten erlebte das Kunstgewerbe im Zusammenhang mit den Anfängen der Stadtplanung auch in Straßburg eine nie dagewesene Blüte. Mehrere dieser Zeit nachempfundene Räume (Period Rooms) geben einen Überblick über die Techniken, in denen sich die damaligen Kunsthandwerker auszeichneten: Intarsien- und Glasarbeiten, Keramik, Bildhauerei. Entworfen wurden die in den drei Period Rooms inszenierten Interieurs von Charles Spindler für die Weltausstellungen von Paris (1900), Turin (1902) und Saint-Louis (1904). Der Abschnitt stellt die bedeutendsten, weit über die Regionalgrenzen bekannten Künstler dieser Periode vor: Charles Spindler, Désiré Ringel d'Illzach oder auch Josef Kaspar Sattler. Zur Sprache kommen auch die Kunstgewerbeschule und das Wirken ihrer Leiter Anton Seder und François Rupert Carabin sowie die Arbeit der sehr aktiven Illustrationswerkstatt. b) Die Sammlungen der Universität: Forschung auf Spitzenniveau Breiter Raum ist den umfangreichen Sammlungen gewidmet, die die verschiedenen Institute der Straßburger Universität in diesen Jahrzehnten anlegten. Die Sammlungen haben viele Gemeinsamkeiten; vor allem zeichnen sie sich durch ihren universalistischen Charakter und ein auf pädagogische Vermittlung und Forschung ausgerichtetes Herangehen aus. Mikrokosmen: antike Plastik (Leihgaben aus der sehr bemerkenswerten Sammlung von Gipsabgüssen der Universität), Ägyptologie, Botanik, Zoologie, Mineralogie, Paläontologie, Seismologie und Medizin. Jede dieser Sammlungen ist durch ihre schönsten und aussagekräftigsten Stücke vertreten. c) Kunst in den Museen: eine europäische Perspektive Dieser Abschnitt widmet sich den Neuzugängen der Straßburger Museen, die in diesen Jahrzehnten sehr europäisch ausgerichtet waren. Besonders gewürdigt wird hier das Wirken des Museumsfachmanns und Sammlers Wilhelm Bode, der das Straßburger Museum der schönen Künste neugründete. Mit seiner Vorliebe für alte Kunst vor allem aus Italien und Nordeuropa gab er der Sammlung dieses Museums eine seltene Prägung; bemerkenswert ist dieser Fundus auch deshalb, weil er in außergewöhnlich kurzer Zeit zusammengetragen wurde. Auch zeitgenössische deutsche Künstler, darunter Max Klinger, Käthe Kollwitz, Max Liebermann, Emil Nolde, Erich Heckel und Max Beckmann fanden in diesen Jahren Aufnahme in die Straßburger Sammlung. Eine Vorstellung von der besonderen Dynamik des künstlerischen Schaffens in dieser Zeit vermittelt schließlich auch der Abschnitt über die viel beachtete Ausstellung zeitgenössischer französischer Kunst im Jahr 1907. In der von Auguste Rodin geleiteten Schau entdeckte das Straßburger Publikum erstmals die impressionistischen und post-impressionistischen Werke von Malern wie Monet oder Cézanne. d) Die verschiedenen Facetten der Moderne Zum Abschluss kommen Straßburgs Berührungen mit der Moderne zur Sprache. Im Zusammenhang mit der Aufnahme von modernen französischen Werken in die Straßburger Kunstsammlungen wird die Persönlichkeit des Museumsmachers Hans Haug beleuchtet, der ab 1919 die Kunstmuseen der Stadt leitete. Außerdem stellt dieser Abschnitt wichtige Sammler moderner Kunst vor, so die Brüder Horn als Aufraggeber der Ausgestaltung der Aubette und die Brüder Lickteig. Das von Hans Jean Arp, Sophie Taeuber-Arp und Theo van Doesburg entworfene Dekor des Vergnügungskomplexes in der Aubette, das als ein Meisterwerk der Avantgarde gilt, wird mit den europäischen Kunstbewegungen dieser Zeit in Bezug gesetzt. Andere Straßburger Projekte von Theo van Doesburg und Sophie Taeuber-Arp vervollständigen das Kapitel. Weitere Themen sind die literarische Avantgarde mit ihrer zentralen Figur René Schickele sowie die Gründung der Annales-Schule und ihrer Revue, mit denen Marc Bloch und Lucien Febvre den Grundstein für die moderne Geschichtswissenschaft des 20. Jahrhunderts legten. Zum Abschluss widmet sich der Abschnitt dem Filmschaffen. e) Die lokale Kunstszene (Erdgeschoss des MAMCS) In der Dauerausstellung zur Klassischen Moderne im Erdgeschoss des MAMCS veranschaulichen fünf Räume mit Malerei und grafischer Kunst die Entwicklung der Straßburger Kunstszene. Besonders markant waren damals Bewegungen, die nach einer eigenen kulturellen Identität suchten. Im Zusammenhang mit der Gründung der Kunstgewerbeschule, die als ein Produkt der akademischen deutschen Tradition betrachtet wurde, entstand in Straßburg ein gewisser künstlerischer Wettbewerb. Seine Protagonisten, darunter Georg Daubner, Lothar von Seebach, Gustave Stoskopf, Henri Beecke und die Künstler der Groupe de mai, werden in der Ausstellung vorgestellt.

    Straßburg - Frankreich | Musée d'Art Moderne et Contemporain de Strasbourg

    Fr 29.09.17
    10 - 18 Uhr
    Labor Europas - Straßburg 1880 bis 1930
  • Straßburg - Frankreich | Musée d'Art Moderne et Contemporain de Strasbourg

    Fr 29.09.17
    10 - 18 Uhr
    Musée d'Art Moderne et Contemporain de Strasbourg
  • Kunstgewerbe und Illustration, Sammlungen der Universität Labor Europas Straßburg 1880-1930 23. September 2017 - 25. Februar 2018 In der groß angelegten interdisziplinären Schau »Labor Europas - Straßburg, 1880 bis 1930« richten die Museen der Stadt Straßburg in Zusammenarbeit mit der Straßburger Universität den Fokus auf das Kulturleben in der elsässischen Metropole. Zwischen Berlin, Paris, München und Wien entwickelte sich die Stadt an der Schnittstelle der Mikrokosmen: antike Plastik (Leihgaben aus der sehr bemerkenswerten Sammlung von Gipsabgüssen der Universität), Ägyptologie, Botanik, Zoologie, Mineralogie, Paläontologie, Seismologie und Medizin. Jede dieser Sammlungen ist durch ihre schönsten und aussagekräftigsten Stücke vertreten. c) Kunst in den Museen: eine europäische Perspektive Dieser Abschnitt widmet sich den Neuzugängen der Straßburger Museen, die in diesen Jahrzehnten sehr europäisch ausgerichtet waren. Besonders gewürdigt wird hier das Wirken des Museumsfachmanns und Sammlers Wilhelm Bode, der das Straßburger Museum der schönen Künste neugründete. Mit seiner Vorliebe für alte Kunst vor allem aus Italien und Nordeuropa gab er der Sammlung dieses Museums eine seltene Prägung; bemerkenswert ist dieser Fundus auch deshalb, weil er in außergewöhnlich kurzer Zeit zusammengetragen wurde. Auch zeitgenössische deutsche Künstler, darunter Max Klinger, Käthe Kollwitz, Max Liebermann, Emil Nolde, Erich Heckel und Max Beckmann fanden in diesen Jahren Aufnahme in die Straßburger Sammlung. Eine Vorstellung von der besonderen Dynamik des künstlerischen Schaffens in dieser Zeit vermittelt schließlich auch der Abschnitt über die viel beachtete Ausstellung zeitgenössischer französischer Kunst im Jahr 1907. In der von Auguste Rodin geleiteten Schau entdeckte das Straßburger Publikum erstmals die impressionistischen und post-impressionistischen Werke von Malern wie Monet oder Cézanne. d) Die verschiedenen Facetten der Moderne Zum Abschluss kommen Straßburgs Berührungen mit der Moderne zur Sprache. Im Zusammenhang mit der Aufnahme von modernen französischen Werken in die Straßburger Kunstsammlungen wird die Persönlichkeit des Museumsmachers Hans Haug beleuchtet, der ab 1919 die Kunstmuseen der Stadt leitete. Außerdem stellt dieser Abschnitt wichtige Sammler moderner Kunst vor, so die Brüder Horn als Aufraggeber der Ausgestaltung der Aubette und die Brüder Lickteig. Das von Hans Jean Arp, Sophie Taeuber-Arp und Theo van Doesburg entworfene Dekor des Vergnügungskomplexes in der Aubette, das als ein Meisterwerk der Avantgarde gilt, wird mit den europäischen Kunstbewegungen dieser Zeit in Bezug gesetzt. Andere Straßburger Projekte von Theo van Doesburg und Sophie Taeuber-Arp vervollständigen das Kapitel. Weitere Themen sind die literarische Avantgarde mit ihrer zentralen Figur René Schickele sowie die Gründung der Annales-Schule und ihrer Revue, mit denen Marc Bloch und Lucien Febvre den Grundstein für die moderne Geschichtswissenschaft des 20. Jahrhunderts legten. Zum Abschluss widmet sich der Abschnitt dem Filmschaffen. e) Die lokale Kunstszene (Erdgeschoss des MAMCS) In der Dauerausstellung zur Klassischen Moderne im Erdgeschoss des MAMCS veranschaulichen fünf Räume mit Malerei und grafischer Kunst die Entwicklung der Straßburger Kunstszene. Besonders markant waren damals Bewegungen, die nach einer eigenen kulturellen Identität suchten. Im Zusammenhang mit der Gründung der Kunstgewerbeschule, die als ein Produkt der akademischen deutschen Tradition betrachtet wurde, entstand in Straßburg ein gewisser künstlerischer Wettbewerb. Seine Protagonisten, darunter Georg Daubner, Lothar von Seebach, Gustave Stoskopf, Henri Beecke und die Künstler der Groupe de mai, werden in der Ausstellung vorgestellt. 2. Ein naturalistisches Schaufenster in die Welt Ausstellung im deutschen, französischen und europäischen Kultur in diesen Jahrzehnten zu einem überaus kreativen Labor für neue Ideen und Formen. Im Mittelpunkt steht die Blüte der gestaltenden Künste zu einer Zeit, in der ehrgeizige Stadtentwicklungsvorhaben das Gesicht Straßburgs veränderten und eine europäische Universität ersten Ranges entstand, an der viele berühmte Forscher und Professoren wirkten. In diesen Jahrzehnten wurden an der Universität bedeutende enzyklopädische Sammlungen aufgebaut, während die Straßburger Museen Bestände zusammentrugen, die in der französischen Museenlandschaft ihresgleichen suchen. In den 1920er Jahren brachte das Straßburger Wissenschafts- und Geistesleben wegweisende Neuerungen hervor, so die Annales-Schule, die die moderne Geschichtswissenschaft begründete, oder die avantgardistische Aubette. Anliegen der Schau ist es, Straßburgs tiefe Verbundenheit mit der europäischen Humanismus-Tradition, die auch die heutige Stadt zutiefst prägt, in ihrer ganzen Komplexität zu veranschaulichen. · eine groß angelegte Ausstellung an mehreren Orten in der Stadt · die Geschichte Straßburgs im Spiegel heutiger Herausforderungen · Veranschaulichung einer wesentlichen Konstituente des europäischen Aufbaus · über 1000 Werke, Objekte und Schriftzeugnisse · ein kühn gestaltetes, attraktives Ausstellungsdesign · eine kreative und spielerische Vermittlung der Aussage für alle Zielgruppen · eine enge Zusammenarbeit zwischen den Straßburger Kulturinstitutionen und ihren Partnern, ein umfangreiches kulturelles Rahmenprogramm mit vielen Veranstaltungen in der Stadt 1. Labor Europas, Straßburg 1880-1930 Ausstellung im Museum für moderne und zeitgenössische Kunst Straßburg a) Lebensart: Kunstgewerbe und Illustration Wie in anderen europäischen Großstädten erlebte das Kunstgewerbe im Zusammenhang mit den Anfängen der Stadtplanung auch in Straßburg eine nie dagewesene Blüte. Mehrere dieser Zeit nachempfundene Räume (Period Rooms) geben einen Überblick über die Techniken, in denen sich die damaligen Kunsthandwerker auszeichneten: Intarsien- und Glasarbeiten, Keramik, Bildhauerei. Entworfen wurden die in den drei Period Rooms inszenierten Interieurs von Charles Spindler für die Weltausstellungen von Paris (1900), Turin (1902) und Saint-Louis (1904). Der Abschnitt stellt die bedeutendsten, weit über die Regionalgrenzen bekannten Künstler dieser Periode vor: Charles Spindler, Désiré Ringel d'Illzach oder auch Josef Kaspar Sattler. Zur Sprache kommen auch die Kunstgewerbeschule und das Wirken ihrer Leiter Anton Seder und François Rupert Carabin sowie die Arbeit der sehr aktiven Illustrationswerkstatt. b) Die Sammlungen der Universität: Forschung auf Spitzenniveau Breiter Raum ist den umfangreichen Sammlungen gewidmet, die die verschiedenen Institute der Straßburger Universität in diesen Jahrzehnten anlegten. Die Sammlungen haben viele Gemeinsamkeiten; vor allem zeichnen sie sich durch ihren universalistischen Charakter und ein auf pädagogische Vermittlung und Forschung ausgerichtetes Herangehen aus. Mikrokosmen: antike Plastik (Leihgaben aus der sehr bemerkenswerten Sammlung von Gipsabgüssen der Universität), Ägyptologie, Botanik, Zoologie, Mineralogie, Paläontologie, Seismologie und Medizin. Jede dieser Sammlungen ist durch ihre schönsten und aussagekräftigsten Stücke vertreten. c) Kunst in den Museen: eine europäische Perspektive Dieser Abschnitt widmet sich den Neuzugängen der Straßburger Museen, die in diesen Jahrzehnten sehr europäisch ausgerichtet waren. Besonders gewürdigt wird hier das Wirken des Museumsfachmanns und Sammlers Wilhelm Bode, der das Straßburger Museum der schönen Künste neugründete. Mit seiner Vorliebe für alte Kunst vor allem aus Italien und Nordeuropa gab er der Sammlung dieses Museums eine seltene Prägung; bemerkenswert ist dieser Fundus auch deshalb, weil er in außergewöhnlich kurzer Zeit zusammengetragen wurde. Auch zeitgenössische deutsche Künstler, darunter Max Klinger, Käthe Kollwitz, Max Liebermann, Emil Nolde, Erich Heckel und Max Beckmann fanden in diesen Jahren Aufnahme in die Straßburger Sammlung. Eine Vorstellung von der besonderen Dynamik des künstlerischen Schaffens in dieser Zeit vermittelt schließlich auch der Abschnitt über die viel beachtete Ausstellung zeitgenössischer französischer Kunst im Jahr 1907. In der von Auguste Rodin geleiteten Schau entdeckte das Straßburger Publikum erstmals die impressionistischen und post-impressionistischen Werke von Malern wie Monet oder Cézanne. d) Die verschiedenen Facetten der Moderne Zum Abschluss kommen Straßburgs Berührungen mit der Moderne zur Sprache. Im Zusammenhang mit der Aufnahme von modernen französischen Werken in die Straßburger Kunstsammlungen wird die Persönlichkeit des Museumsmachers Hans Haug beleuchtet, der ab 1919 die Kunstmuseen der Stadt leitete. Außerdem stellt dieser Abschnitt wichtige Sammler moderner Kunst vor, so die Brüder Horn als Aufraggeber der Ausgestaltung der Aubette und die Brüder Lickteig. Das von Hans Jean Arp, Sophie Taeuber-Arp und Theo van Doesburg entworfene Dekor des Vergnügungskomplexes in der Aubette, das als ein Meisterwerk der Avantgarde gilt, wird mit den europäischen Kunstbewegungen dieser Zeit in Bezug gesetzt. Andere Straßburger Projekte von Theo van Doesburg und Sophie Taeuber-Arp vervollständigen das Kapitel. Weitere Themen sind die literarische Avantgarde mit ihrer zentralen Figur René Schickele sowie die Gründung der Annales-Schule und ihrer Revue, mit denen Marc Bloch und Lucien Febvre den Grundstein für die moderne Geschichtswissenschaft des 20. Jahrhunderts legten. Zum Abschluss widmet sich der Abschnitt dem Filmschaffen. e) Die lokale Kunstszene (Erdgeschoss des MAMCS) In der Dauerausstellung zur Klassischen Moderne im Erdgeschoss des MAMCS veranschaulichen fünf Räume mit Malerei und grafischer Kunst die Entwicklung der Straßburger Kunstszene. Besonders markant waren damals Bewegungen, die nach einer eigenen kulturellen Identität suchten. Im Zusammenhang mit der Gründung der Kunstgewerbeschule, die als ein Produkt der akademischen deutschen Tradition betrachtet wurde, entstand in Straßburg ein gewisser künstlerischer Wettbewerb. Seine Protagonisten, darunter Georg Daubner, Lothar von Seebach, Gustave Stoskopf, Henri Beecke und die Künstler der Groupe de mai, werden in der Ausstellung vorgestellt.

    Straßburg - Frankreich | Musée d'Art Moderne et Contemporain de Strasbourg

    Sa 30.09.17
    10 - 18 Uhr
    Labor Europas - Straßburg 1880 bis 1930
  • Straßburg - Frankreich | Musée d'Art Moderne et Contemporain de Strasbourg

    Sa 30.09.17
    10 - 18 Uhr
    Musée d'Art Moderne et Contemporain de Strasbourg

Weitere Lokalitäten in der Umgebung


Badens beste Erlebnisse